Dunkelheit und Stille – ein Date mit P

Ja, schon wieder Shibari =) Und nächste Woche auch wieder, ich warne schon mal vor =P

Ein Date mit P. Endlich.

P habe ich letztes Jahr beim Kaminabend BDSM kennengelernt und es hat sofort unglaublich gefunkt.

Da steht man neben seinem Herrn und begegnet einer Frau, die einen so tief trifft, die mit einem Blick eine solche Dominanz ausstrahlt, dass man für einen Moment nicht weiß, wem man gerade dient. Das war P. Es folgten Gespräche und der innige Wunsch, sich näherzukommen und diesen Funken Raum einzuräumen und Sonntag war es dann endlich so weit.

Jetzt ist es aber so, dass in den letzten Monaten sehr viel passiert ist. Die Sub Tara ist nicht mehr, was sie mal war. Ich würde fast sagen, momentan ist da keine Sub, vielleicht ist sie im Urlaub, vielleicht muss ich diesen Aspekt auch vollständig neu gestalten und dimensionieren, aber als ich vor P stand und die Gemächer der Sub öffnete, fand ich Leere. Das sorgte bei mir für akute Verwirrung, die sich erstmal in den kommenden Stunden legen musste.

Ich habe P unwahrscheinlich gerne, ich habe mit einem Gefühl von Liebe gerechnet, habe damit gerechnet, dass sich mein Devot Sein an ihre Dominanz schmiegt und alles fließt und dann steh ich da und: ok. Moment. Da war starke Zuneigung, das Bedürfnis nach Nähe und die verdammte Neugier, wie es ist, sie zu küssen (sehr schön, btw :D), aber keine reflexartige Unterwerfung. So gesehen war es wirklich perfekt, dass wir für das erste Date einen Besuch im Shibari-Club geplant hatten. Dort hatten wir Zeit für uns, Raum, Ruhe und schließlich fanden wir uns, endlich uns, in den Seilen <3

Es zeigte sich, dass Sonntag 14 Uhr eine tolle Zeit ist, wir waren praktisch alleine und es war sehr ruhig. Sie hatte eine Augenbinde mitgebracht, um die ich sie gebeten hatte. Beim letzten Shibari-Treffen hatte ich mich zu sehr in dem verloren, was da neben mir passierte, daher wollte ich mir diese Möglichkeit von Anfang an nehmen. Und so verschwand ich in dieser Dunkelheit und schaltete tatsächlich ab, driftete unter ihren Händen sehr weit weg. Tatsächlich sprach sie zwischendurch mit mir, damit ich nicht vollkommen im dunkle Raum verschwand. Im Nachhinein mache ich mir da Gedanken drüber, weil ich eine Tendenz zum Dissoziieren habe. Vielleicht finden wir da eine nonverbale Möglichkeit, über Berührung. Sprechen, sich dafür sammeln, fällt mir dann einfach unglaublich schwer. Wir dachten auch kurz über einen Knebel nach, damit ich nicht darüber nachdenken muss, ob ich in diesem Moment etwas sagen muss. Ebenso wie mich die Augenbinde von den Gedanken befreit, ob ich nun die Augen öffnen soll oder nicht: beide Werkzeuge bieten mir die Chance, intensiver wahrzunehmen und Verantwortung abzugeben. (Aber ich denke, dass zumindest der Knebel unnötig ist, wir haben für uns einfach geklärt, dass ich dabei schweige.)

Zwischendurch wurden wir angeleitet und hatten die Möglichkeit, uns mit den technischen Aspekt zu befassen, was ich auch sehr spannend finde (davon abgesehen, dass ich mir keinen Knoten merken kann). Gerade diese Mischung aus Zeit für sich und Zeit zum Lernen und Weiterentwickeln macht diese Treffen so wertvoll, muss ich sagen. Ich brauche als Bunny zwischen den Lektionen und dem Lernen, dem langsamen und mehrmals Versuchen, die Zeit für mich, um abzuschalten und eine Auszeit zu nehmen, mich in diesem Moment in die Seile zu legen und dort Ruhe zu finden. Ich denke, es war das, was das letzte mal gefehlt hat. Dabei ist aber natürlich das Verhältnis zu P auch ein viel, viel intensiveres als das zu der Riggerin aus dem Club, da fällt mir das wesentlich leichter.

Wie geht es jetzt mit P und Tara weiter? Wir werden sehen. Es gab kurze Momente, in denen wir den S/M-Bereich ankratzten, ich habe ein paar kleine Spuren von diesem Treffen. Und es funktioniert, wir können unser Gegenüber in diesem Punkt genießen. Und im Gegensatz zu mir ist es für P kein Problem, dass meine innere Sub gerade hoffentlich irgendwo gechillt Urlaub macht =) Wir werden unseren Weg finden, und ich bin unglaublich glücklich darüber, dass wir über die Seile einen Anknüpfungspunkt haben. Gut, dass es beim Stammtisch diesen einen Menschen gab, der mich da so angetriggert hat =D Shibari macht mich gerade sehr glücklich. Danke für diesen Einfluss ^^

どうも 有難う 御座います.

2 Gedanken zu „Dunkelheit und Stille – ein Date mit P“

  1. Tara mir gefällt dein neuer Eintrag. Und doch gällt es mir schwer diesen zu kommentieren. Die Ebene FF, ob nun Dom/Sub oder lesbisch, eröffnet sich als Mann nicht so leicht. Vielleicht bedarf es dafür anderer und intensiverer Gesprächskanäle. Warten wir es ab, was die Zukunft bringt, sowohl für dich als auch für mich, der deinen Blog und somit dir folgen darf. Also mach deinen Weg und ich schaue, was raus kommt.

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