Retrospektive VI: hurerei

Aus dem Jahr 2006, ich war 19, damals in einem meiner Blogs veröffentlicht, geschrieben für meinen damaligen Freund.

 

Die ersten Ideen in diese Richtung =)


hurerei

in meinen träumen verschenkst du mich.

verschenkst du mich an andere männer
vielleicht freunde, vielleicht fremde
die mich benutzen, beglücken
unter deinen augen.
ich diene ihnen auf deinen befehl hin
diene ohne widerspruch, ohne zögern.
der rohrstock erinnert mich an die pflicht
meine pflicht
deinen befehl.
die striemen an den moment
indem ich stockte als ich den befehl vernahm.
deine augen überwachen mich
meine bewegungen
mein zungenspiel
meine arbeit.
sein stöhnen lässt dich aufhorchen
sein kuss auf meine lippen
lockt deinen blick zu mir
zu meinen augen.
zufrieden dein lächeln
gemäßigt der schlag
wohlwollend der stoß
der mich dich empfangen lässt.

lass mich schlafen

Retrospektive V: diamant

Aus dem Jahr 2006, ich war 19, damals in einem meiner Blogs veröffentlicht, geschrieben für meinen Herrn.

diamant

bahnsteig drei, sagte er mir und wie versprochen warte ich ihn hier auf ihn. meine zähne klappern leise. mit nicht mehr als einem spitzen-bh und einem leichten slip am körper, darüber einen dünnen mantel, friere ich in den spätsommerlichen temperaturen. ich bin früh dran, wie immer. die vorfreude war einfach zu groß, als das ich hätte warten können. so stehe ich hier nun am verlassenen ende des bahnsteigs, außerhalb der lichtkegel der laternen. ich springe vorsichtig auf und ab, versuche mich durch die bewegung zu beruhigen, als ein erstes leises, dann zusehends lauter werdendes quietschen meine vorfreude wachsen lässt. laut ratternd fährt der zug in den bahnhof ein. die türen öffnen sich und menschenmassen drängen sich aus dem zug. laut und unübersichtlich bevölkern sie den bahnsteig. endlich erhasche ich einen blick auf ihn. ganz in schwarz gekleidet sticht er aus dieser menge hervor. sein dunkler anzug steht ihm, er lässt ihn noch größer, seine schultern noch breiter wirken. endlich steht er nun vor mir. wie lange habe ich darauf gewartet. er hebt mein kinn mit seiner hand und drückt mir einen leisen kuss auf die stirn. ich spüre förmlich das leuchten in meinen augen, mein herz rast, laut höre ich das echo in meinen ohren. er öffnet die knöpfe meines mantels, lässt ihn nach hinten über meine schultern gleiten. der blick in seinen augen ist sanft, herzlich, liebevoll. seine finger fahren über meine schulter, die arme hinab.ich weiß, was er von mir erwartet. ich werde ihn nicht enttäuschen.

