Zettelkram

Wo beginnt eigentlich der Wunschzettel?

Meine eigentliche Blog-Idee war das Thema „Was brauche ich, um mir Schmerzen zufügen zu lassen?“. Die Antwort wäre „Gar nichts.“ Ich brauche kein Rollenspiel, brauche keine vermeintliche Bestrafung, keine Belohnung. Ich möchte, dass man mir weh tut und formuliere das auch so deutlich.

Ich dachte über „Ich tue dir weh, weil ich das so will“ nach, einer der Grundsätze vergangener Beziehungen, und stellte fest, dass diese Worte so viel mehr an Wert gewinnen, wenn es heißt „Ich tue dir weh, weil wir beide das so wollen“, weil das ehrlich ist. Ich will das auch, sonst würde ich es nicht zulassen. Vielleicht will ich nicht diesen einen bestimmten Schlag in diesem einen bestimmten Augenblick, aber ich will das große Ganze. Und das große Ganze gemeinsam zu wollen ist schon ein tolles Ding =)

Ich dachte über die Schläge im Rahmen einer Bestrafung nach, die ja härter und eben nicht angenehm sein sollten, und ich stelle fest, dass ich eigentlich nie möchte, dass Schmerzen angenehm sind. Dass ich nach einer „Bestrafung“ vielleicht Zeit brauche, mich zu fangen, dass ich einen Moment brauche, um den Schmerz durchzustehen, aber ich danach vermutlich nicht ernsthaft sagen könnte, dass ich da irgendwas bereue und mich jetzt tatsächlich bestraft fühle. Vielleicht weil ich die Idee der Erziehung widersinnig finde. Dieses Spiel ist einfach nicht meins. Ebensowenig das Herausfordern der Strafe, ich werde nicht zickig, damit sich da jemand Striche auf einer Liste macht, die er dann abarbeiten kann, zumindest nicht aus eigenem Antrieb heraus. Wenn sich das jemand mal so wünschen sollte, vielleicht.

Und so überlege ich, bin ich vielleicht eine Wunschzettelsub. Denn: Ich wünsche mir, dass man mir weh tut. Einfach so. Weil man es möchte. Weil ich es möchte. Weil man Vergnügen daran findet, genau so wie ich Vergnügen daran finde, sowohl am Schmerz als auch an der Reaktion des Gegenübers. Ich möchte dafür nichts tun müssen. Nicht beißen, nicht kratzen, nicht frech sein, nicht brav. Ich möchte einfach sein.

Aber dann denke ich mir, dass ich ja nicht genau sage, wie man mir wehtun soll. Und wo. Und wie sehr. Und ich auch sonst generell eher so der Typ bin, der mitmacht, der einfach mal ins Auto steigt und sich überraschen lässt (Wenn man es denn schafft, nicht wahr =D) Der wirklich vertraut, wenn er vertraut und dann auch springen kann, wenn der Moment für den Sprung ins Unbekannte da ist. Also dort auf dem Zettel stünde „Mach mit mir, was du für richtig hälst, ich mach mit.“ und das klingt eher nach einem Anti-Wunschzettel.

Und dann komme ich zu dem Punkt, an dem ich mir denke: vollkommen egal. Mich interessieren die Label einfach nicht. Ich bin Tara. Bin gut so, wie ich bin. Fertig.

Ein Gedanke zu „Zettelkram“

  1. Tara, Wunschzettel-Sub bist du nicht. Du bist Tara, die im Empfang, dem Erleben und Auskosten von Schmerzen glücklich wirst. Was du dazu brauchst ist einer, dem es Befriedigung verschafft dir Schmerzen zuzufügen. Alles erfolgt auf der Basis des kötperlichen Schmerzes. Er ist glücklich, dich leiden und letztendlich dich fliegen zu sehen. …und du bist glücklich, ihn lächeln zu sehen beim Schmerzenzufügen, brvor du abhebst. Für mich die klassische Sado/maso Konstellation.

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