Die innere Dienstkleidung – Eine stille GEP

Die Vorfreude war groß, die zweite GEP mit Twin, das Spielzeug war ausgewählt und bereit, die Seile lagen schon als Schmuck den ganzen Abend an meinem Körper. Und doch… es funktionierte einfach nicht.

Am Ende spielte niemand, weder Twins Partner mit ihr, noch wir beide.

Es funktionierte einfach nicht.

Das begann in gewisser Weise schon bei mir zuhause. Ich wollte mein Lieblingskleid anziehen, die Dienstkleidung aus den Zeiten des Zirkels, und kam mir darin so falsch vor. Klar, mittlerweile sind es ein paar Kilos weniger, es sitzt alles nicht mehr so gut, aber trotzdem war ich erschrocken über mein eigenes klares „Nein, ich will hier raus. Ich fühle mich nicht wohl“. Dieses Gefühl sollte sich an diesem Abend nochmal zeigen.

Es funktionierte einfach nicht.

Als wäre das eine Frage des Schicksals. Nein, irgendwie… Twin wirkte auf mich unsicher an diesem Abend. Bereits kurz nach der Ankunft hatte ich das Gefühl, dass es an diesem Abend schwierig wird. Ich versuchte es einmal, sprach sie darauf an, aber war dann selber zu unsicher.

Was mich unsicher werden ließ, war meine Stellung in dieser ganzen Geschichte. Wie im Zirkel damals zog ich mich automatisch zurück, wartete, bis Twin und ihr Partner sich ihre gemeinsame Zeit nahmen. Aber das passierte nicht. Und ich wartete. Und zögerte. Und da war wieder, das Gefühl: ich will das so nicht, ich will hier raus. Es dauerte, bis ich mich der Situation entzog, ich ließ mir leider zu viel Zeit, hätte früher schon irgendwas tun sollen, bevor die Frustration mich überrollte.

Und frage mich jetzt, was passiert wäre, wenn ich sie an die Hand genommen hätte, sie aus ihren Gedanken und Gefühle in bekannte, sichere Gefilde gezogen hätte. Eine Fesslung, die sie kennt, mit der sie sicher arbeiten kann, Spielzeug, mit dem sie sich sicher fühlt, das geliebte Brettchen. Aber ich war zu feige, zu unsicher, zu gefangen in meinem Frust wieder zu warten und eben… Nummer zwei. Und danach erst ich. Das war dumm. Ich werde daraus lernen, das nächste mal vielleicht einfach fragen.

Gleichzeitig habe ich mein Profil in den Communities geändert, von „Ich bin glücklich vergeben“ zu „Ich suche jemanden für mich“. Ich habe kein Problem damit, nicht die einzige zu sein, aber auf einer solchen Veranstaltung will ich einen Partner an meiner Seite, eine Schulter, an die ich mich lehnen darf ohne Fragen und Zögern und Unsicherheit. Das bin ich mir schuldig. Die Zeit des Wartens hat einfach lang genug gedauert.

Und das alte Kleid… mal gucken. Wir sind Schneiderinnen, wir haben Möglichkeiten. Oder es fliegt einfach raus.

3 Gedanken zu „Die innere Dienstkleidung – Eine stille GEP“

  1. Oh es ist schwierig für. Das Alte ist Bestandteil von dir und doch abegelegt, wie das kleine Schwarze. Arbeite es um und du wirst dich glücklich darin vorkommen. Es ist mit dem Kleid wie mit dir selbst. Bildlich gesprochen würde ich sagen die Raupe verläßt den Kokon und wird ein Schmetterling. ..und wie der aussieht, wird die Zukunft dir ubd hoffentlich aus uns zeigen.

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