meine hände gleiten an seinen seiten hinab, als ich mich hinknie. ich greife nach oben, öffne seinen gürtel und die hose. seinen augen blicken in meine, verraten mir, wie sehr er auf diesen moment gewartet hatte, wie sehr er es genießt. durch seinen slip hindurch spüre ich, dass auch er eine gewisse vorfreude hegt. ich befreie sein bereits steifes glied. aufgerichtet steht es vor meinen augen, pulsiert leicht vor und zurück. ich genieße diesen anblick, spüre, wie sich zwischen meinen beinen bereits jetzt die feuchtigkeit sammelt. zaghaft berühren meine finger ihn, fühlen die hitze, die weichheit, die schauer, die durch seinen körper jagen. ich ziehe die vorhaut sanft zurück, küsse die glänzende eichel und beginne, kleine kreise mit meiner zunge zu ziehen. nach und nach umschließen meine lippen ihn, saugen, lutschen. eine hand umspielt seine hoden, streicheln und massiert sie leicht, die andere ruht auf der wurzel. meine finger umschließen sie und bewegen sich auf und ab den schaft entlang. kontinuierlich steigere ich dabei den druck, bis ich meine hand plötzlich wieder entspanne und ich von vorne beginne. ein leises stöhnen entgleitet ihm. seine erregung wird herr über ihn. ich spüre, wie es in seinem schwanz zuckt, ebenso in den hoden. ich streife den empfindlichen bereich zwischen hoden und anus, genieße den anblick seines zitterns, spüre die schauer in seinen adern. ich steigere mich, bewege mich schneller. umgreife ihn fester. sein atmen wird lauter, seine hand auf meinem hinterkopf drückt mich rhythmisch gegen seinen körper und plötzlich spannt er sich an, stöhnt auf und verspritzt seinen samen drei, viermal in meinen mund. ich lasse die flüssigkeit einen moment auf meiner zunge ruhen, nehme ihren geschmack auf, bevor ich sie schließlich runterschlucke. dann säubere ich ihn mit meiner zunge, ziehe seinen slip vorsichtig wieder nach oben, schließe hose und gürtel. noch immer knie ich vor ihm, meine augen auf seine gerichtet. er lächelt und treibt damit meine glücksgefühle auf die spitze. sein lächeln ist mein ziel. er reicht mir die hand, lässt mich aufstehen, und küsst mich so leidenschaftlich wie er es noch nie getan hat. dann hebt er meinen mantel auf, legt ihn mir über die schultern, nimmt meine hand und zieht mich fort. fort von den menschen, die uns neugierig hinterherblicken.

Retrospektive IV: satyr und nymphe

Aus dem Jahr 2005 oder 2006, ich war 18 oder 19, damals in einem meiner Blogs veröffentlicht.


satyr und nymphe ~

so war es immer
wenn mir etwas gefällt
will ich mehr
zügellos
über grenzen hinweg
verlange ich danach
nehme es mir
reiße es an mich
kralle mich fest
nehme ihn
besitze ihn
verführe ihn
umschließe ihn
lasse ihn nicht entkommen
in mir
auf mir
hinter mir
öffne mich
bitte ihn herein
und halte ihn fest
küsse ihn
ficke ihn
ficke ihn
ficke

„it’s like each time I climax you take a piece of my soul“

Retrospektive III: hunger

Aus dem Jahr 2005 oder 2006, ich war 18 noch 19, damals in einem meiner Blogs veröffentlicht.


hunger

ah, endlich, ich höre seine schritte auf der treppe. heute hat er ein wenig verspätung, wahrscheinlich war die s-bahn mal wieder spät dran. er sucht seinen schlüssel, das klimpern verrät ihn, er hat ihn, steckt ihn ins schloss, schließt auf, macht langsam die tür auf…

„hallo, mein geliebter! das essen steht gleich auf dem tisch!“ rufe ich aus der küche heraus.„hi süße. lass die zeit ich wollt noch kurz telefonieren.“

ok, dann lass ich mir zeit.

zehn minuten später ist der tisch fertig gedeckt, das essen zwar noch
in den töpfen, aber längst fertig. hinter der geschlossenen tür höre
ich ihn immer noch reden. männer. und über uns beschweren sie sich.
ich gehe zu ihm, höre einen moment zu, und verstehe, warum das gespräch so lange dauert. david, mit ihm redet er selten, dann aber ausdauernd. entspannt sitzt er in seinem lieblingssessel und plaudert.
ein grinsen macht sich auf meinem gesicht breit. na warte.

