Shibari unterwegs: ein Workshop bei Nawasabi

Es dauerte nicht lang, da tauchte nach der Passion das Workshop-Angebot von Nawasabi für die ersten Monate 2019 im Joyclub auf. Darunter befand sich auch ein Kurs mit dem Thema Newaza – Gefühlvolles Floorwork. Twin und ich zögerten nicht lange und meldeten uns an.

Am Freitag vor einer Woche ging es dann mit dem Zug nach Speyer. Dort hat Nawasabi einen kleinen, aber feinen Dojo in einem erschreckend idyllischem Industriegebiet (Speyer ist überhaupt wunderschön!). Dort trafen wir uns am Samstag mit Nawasabi, seinem Model A. und drei anderen Paaren.

Wir waren nervös. Das war unser erster Workshop überhaupt, im Gegensatz zu den anderen Paaren waren wir noch nicht gemeinsam bei Nawasabi. Es begann mit „Macht euch mal einen Hängepunkt“ und der ganze Suspension-Kram lag natürlich zuhause. Ok. Erstmal durchatmen, dann mit einigen Karabinern improvisieren. Und erstmal ankommen.

Der Dojo ist wirklich klein, aber ich fand ihn für diesen Workshop perfekt. Man reduziert sich so auf den notwendigen Raum, konzentriert sich auf sich. Durch die stabilen Balken an der Decke war der Hängepunkt sehr schnell gebastelt und konnte erstmal aus dem Weg geschoben werden.

Technisch arbeiteten wir mit einer Handschelle nach Yukimura, dem Beast Tie (hierfür war der Hängepunkt, das Bunny lag auf dem Rücken, Arme und Beine wurden hochgezogen) und dem Hochzeitsshibari. Schritt für Schritt arbeiteten wir uns ein, sahen erst zu, wiederholten unter Beobachtung und bekamen Tipps. Es ging um Emotionen, den stabilen Sitz des Riggers und „Der Knoten muss nicht perfekt sein, solange du die Gefühle rüberbringst!“

Danach waren wir wirklich fertig, Riggerin wie Bunny. Anstrengend waren nicht nur die Handgriffe, die mehrmals wiederholt wurden, es waren vor allem die emotional sehr intensiven Momente, in die man beim Fesseln wieder und wieder eintauchte.

Nach dem Workshop unterhielten wir uns noch mit Nawasabi und seinem Model A. über unterschiedliche Themen, machten noch ein Erinnerungsfoto und wurden noch bei einem wirklich guten Lokal in Speyer ausgesetzt. Nach dem Essen gingen wir noch einkaufen und fielen müde und zufrieden ins Bett.

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