Vom Puffen und Knistern

Die erste Kontaktaufnahme, das erste Gespräch, ob nun digital oder persönlich… Es kann so schön sein, es kann knistern, da kann jemand Knöpfe drücken und Dich heißkalt erwischen. Eine leise Berührung und der Körper vibriert, Gänsehaut. Der Blick senkt sich automatisch und du weißt, es passt, da ist jemand das dominante/sadistische Puzzlestück, das zu deinem passt. Oder Du glühst vor Erregung und möchtest einfach nur unter diese Kleidung, die andere Haut berühren, endlich, jetzt!

Oder es geht schief. Da ist ein Unterton, der irgendwie nicht passt. Ein Witz, der Dir einen kurzen Einblick in die Denkweise des anderen gewährt und Dich schlichtweg abschreckt. Eine Frage, deren Formulierung Dich aufhorchen lässt.

Das Bauchgefühl sagt einfach „Nein“, nicht nur leise, sondern mit Plakaten und Vuvuzelas.

Ich komme aus diesem Gefühl nicht mehr raus, wenn es einmal da ist. Es gab nun mehrmals die Situation, dass ich Menschen mehrere Chancen eingeräumt habe, vielleicht hab ich das falsch verstanden, vielleicht war das nicht so gemeint, naja, Untertöne sind im schriftlichen kaum zu erkennen, also vielleicht lese ich da eine Konnotation, die da so garnicht da war… Nein. Schluss damit. Natürlich kann man dadurch etwas verpassen. Aber: Bisher hat es keiner dauerhaft geschafft, mich von diesem ernsthaften negativen Bauchgefühl wegzukriegen. Wie auch, wenn bei jedem Kontakt dieses negative Gefühl mitschwingt? Es wird Zeit für mich, daraus zu lernen. Auch Nein sagen, wo ein Nein längst steht.

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