langsam, damit der boden nicht zu sehr knarzt, gehe ich rüber ins schlafzimmer,
fische die handschellen und das gleitgel aus meiner goodyschublade und gehe wieder auf langsamen sohlen zurück. er telefoniert immer noch. was für ein wunder.
das gleitgel stelle ich neben den sessel, die handschellen behalte ich gleich in der hand. mit tanzenden fingerspitzen streichel ich über seinen hals, den nacken. er dreht den kopf zu mir, blickt mich teils erschreckt, teils genervt an. seine lippen bilden ein stummes „ich will
telefonieren. lass das.“ ratsch. die handschelle baumelt an der hand, die das telefon hält. erstaunt greift er mit der anderen danach,
blickt mich wütend an. ich greife mir die andere hand, ziehe sie noch ein stück näher. ratsch. gotcha! ich gehe um den sessel herum, knie mich davor hin. stumm und wütend sieht er mir zu. leise flüstert er mir zu, was ich zur hölle da eigentlch tue. meine augen auf seine gerichtet greifen meine hände nach seinem gürtel, öffnen ihn, ziehen ihn aus der jeans. sein blick wird leicht panisch. wieder stumme worte: „nein, verdammt, lass das jetzt. bitte nicht.“ die knöpfe der jeans werden einen nach dem anderen geöffnet. seine linke hand zerrt an der handschelle, doch er kann schlecht das telefon vom ohr wegnehmen. stumm droht er, das gespräch zu beenden. meine zähne in seinem oberschenkel deuten das gegenteil an. „mach bloß weiter, sonst nimmst du mir den ganzen spaß.“ langsam ziehe ich die jeans ein stück herunter. er ist so freundlich mir zu helfen, fürchtet wohl weitere beißattacken. langsam und ordentlich lege ich die jeans zusammen. david kann ewig reden. da muss ich mir keine gedanken machen. ein blick auf seine shorts lässt mich lächeln. neben dieser angeblichen wut erregt ihn mein spiel. gut so. langsam streichle ich über seine erregung, die schwellung. sein atem wird für den moment lauter, schärfer, wie ein kleines zischen. wieder die panik in seinem blick. ein flüstern: „bitte. nicht. das ist gemein.“ ich ziehe langsam die shorts nach unten. nach einem kleinen zwicken hilft er mir, hebt seinen hintern hoch, sodass ich sie ihm ganz abstreifen kann. ein sehr schöner anblick. direkt vor meinem gesicht pulsiert sein steifer schwanz, wartend, ungeduldig. er schüttelt immer noch den kopf. dass männer sich nie entscheiden können… ich glaube mal seiner unteren körperhälfte.

ich greife nach dem gleitgel, verteile davon etwas auf meinen händen, wärme es so an. ah, er erzählt wieder was, auch wenn es lange nicht mehr so entspannt klingt wie zu beginn des gesprächs. das letzte wochenende. ja. sehr schön. war toll. bla bla. ich greife zwischen seine beine, berühre mit meinen warmen, glitschigen fingern seine schwellung. sein augenblickliches schweigen, sein zucken verrät mir seine erregung. meine finger gleiten über den schaft, ziehen die vorhaut zurück, bieten mir die kräftigrote eichel an. ich beuge mich vor, gleite mit meiner zunge darüber, kitzel ihn, spiele mit ihm. für einen moment stülpe ich meine lippen darüber, sauge, lecke im mund weiter, genieße das gefühl. ich nehme den kopf zurück, blicke ihn an. seine augen sind geschlossen, das gesicht verzerrt. krampfhaft versucht er, die erregung aus seinem geist zu verbannen, ruhig zu reden, den atem zu kontrollieren. meine finger gleiten den schaft auf und ab, üben druck aus. ich spüre, dass mehr und mehr blut sich dort staut, wie es unter meinen fingerspitzen fließt und pulsiert. zaghaft streiche ich über den hodensack, einen seiner schwachpunkte. böse funkelt er mich an, noch immer bemüht zuzuhören, seine konzentration auf das telefongespräch gerichtet. ich kriege ihn schon. schneller und mit mehr druck spiele ich an ihm, lasse meine finger gleiten, auf und ab, auf und ab. das gleitgel erleichtert mir dabei die arbeit, auch wenn es glibschige geräusche produziert. doch die wirkung ist um einiges besser. eine hand unter dem hodensack, die andere am schaft spüre ich, dass ich dem höhepunkt immer näherkomme. ich werde aber nicht langsamer wie sonst, er sorgt durch seine konzentrationsübung namens david schon selbst dafür, dass es zu einer kleinen folter wird. ich blicke ihm ins gesicht, während ich schneller werde. sein blick flackert, er kann nur noch ein „ja“ von sich geben. gut, dass sein freund gerne redet. oh, anscheinend hat er doch etwas gemerkt: “ nein…mir gehts gut…ich bin nur…etwas…fertig. der tag war lang…david. aber erzähl…nur weiter.“

