Alles Anders – Ein Date mit NHD

Ein Tag nach dem Stammtisch war ich mit NHD zu einem Date verabredet. Wir hatten vorher überlegt, ob uns da eventuell ein Drop in die Quere kommt, ob es nach dem intensiven Fesseln vielleicht einen Absturz geben wird und wir uns dafür wappnen sollten. Dieses Drop gab es nicht, aber wir hatten dennoch so unsere Schwierigkeiten, ganz anders als erwartet.

Erst die Krise, dann das Spiel

Wir mussten erstmal reden, ich musste reden. Hatte da einen Stein auf dem Herzen, mit dem ich nicht alleine fertig wurde. Er fühlt so viel für mich und ich war eben das, ein Stein. Ich zählte nicht die Tage, fieberte nicht, saß in meiner dunklen Kammern aus Eis und wollte seine Gefühle am liebsten weiterreichen, an jemanden, der es verdient, der sich darüber von ganzem Herzen freuen kann. Dabei weiß ich, dass gerade dieses Nichts fühlen ein ganz deutliches Zeichen von Krankheit ist, dass dahinter eigentlich sehr viel Gefühl steckt, nur eben verborgen unter einer Schicht kaltem Vantablack. Das ändert aber nichts an meiner Beinahe-Panik davor, dass ich wirklich nichts fühle, dass es vorbei, meine Liebe zu ihm einfach verglüht ist, ich seine Gefühle nicht verdiene, weil ich nicht genug bin. Ich saß leise weinend neben ihm und versuchte das irgendwie zu vermitteln (Jetzt hier in schriftlicher Form, mit ausreichend Abstand, gelingt es mir wesentlich besser) und dieses Gewicht auf meiner Brust loszuwerden. Und irgendwie gelang es uns. Danach blieb ein Wunsch sehr deutlich zurück, ich wollte wirklich weinen. Ich wollte Schmerzen bis zur Grenze, wollte mich in seinen Armen finden und wirklich frei wühlen. Schmerz kann reinigen und genau das war die Idee.

Nach der Krise ist in der Krise, nur lustiger

Die ersten Schläge mit dem Flogger, ich zuckte heftiger zusammen als sonst. Es ziepte aber auch gemein! Aber gut, dann scheint die Schmerzgrenze ja nicht so hoch zu liegen, das könnte klappen. Denkste. Eine Stunde später kniete ich auf dem Teppich vor ihm, Kopf nach unten, den Hintern galant nach oben, Peitsche, Brettchen, Rohrstock durch, und wir waren mit der Dragontail irgendwo im dreistelligen Bereich. Es tat weh, natürlich, die Schläge brannten, aber das akute Brennen ließ wahnsinnig schnell nach und ich wollte immer weiter, die endgültige Grenze noch lange nicht in Sicht. Die Dragontail ist mein Hassobjekt, da sind wir sonst bei wenigen Schlägen, die mir vollkommen ausreichen. An diesem Tag sah das ganz anders aus. Wir waren ein wenig verwirrt, aber offensichtlich wirkte das Fesseln auf dem Stammtisch doch noch nach. Wir wechselten Zimmer, Werkzeug und Körperstelle und stellten fest, dass meine Brüste in Sachen Klammern so viel empfindlicher waren. Ich wand mich in den Fesseln, wehrte mich, fluchte und war doch glücklich mit jeder Klammer, die er gaaaaaaaaaanz langsam abzog. Ich wollte ausrasten vor Schmerz und gleichzeitig war ich genau da, wo ich sein wollte.

Wege nach Rom

Wir haben sehr viel gelacht bei unseren Treffen und haben so einen Weg aus meiner Anspannung gefunden. Ich fühle mich so viel besser seit Freitag, der Druck ist weg und verdammt, ich vermisse ihn. Erst beinahe nicht sehen wollen und alles anzweifeln und dann vermissen, ja, ich weiß. Dämlich. Aber leider bin ich so und nicht anders, und es wird nicht die einzige Untiefe bleiben. Und es tut mir unsagbar leid, ich möchte niemanden in diese Strudel mitnehmen. Nur möchte mich auch bisher niemand mit diesen Strudeln alleine lassen, wofür ich sehr dankbar bin <3 Danke für’s Da-Sein, selbst wenn ich kratze und beiße und niemanden bei mir haben möchte. Danke.

Ich bin übrigens sehr froh, dass keiner meiner Spielpartner beleidigt ist, wenn ich auf durchaus schmerzhafte Praktiken mit einem ausgewachsenen Lachkrampf reagiere, der stärker wird, wenn man mir mehr wehtut =D Das passiert in letzter Zeit häufiger. Ich zumindest finde es lustig *grins*

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