Ein HÜ ohne Flügel – (Nicht ganz) Alleine unter Männern

Ich hatte mir schon vor einer Woche überlegt, dass ich mir für den ersten Abend ohne Twin (sie ist für einige Monate gen Norden gezogen) eine Beschäftigung suche. Vor einigen Wochen wurde mir eine bestimmte Swinger-Partyreihe empfohlen, zu der es an diesem Freitag eine Party gab. So suchte ich mir ein Zimmer in der Nähe des Clubs und machte mich gestern auf nach Marl, zur Aktiv-Swinger-HÜ-Party im Faro 8.

Ich trudelte sehr pünktlich um 19:30 Uhr ein und hatte so die Möglichkeit, mich erstmal in Ruhe umzusehen und die eintrudelnde Menge zu beobachten.

Die Location: Hammer. Ein großer, ebenerdiger Club, einige große Zimmer und mit der Gotischen Halle mehrere große Spielfächen nebeneinander, getrennt durch Vorhänge, und ein toller, toller, TOLLER BDSM-Bereich (more Partys incoming). Mir war im großen, einladend eingerichteten Barbereich die Musik zu laut, das war das einzige Manko. Ok, und der winzige Essbereich, aber man kann sein Essen auch mit vor die Tür nehmen und sich im Freien einen Sitzplatz suchen.

Das Publikum: Laut Anmeldung irgendwo um die 240 Leute. Alles von 18 bis 70, von ganz schlank und zart bis muskelbepackt, rund, eckig, süß, beeindruckend, unaufällig bis „Meine Schuhe blinken in 5 Farben, während mich jemand auf der Couch vor der Bar vögelt.“ Nicht alles war mein Fall, logisch, mir suchten manche einfach zu viel Aufmerksamkeit, ich guckte mich dann eher im BDSM-Bereich um und landete im Laufe des Abends in einem „kleineren“ Raum (5-6 Matratzen groß). Aber die ganz großen Spielwiesen und der Platz vor der Bar waren nicht mein Fall.

Ich fand sehr schnell Gesprächspartner. Ein älteres Paar, das in seiner Freizeit gerne durch die Clubs der Republik tourte. Wir beobachteten gemeinsam die Meute und stellten fest, dass das mit dem Herrenüberschuss auf den ersten Blick schwierig war, einzelne Männer gab es wenige. In erster Linie waren Pärchen unterwegs. Dennoch dürften die meisten Besucher ihren Spaß gehabt haben, denn aktiv waren wirklich sehr, sehr viele.

Während meiner Unterhaltung mit dem Pärchen hatte sich ein Mann neben mich gesetzt, wir kamen ins Gespräch. Als ich in den BDSM-Bereich gucken ging, begleitete er mich und wollte einiges zu dem Thema wissen. Also erklärte und erzählte ich, erläuterte an einem spielenden Pärchen was da genau passiert, welche Werkzeuge zum Einsatz kommen, und konnte gleichzeitig auf der Spielwiese gegenüber beobachten, wie so ein Orgien-Abend abläuft. Eine Schlange von Männern wartete vor den Spielwiesen, bis ein Platz frei wurde. Dann vögeln/blasen/was auch immer, danach verzog Mann sich zum Duschen und der nächste rückte nach. Hm. Irgendwie. Hm. Ich hatte mir das irgendwie… gemeinschaftlicher vorgestellt. Weniger Massenabfertigung. Das hatte mehr von Benutzung, nur ohne BDSM-Kontext. Und ich merkte, dass das an diesem Abend nicht mein Thema war und so überlegte ich gegen halb zehn/zehn, ob ich nicht gehen sollte.