ich bin dazu übergegangen, seine hodensack nicht mehr nur zu streicheln, ich massiere ihn nun leicht. die finger am schaft bewegen sich noch immer gleich, pressen die lust nahezu aus ihm heraus. ich spüre deutlich seine anspannung, den versuch, sich zurückzuhalten. wieder lecke ich über seine eichel, dringe mit der zungenspitze in diese kleine falte dort ein. er schließt die augen, legt den kopf mit dem hörer am ohr nach hinten. endlich entspannt er sich etwas. meine lippen gleiten über seinen innenschenkel, ich kitzel ihn leicht mit der zunge. als ich am knie angekommen bin, treibe ich meine finger ein letztes mal zur höchstform an. schnell gleiten sie über seinen schaft, von der wurzel bis knapp unter die eichel, pressen, ziehen an ihm, fordern seinen saft. ein, zwei momente später ergibt er sich. mit einem leichten seufzen ergießt er sich kraftvoll auf unser parkett, im rhythmus meiner finger fließt der zweite und dritte stoß über meine finger ehe er versiegt. noch immer sind die augen geschlossen, der kopf hinten. ich bewege meine hände noch weiter, presse auch die letzten weißen tropfen aus ihm heraus. danach gönne ich ihm einen moment ruhe.

ich stehe auf, küsse ihn auf die lippen, ehe ich an ihm vorüber ins bad gehe. nachdem ich das wasser im waschbecken wieder abdrehe, höreich seine wieder kräftigere stimme, die david langsam auf das ende des gesprächs hinweist. ich schleiche wieder richtung schlafzimmer, hole den kleinen schlüssel aus der hintersten ecke der schublade und gehe zurück. in dem moment, in dem sich die handschellen mit einem „klick“ öffnen, legt er auf. stumm sieht er mich an. ich nehme die taschentücher vom tisch, und wische langsam die flüssigkeit vom parkett auf, reiche ihm auch eines, um sich zu reinigen. er tupft sich erstmal den schweiß von der stirn. noch immer sagt er kein wort. aber er lächelt. dann er zieht mich zu sich, drückt mir seine lippen auf den mund, erkämpft sich mit seiner zunge eintritt in meinen. minuten, stunden scheinen zu vergehen während dieser intensiven berührung. danach steht er auf, gibt mir einen klaps auf den hintern, flüstert ein „miststück“ und folgt mir richtung küche.

Retrospektive II: Das Grün der Wiesen

Entstanden im selben Zeitraum wie Privat I. Jung, verliebt, wirklich, wirklich verliebt

