Status Quo: Stille

Lang war es hier still, und das wird vermutlich noch ein wenig andauern.

Ich bin umgezogen, Anfang April. In den Semesterferien liefen die Vorbereitungen, aber der eigentliche Umzug, das Packen, Putzen, eigentliche Umziehen geschah erst während der Vorlesungszeit.

In der Woche vor dem eigentlichen Umzug habe ich mir irgendwas im Knie… Gerissen, angerissen, ich weiß es bis heute nicht. Auf jeden Fall mussten über Kleinanzeigen Krücken besorgt werden und ich war die nächsten Wochen humpelnd unterwegs. Seit drei Wochen geht es ohne Krücken, aber Treppen hoch oder runter komme ich nur langsam und tappsig. Das wird auch noch Monate dauern.  Ohne meine Freunde hätte das alles nicht funktioniert, sie waren es, die meinen Umzug gewuppt haben. Schleppen, Aufbauen, mich nicht mal längere Zeit stehen konnte ich. Dafür bin ich sehr dankbar <3

Dieses Semester ist extrem anstrengend, der Stundenplan voll. Neben dem Uni-Alltag ballen sich im Mai auch noch 2 Messen und eine einwöchige Exkursion. Ich liebe mein Studium, aber es ist einfach sehr heftig. Dieses Wochenende habe ich klar ausgesprochen, was eigentlich schon klar war: ich werde ein Semester dran hängen. Das nimmt mir gerade etwas Druck, und ich werde zumindest eine meiner 8 Prüfungen dieses Semester schieben.

Das alles hat mich seelisch sehr viel gekostet. Ich bin mitten in Depression und Borderline gestürzt und kämpfe mich da raus, aber das dauert seine Zeit. Zum Glück habe ich neben meinen Freunden auch noch meinen sehr verständnisvollen Herrn. Er musste auf Hausaufgaben verzichten, auf Zeit mit mir. Dafür hatten wir vor Kurzem eine wundervolle Secret Night und werden uns demnächst häufiger sehen, worauf ich mich schon sehr freue <3

Wenn ich nicht gerade seelisch abstürze geht es mir eigentlich gut. Die eigene Wohnung, in der ich mich wohlfühle. Das Studium, mit dem ich sehr glücklich bin. Freunde, die zu mir stehen. Mein Herr, der mir entgegenkommt. Mir ist vollkommen klar, dass der emotionale dunkle Schleier über all dem an einer Krankheit liegt, mein Kopf mir diese eigentlich tollen Aussichten trübt und verzerrt. Leider ändert das nichts an meinen Gefühlen in diesen Momenten. Aber es wird besser. Man braucht nur Geduld.

3 Gedanken zu „Status Quo: Stille“

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