Aber der Mann neben mir überzeugte mich davon, doch mal in die beiden vorderen, kleineren Räume zu gucken. Sie waren beide leer, die große Menge tobte sich weiter hinten im Club aus. Also… erste Berührungen, Küsse, ich liebe diesen Anfang, jedesmal. Fremde Hände, die erkunden, Halbdunkel, das Flüstern von Wünschen und Begierden. Ich spürte die Erregung in mir aufsteigen, das Flimmern und Knistern in unseren Küssen. Kaum gingen wir den Meter zu den Matratzen sammelten sich die ersten Zuschauer in der Tür. Ich ließ meine Kleidung erstmal an, als ich ihn bat, sich seiner Shorts zu entledigen und ihn blies. Diese kleine Schutzschicht wollte ich für den Moment noch behalten und es funktionierte. Denn erst als ich meine Klamotten ausgezogen hatte, hatte ich fremde Hände am Körper.

Das war für mich in Ordnung, ich hatte damit gerechnet, konzentrierte mich einfach weiter auf meine Begleitung, genoss sogar die Aufmerksamkeit. Er leckte und fingerte mich, und das war sehr schön <3 Ich kann es mittlerweile einfach genießen und mich fallen lassen, auch wenn ich dabei nicht komme. Und so versanken wir, ich schloss die Augen und genoss. Als ich sie wieder öffnete waren da Menschen. Neben mir ein junger Mann, der seinen Schwanz wichste, ich bat ihn weiter nach oben zu rutschen und ließ in meinen Mund gleiten. Ein anderer griff mehrmals nach meiner Hand, die ich aber nach einem kurzen Kontakt mit seinem Schwanz, wegzog. Ich wollte nicht noch mehr Input. Als meine Begleitung mit dem jungen Mann die Position wechselte, nutze ich den Moment, um die Prioritäten zu klären, und so trug der junge Mann den Spitznamen „Priotität 2“. „Du da“ erwies sich einfach als schwierig.

Ich legte den Kopf in den Nacken, ließ meinen Begleiter meinen Mund ficken, während Prio 2 mich erst fingerte und dann fickte. Das war alles in Ordnung und schön, aber als er fertig war, und einfach der nächste seinen Platz einnehmen wollte, blockte ich das erstmal ab. Fingern ja, ficken nein, ich hatte den Mann ja noch nicht mal gesehen. Aber das mit den Fingern hatte er wirklich drauf. Meine Begleitung zog sich irgendwann ein Stück zurück, er brauchte eine Pause. Im Halbdunkel sah ich ihn nicht mehr, da waren sofort andere, die ich aber abblockte. Neben uns war auch Aktivität, es war unübersichtlich und für einige Minuten fühlte ich mich sehr ausgeliefert, auch wenn ich die Finger in mir sehr genoss. Aber er stand da, ok. Ich weiß nicht warum, ich kann mich auch selber wehren und nein sagen, aber da war eine Bezugsperson und ich wollte den Kontakt nicht verlieren. Ich ließ mich fallen, wand mich unter diesen Fingern, verlor ein wenig Flüssigkeit *hust* (wie ich es hassliebe, wenn Männer das draufhaben, ich mach das mittlerweile so gerne. Gleichzeitig ist es so ein krasser Kontrollverlust für mich, wenn ich spüre, wie sich dieser Druck sammelt und der ganze Körper versucht, dem Druck standzuhalten… ja, mag ich. Schwierig, anstrengend, mag ich sehr gerne.)

Nach seiner Pause spielte mein Begleiter noch ein wenig mit, aber er wollte sich seine Kräfte für den weiteren Verlauf des abends noch Aufsparen. Ich war allerdings schon ziemlich wund und voller Eindrücke, irgendwo zwischen begeistert von all den guten Gefühlen und genervt von dieser Selbstbedienungsmentalität ohne „Hallo“ und „Darf ich mitmachen?“ Vielleicht ist das einfach zu viel verlangt, ich weiß es nicht.

Daher aßen wir noch ein wenig, unterhielten uns, und gegen 23:30 stieg ich in ein Taxi und verschwand in die Nacht.

Ich schwanke jetzt noch. Der Großteil des Abends war wirklich schön, aber ich würde zu so einer Veranstaltung nicht nochmal ohne Begleitung gehen, die mich schon ein wenig kennt. Mich und meinen Hang zum „Maunz, nicht weggehen“ in Verbindung mit einer ausgestreckten Hand, während andere Männer ihren Spaß mit mir haben und mich zum Stöhnen bringen.

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