<3


Das Grün der Wiesen

„Wunderbar! Guck dir mal den Bach da unten an! Hier ist
es wirklich schön!“
„War eine gute Idee hier rauszufahren, oder?“
Hier sollten wir also unser Wochenende verbringen, in
einem kleinen Ort im grünen Nirgendwo. Es war nicht
schwer die Erlaubnis unserer Eltern zu bekommen, denn
nach den vielen Prüfungen gönnten sie uns ein
Entspannungswochenende. Von dem eigentlichen Grund
hierher zu kommen wussten sie allerdings nichts, den
sollten sie erst viel später erfahren. Woher sollten
unsere lieben Erzeuger denn auch wissen, dass wir in
diesen Tagen unser Einjähriges feiern? Ein Jahr voll
Liebe, Glück und Wärme, doch leider nur leise am Telefon gehaucht, in kleinen Briefen bestätigt und bei Treffen heimlich erneuert. In dem kleinen, spießigen Ort, dem unsere Kindheit gehörte, wollen wir uns nicht outen. Zuviel wäre in Gefahr geraten.
Doch dies alles verdrängte ich nun oder versuchte es
zumindest. Wir nahmen unsere beiden Taschen und gingen zur Anmeldung.
„Guten Tag die Damen, kann ich ihnen helfen?“
Der ältere Herr hinter der Theke lächelte uns freundlich an.
„Ja, wir hatten ein Zimmer reserviert, auf den Namen
Steiner“
Dass du mir in dem Moment zu zwinkertest
verstand ich nicht. Noch nicht.
„Hm, ein Moment bitte“
Er ging mit seinem Fingern die
Liste durch, fand anscheinend unsere Reservierung,
zögerte kurz.
„Ah, ja, da haben wir sie ja, Zimmer 18.
Allerdings ist das ein Doppelbettzimmer. Da muss ein
Fehler in der Reservierung vorliegen. Das haben wir
gleich…!“
Von wegen Fehler! Ich grinste verlegen.
„Ach Gott, machen sie sich keine Umstände. Wir sind wie Schwestern, eine Nacht in einem Doppelbett wird uns schon nicht umbringen.“ Im Gegenteil!
„Nun ja, dann nehmen sie das Zimmer!“ Nichtsahnend fiel
der Mann auf den angeblichen Reservierungsfehler herein und gab uns den Schlüssel, mit dem kalten und schweren Kugelanhänger mit einer roten 18 darauf.
„Das Zimmer liegt im ersten Stock, ganz hinten rechts. Abendessen gibt es um 20 Uhr.“
„Dann bis heute Abend!“
Wir gingen die Treppe hinauf, das Gepäck geschultert, zu unserem Zimmer.
„Jaja, Doppelbett! Du hast Ideen!“
„Wir haben doch was vor, oder etwa nicht? Außerdem soll es heute Abend einfach mal schön sein, damit du deine Sorgen vergisst. Da bist so nachdenklich in der letzten Zeit.“
Das stimmte, ich hatte immer Angst, dass man das enge
Band zwischen uns entdeckte und zerstörte.
Wir hatten das Zimmer erreicht. Es war gemütlich und
geschmackvoll eingerichtet. Wir stellten die Taschen ab und sahen uns um. Neben dem hellen, vom warmen
Sonnenlicht durchfluteten Raum gab es ein Badezimmer mit großer Badewanne, was sehr selten war in so kleinen Hotels. Ich ging zurück in den eigentlichen Raum und sah, dass du eine Flasche Sekt in der Hand hattest.
„Für heute Abend…!“
Als ich den Balkon betrat kamst du hinterher.
„Sieh dir mal die Aussicht an!“
Vor uns erstreckte sich ein weites Tal, in dem überall
kleine Dörfer zwischen den Wäldern und Feldern zu sehen waren. Die Wiesen dazwischen leuchteten in der Sonne in allen Grüntönen, mal blassgrün, dann wieder kräftig und satt. Mir schien es, als würde diese Farbe der Hoffnung eine Wärme ausstrahlen, die sich tief in mein Herz grub.
