Ein Ausflug nach Hamburg – endlich wieder bei Twin

Ende August verschwand Twin für ein Praktikum nach Hamburg. Es war klar, dass wir uns gegenseitig besuchen würden in der Zeit und so warf ich nach meiner Zeit in Berlin einen Teil des Spielzeugs aus dem Koffer, einen anderen Teil rein (SeileSeileSeile) und setzte mich in den Zug nach Hamburg. Twin und ich wollten am Samstag ins Catonium.

Samstag abend machten wir uns mit den Öffentlichen auf den Weg. Stilecht für Hamburg regnete es natürlich. Vor Ort schälten wir uns aus den nassen Klamotten, rein in die Abendgaderobe. Ein Getränk in die Hand, erstmal die Meute angucken, dann die Location, erstmal ankommen. Es waren nur wenig junge Leute da, das Publikum war buntschwarz gemischt und sehr sympathisch. Vor allem der klassische D/s fiel mir auf, gut eingespielte Paare, aber auch einzelne Geister, die guckend durch die Gegend wuselten. Die Musik war irgendwo zwischen Klassik und Elektronik und mir einen Tick zu laut. Die Getränke waren im Eintritt nicht inbegriffen, aber die Preise sind moderat (5,50 Euro für ein Wasser und eine Cola). Dafür haben wir als Studenten tatsächlich Rabatt beim Eintritt bekommen =3

Wir zogen uns relativ schnell in einen Teil der Spielhalle zurück, breiteten uns bei einer Streckbank aus. Twin fixierte mich darauf mit einer Spirale am rechten Bein, links ein Futomomo dazu ein sehr penetrantes Taillenseil und Handfesseln über dem Kopf. Da wir diesmal noch Augenbinde und Knebel ergänzen wollten, gab es als Safeword den Schlüsselbund in die Hand. Wenn ich nicht mehr konnte, sollte ihn ihn schütteln für ein „Alles ok?“ und fallen lassen für ein klares „Stopp“. Den Knebel hatte ich nur locker im Mund, was mir auch lieber war. Der Kiefer verkrampfte sich dabei recht fix (Aua). Wir nutzten die Streckbank übrigens nicht in ihrem eigentlich Sinn, sondern nur als Liegefläche. Twin arbeitete sich fleißig durch das gegenüber auf einem Tisch sauber sortierte Sortiment an Schlagwerkzeugen, meine Brüste und Oberschenkel bedankten sich mit zartem Brennen und ich wimmerte für meine Verhältnisse relativ laut =D Wir hatten Spaß. Die blauen Flecken auf den Brüsten stammen aber wohl von den Schlägen mit der bloßen Hand.

Man verliert beim Spielen recht schnell das Zeitgefühl, aber ich glaube, wir haben sehr ausführlich gespielt. Ich kam an meine Grenze und auch Twin nahm das wahr. Sie band mich los, wir räumten auf und verschwanden kurz an das Buffet und die Bar, Energie nachtanken. Angekündigt war für diesen Abend nur ein Snack-Buffet, aber der Reis mit Hähnchen in Kokos-Sahne und das Tiramisu waren perfekt für diesen Moment und auch sehr lecker.

Wir suchten uns im ersten Stock eine Ecke und beobachteten das Treiben. Unten auf der Tanzfläche peitschte ein Mann Frauen mit verschiedenen Instrumenten aus, es knallte und sauste immer wieder sehr ordentlich. Neben uns fesselte ein Paar, er hängte sie in ein, zwei Suspensions. Wir warteten darauf, dass das Sofa vor uns frei wurde, auf dem ein Pärchen turtelte. Die Idee war, noch ein wenig gemütlich zu fesseln, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Als das Sofa frei wurde, waren wir aber leider zu müde, brachen nach wenigen Seilen den Versuch ab und packten uns lieber Richtung Gaderobe. Wir zogen uns um, wieder rein in die noch feuchten Klamotten (Brrrr) und ab in die Nacht, nach Hause mit einem Moia.

Ich sitze gerade in einem Flixtrain zurück nach NRW, während ich diesen Beitrag tippe. Ich bin erkältet und fühle mich nach den beiden Städtetouren ziemlich fertig, Mittwoch geht es aber direkt weiter. Vorher werde ich mich ausschlafen und dann hoffentlich in London auskurieren. Im Urlaub soll man sich ja eh nicht stressen =) Aber trotzdem bin ich sehr froh darüber, diese beiden Touren gemacht zu haben. Die Zeit mit dem Hasen war eine ganz neue Erfahrung, die Zeit mit Twin dagegen war wie endlich wieder nach Hause zu kommen <3 Wir haben so großen Spaß mit- und aneiander und man merkt uns deutlich an, wenn eine von uns beiden fehlt. Ich zähle die Tage, bis zu unserem nächsten Treffen Ende Oktober. Danke dir <3

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