Ein kühler Hauch

Ich mag Hotelzimmer. Sie erlauben uns Dates, wenn wir keinen eigenen privaten Raum zur Verfügung haben. Außerdem erlauben sie uns eine Art der Anonymität, die zumindest mir Hemmungen nehmen kann. Ich kann leichter abschalten, mich fallen lassen, wenn es mir egal sein kann, ob die fremden Menschen im Nachbarzimmer mich hören.

Für uns war es dieses Mal ein klimatisierter Raum der Entspannung. Draußen waren irgendwas über 30, bei uns waren es kühle 21 Grad. Draußen war der Trubel der Welt, bei uns war es ruhig und entspannt. Ich erwartete ihn bereits, hatte schon Zeit gehabt zum Duschen und Ankommen. Auch er sprang erst unter die Dusche, setzte sich dann zu mir auf das Bett. Ich hatte vorher Fotos gemacht, trug noch Unterwäsche und eine Netz-Straps-Strumpfhose.

Wir kennen uns schon länger, das ermöglicht mir auch Momente der Zärtlichkeit zu genießen. Bei Fremden habe ich noch eher das Bedürfnis gut genug sein zu müssen, da bleibt mir wenig Raum für Nähe. Meine Umstellung auf nicht hormonelle Verhütungsmittel tut da ihr übriges, ich fühlte mich sehr lange sehr unkuschelig. Jetzt suche ich häufiger von mir aus Nähe.

Und wir waren uns nah. Nackt auf dem Bett, Arm in Arm, erst nur meine Hand an seinem Schwanz, dann mein Mund. Es fällt mir immer schwer, diesem Schwanz zu widerstehen =) Ich griff zum Gleitgel und mein Zeigefinger glitt vorsichtig in seinen Anus hinein. Sein Stöhnen, sein Gesichtsausdruck! Perfekt, dieser Moment war einfach perfekt, voller Schönheit und Nähe. Ich grinste über das ganze Gesicht, während ich ihn stimulierte, die Prostata ertastete und sie massierte. Ich war so zufrieden in diesem Moment. Kaum hatte ich wieder meine Lippen an seinem Schwanz, griff er mir in den Nacken, zog mich tiefer über seinen Schwanz, nahm mir die Luft, bis ich mehrmals würgte. Wäre ich nicht schon längst erregt gewesen, ich wäre in diesem Moment vor Nässe explodiert. Tränen standen mir in dem Augen, Spuckefäden klebten an meinen Lippen, ich lachte glücklich.

Ich flitzte ins Bad, wusch mir kurz die Hände, dann streckte ich mich auf dem Bett aus, sein Kopf zwischen meinen Beinen, seine Finger in mir. Ich krallte mich in das Bettlaken, seufzte und stöhnte. Er fingerte, weitete und dehnte mich. Ich war so erregt, dass ich die Anzahl der Finger nicht spürte (es waren 4), ich wollte nur, dass er tiefer in mir war, mich ausfüllte. Ich wollte, dass er mich fickte.

Er zog ein Kondom über und drang in mich ein. Dieser erste Moment ist immer magisch. Es ist schön, in diesem Moment nicht zu weit gedehnt zu sein, ich mag es, wenn ich genau spüren kann, wie sich mein Körper um seinen Schwanz legt, wie ich meine Muskeln enger ziehen und ihn umschließen kann. Diesmal passte es perfekt, ich spürte die Härte, die Wärme in mir. Den Druck an genau der richtigen Stelle, gegen den Muttermund. Es tut weh, ja, aber es ist ein sehr schöner Schmerz. Jedes Zustoßen nimmt mir für einen Moment den Atem, doch ich möchte immer mehr, drücke mich tiefer. Sex ist für mich der perfekte Lustschmerz.

Er griff erst zum Vibrator, stimulierte mich damit. Dann zum Handy, machte Fotos, wirklich schöne Fotos von mir und von uns. Dann der Griff zum Gleitmittel, er drang vorsichtig mit den Fingern in meinen Anus ein. Ich entspannte mich, genoss dieses Gefühl. Dann gingen wir weiter. Er war vorsichtig, schob seinen Schwanz langsam tiefer, drückte dabei den Vibrator auf meine Klitoris. Es fühlte sich toll an und tat weh, sehr, doch ich wollte nicht aufhören. Hoffte, das mein Körper sich noch ein wenig entspannte und wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Und dann fickte er meinen Arsch. Ein seltenes, aber sehr schönes Gefühl. Ich spüre dabei so viel mehr, bin gleichzeitig damit beschäftigt mich bewusst zu entspannen. Analsex fordert meinen Kopf ungemein. Genau deswegen mag ich ihn, dieses Paradox aus Loslassen und sich darauf konzentrieren beschäftigt den Kopf, da ist in diesem Moment absolut kein Raum für irgendwas anderes. Ich fühle mich ausgeliefert in dieser Situation. Ich halte aus, lustvoll und gerne. Er kam nach wenigen Stößen, laut und, ich glaube, sehr heftig. Er drückte mir den Vibrator in die Hand und verschwand kurz ins Bad. Ich hielt nur wenige Sekunden aus, dann legte ich ihn zur Seite, überempfindlich, aber vollkommen zufrieden.

Er legte sich wieder zu mir. Wir redeten noch ein wenig, genossen die Nähe und das gerade erlebte. Dann zogen wir uns an und verließen diese kühle, stille Blase wieder, erst er, dann ich, und verabschiedeten uns bis zum nächsten Date.

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