Ein plötzlicher Windstoß trug den angenehmen Duft des
Grases zu mir. Ich spürte den Hauch am ganzen Körper und bekam eine Gänsehaut. Er fühlte sich wie deine Hand an, die über meine Brüste, meinen Bauch, meine Beine fuhr. Ich drehte mich ruckartig zu dir um, umarmte dich und gab dir einen vielleicht zu heftigen Kuss. Du warst total perplex, denn auch dich hatte diese wundervolle Farbe der Umgebung ergriffen. Als ich deine Hände auf meinen Rücken spürte, wie sie mich an dich drückten und du den Kuss zärtlich erwiedertest fühlte ich mich unwahrscheinlich geborgen und deine Wärme nahm von mir Besitz.
Ich liebte dieses Gefühl, wenn unsere Zungen miteinander spielten, sich umwarben. Es erinnerte mich immer an einen Tanz, der jedoch kunstvoller und sinnlicher war als jeder andere. Dieser Moment, in dem unsere warmen, feuchten Zungen aufeinander trafen, war für mich intimer als jeder andere Akt der Vereinigung.
Irgendwann lösten sich unsere Münder voneinander, doch ich hielt mich noch einen Moment an dir fest. Dieses Gefühl, deinen warmen Körper an den meinen gepresst, wollte ich ewig in mir bewahren. Nachdem ich dich losgelassen hatte, blicktest du mir tief in die Augen. Deine waren von einer solchen Schönheit, wie ich sie nicht beschreiben kann. Man konnte sich in ihnen verlieren, finden, neu entdecken. Du gabst mir einen Kuss auf die Stirn.
„Komm, wir sehen uns die Gegend ein wenig an. Wir müssen zumindest ein paar Fotos mit nach Hause bringen.“
Also nahmen wir den Fotoapparat und wanderten durch den nahen Wald. Bäume, Vögel, ein Bach, seltsam geformte Steine, die Aussicht. Wir machten die üblichen Fotos. Der Waldweg war dunkel und einsam, daher gingen wir Hand in Hand, wie zwei kleine Mädchen, die sich fürchteten. Wir genossen jede Sekunde dieses unschuldigen Körperkontaktes und küssten uns von Zeit zu Zeit. Es war wunderbar ruhig. Der Wald war von einem dunklen Grünton erfüllt, den ich noch nie so kräftig wahrgenommen hatte. Der alles durchdringende erdige Geruch stieg uns beiden in die Nase, während wir ein paar kleine Fische im Bach beobachteten. An den wenigen Stellen, an denen sich die Sonne einen Weg bis zum Erdboden bahnen konnte wuchsen helle, fast grellgrüne Pflanzen. Ich liebte diese Farbenvielfalt unserer Hoffnungsfarbe.
Langsam machten wir uns auf den Rückweg, denn wir wollten uns noch vor dem Abendessen umziehen.
Im Hotel suchten wir uns die Kleidungsstücke aus unseren Taschen raus
und zogen uns um. Ich verschwand, nur mit Unterwäsche am Körper, kurz ins Bad um mich zu waschen und zu schminken. Ich trocknete gerade mein Gesicht ab, als ich plötzlich deine Arme um meine Schultern spürte,
deine Lippen auf meinem Hals. Ich lehnte meinen Kopf zurück, schloss meine Augen und flüsterte:
„Da hast mich erschreckt! Warte ich wasche mich…“ Doch du legtest mir einen Finger auf den Mund. Dein Mund liebkoste meinen Hals, während dein Finger von meinem Mund weiter hinab über meine Brüste zu meinem Bauch glitt. Als er in meinen Slip hinein fuhr stockte mir kurz der Atem und du zogst den nun nassen Finger heraus.
„Hm, du weißt also, was dich später erwartet!“
Dein Lächeln war eindeutig.

In dem Saal, in dem gegessen wurde standen an die 30 Tische. Fast alle waren besetzt, doch der freundliche Herr vom Empfang hatte uns einen kleinen Tisch für zwei Personen in einer Ecke des Raumes freigehalten.
Die Atmosphäre in diesem Raum war entspannt, die Möbel passten wunderbar, das Licht war in Farbe und Helligkeit auf die Umgebung abgestimmt. Die Tischdecken waren weiß und sehr groß, daher hingen sie bis auf den Boden.
Dies veranlasste dich dazu deine Schuhe unter dem Tisch abzustreifen und mich vorsichtig und ungesehen unter dem Tisch zu streicheln. Ich spreizte meine Beine ein wenig und deine Füße zogen eine kribbelnde Spur über meinen Innenschenkel bis zu dem Punkt, an dem sie sich trafen. Ich spürte durch die dünne Hose genau, die heiße Spur deiner Berührungen. Während dessen hast du seelenruhig weitergegessen und dich nicht dadurch stören lassen, dass ich rot wurde. Das Knistern zwischen uns war deutlich zu spüren und wir machten, dass wir auf unser Zimmer kamen. Dort angekommen fielen wir regelrecht übereinander her. Noch während des langen, leidenschaftlichen Kusses versuchten wir uns gegenseitig die Kleider vom Leib zu reißen. Nachdem uns dies mit einigen Mühen gelungen war standen wir beide nackt im Zimmer. Wir standen nur da, sahen uns in die Augen und lächelten. Noch einmal küssten wir uns, vermischten sich unsere Säfte. Wir drückten uns ganz eng aneinander. Ich spürte deine wunderbar weichen Brüste an den meinen, dein samtener Bauch, der mit jeden Atemzug leicht gegen meinen drückte, deinen ebenfalls innen feuchten Schoß gegen meinen gepresst.
Der Kuss zog sich unendlich lang hin und unsere Finger erkundeten die uns wohlbekannten Körper. Jede deiner anregenden Rundungen wurde für mich zu einem Berg, den ich erklimmen wollte, jedes noch so kleine
Grübchen zu einem Tal, das ich erforschen wollte. Deine Hände streiften über meinen Rücken, die Wirbelsäule hinunter und an meinen empfindlichen Seiten wieder herauf. Schauer von Gänsehaut jagten über meinen Körper.
Nur langsam begaben wir uns zum Bett. Die weiche Matratze empfing uns warm und weich und zuerst verkrochen wir uns unter der Decke. Dies hielt uns natürlich nicht davon ab, uns gegenseitig zu berühren und zu liebkosen. Doch nach einer gewissen Zeit wurde uns warm und wir warfen die Decke aus dem Bett. Unsere Körper glühten vor Freude und Erwartung.
Meine Zunge glitt von deinem Mund hinab zu den schönen Brüsten. Ich spielte mit deinen Brustwarzen, streichelte und leckte sie. Als ich an ihnen sog und sie gleichzeitig mit der Zunge umspielte
wurden sie hart und richteten sich auf. Meine Finger hatten sich da schon weiter vorangetastet. Deine nasse Pforte wartete bereits auf meine Hand. Ich streichelte deine empfindsame Perle und als ich dazu sanft in dich eindrang und du stöhnen musstest wusste ich, dass du bereit warst.
Ich legte mich auf den Rücken und du nahmst Platz auf meinem Schoß. Deine Zunge füllte meinen Mund fast vollständig aus und deine Brüste streiften meine. Meine Brustwarzen hatten es deinen bereits gleichgetan
und reckten sich dir entgegen. Deine Hände jedoch wanderten in meinen erwartungsvollen Schoß. Ich spürte, wie deine Finger sanft in mich eindrangen. Auch mein Spalt war bereits weit geöffnet. Du verändertest deine Position erneut: du drehtest dich so herum, dass sich deine Vagina direkt über meinem Gesicht befand und du meine mit deinem Mund
liebkosen konntest. Wir liebten diese Position, da sie uns beide eine unvorstellbare Befriedigung brachte.
Wir bewegten unsere Zungen und Finger im gleichen Rhythmus, immer tiefer in uns hinein. Mit jedem deiner Stöße wurde mir wärmer, das Kribbeln in mir stärker. Durch heftiges Zucken und leises Stöhnen trieben wir uns gegenseitig an, jagten von einer emotionalen Höhe zur nächsten. Wir klammerten uns aneinander fest. Deine Finger kitzelten mich ganz tief in mir, deine Zunge umspielte meine Klitoris, was mich fast in den Wahnsinn trieb. Es fiel mir schwer, mich auf meine Bewegungen in dir, auf deinen Höhepunkt zu konzentrieren, und doch schaffte ich es.
Dein Zucken wurde immer stärker und schneller, doch meine Finger trieben das Spiel nur noch heftiger. Ich spürte dein Verlangen nach mehr, ebenso wie du meines wahrnahmst. Auch mein Unterkörper reagierte auf jede deiner Bewegungen. Deine Finger schnellten aus mir heraus, nur um sofort wieder in mich einzudringen, deine Zunge leckte meine kleine Perle, den Knotenpunkt der Lust. Wir kamen fast gleichzeitig zum Höhepunkt. Es war ein wundervolles Gefühl, diesen Moment mit dir, meiner großen Liebe zu teilen. Unsere Körper hörten nicht mehr auf uns, drückten sich aneinander, zitterten. Ich streichelte meine Brüste und genoss diesen magischen Moment, in dem dieses wundervolle Kribbeln, dieses Gefühl des Schwebens, wieder zurückging und meine Sinne wieder in der Wirklichkeit ankamen.
Als ich meine Augen wieder öffnete, hattest du dich bereits umgedreht. Deine Lippen umschlossen meine, deine Zunge öffnete sie und suchte sich ihren Weg zu der meinen.
Wir lagen nur da, sahen uns an, streichelten uns, versanken in Küssen.

Als ich einige Stunden später neben dir einschlief, dachte ich nochmals an das hoffnungsvolle Leuchten der Wiesen, die sich gerade vom Mondlicht verzaubern ließen.