Sonntagsnotizen

  • Ein Kuss – und die Synapsen knallen. Was bleibt ist reines Schweigen <3
  • Es fehlt die Übung. Der Schalter legt sich noch nicht vollständig um, zu viel Kopf, zu wenig Genuss. Zwischendurch gab es in meinem Kopf einen „Möchtest du das hier wirklich Moment?“, aber die Antwort war ein deutliches „Ja!“.
  • Ich freue mich auf all das, was da noch kommen mag =) Es werden immer mehr Harmonien, je mehr wir uns unterhalten.
  • Diese Idee, sich zugänglich zu kleiden, lag mir bisher eher fern. Und ich hätte mehr anziehen können, aber das Kleid, ohne Slip und BH, reichte aus. Ich habe mich sehr wohlgefühlt neben Dir, habe die Tatsache genossen, so „ungeschützt“ und bloß zu sein. Da war eine Spannung im Raum, wie weit gehst Du, jetzt, in diesem Moment? Und dann, in dem danach.
  • Diese Kombination aus blauen Flecken und roten Spuren mit Deinem liebevollen, fürsorglichen Wesen finde ich perfekt 🙂 Ich bin zufrieden, fühle mich wohl und kann Dir auch genau das vermitteln. Das eröffnet Räume für eben nicht nur Zärtlichkeit. 

Romance and D/s

Die Angst vor meinen Gefühlen war groß. Ich habe einen Mann, und wir leben zwar getrennt, aber dennoch liebe ich ihn. Es gab aber Momente, in denen diese Liebe ins Hintertreffen geriet, immer dann, wenn es einen anderen, dominanten Mann gab. Das ist auch der Grund, warum ich mich lange zurückgehalten habe, selbst nach der Trennung: die Angst davor, die Gefühle für ihn zu verdrängen, zu verlieren. Mir ist klar, dass das unsinnig ist, aber auch mein Therapeut hat diese Gedanken nicht tilgen können.

Und jetzt ist Er da. Er. Mein Herr. Ich schwärme. Bin verknallt. Verliebe mich, durchaus. Aber dieses Gefühl ist anders als das für meinen Mann. Der Respekt, der dahinter steht, ist ein anderer. Und das fühlt sich gut an. Diese Gefühle verdrängen sich nicht, sie existieren nebeneinander. Es ist einfach nur mehr geworden.

Ich fühle mich sicher. Beschützt. Glücklich. Wirklich glücklich ❤

Und in mir herrscht endlich Ruhe. Das Bild vor meinem Augen: ein See, eine ruhige Wasseroberfläche, ohne Wellen, ohne Wind. Einfach Ruhe.

Himmlisch 🙂

Tiefe, wahrlich.

Seit Tagen versuche ich, Worte für das letzte Wochenende zu finden. Als mein Mann und auch Freunde mich gefragt haben, konnte ich nur “Wir haben geredet.“ antworten. Aber es war so viel mehr als das Austauschen von Worten.

Wir haben geredet, über Gott und die Welt, alles mögliche. Es ging um das Kennenlernen der Sie bei dieser Verabredung. Entscheidungen oder Zusagen wurden nicht erwartet, es ging erstmal nicht um den Vertrag oder Regeln, und so konnten wir uns ungezwungen unterhalten (nachdem meine Nervosität irgendwann verschwand).

Sonntag, nach einem gemeinsamen Frühstück, kamen wir dann zu den Themen. Es war mir sehr wichtig, ihre Meinung zu hören. Gerade als Dritte im Bunde muss ich mir sicher sein, dass sie das wirklich möchte, dass nicht nur ihm zuliebe Dinge zugelassen werden. Nur so konnte ich diese Sorge wirklich hinter mir lassen. Und diese Sorge war die letzte Hürde. Damit war es dann beschlossen.

Es fühlte sich an, als würden sich seit längerer Zeit… Bausteine meiner Seele verschieben und jetzt endlich einrasten. Kennt jemand den Türmechanismus in „13 Geister“? Das, nur ohne Geister. Und es ging um das Öffnen von Türen, nicht ums Verschließen.

Die letzte, tiefste, versteckteste Türe öffnete sich um 17:14 Uhr auf dem Heimweg, mit der Antwort auf diese Nachricht meinerseits:

„Es wird Momente geben, in denen du Gott für mich sein wirst. Superman. Tu mir nicht weh. Mach mich nicht kaputt. :*“

Und seit dem? Reden. In all diese Räume blicken, die jetzt offen stehen. Dinge dabei entdecken, die ich selbst noch nie mit Namen versehen hatte. Und da ist viel Raum, mal sehen, was wir alles finden =)

 

 

Gedankensammlung

Ich fand es schön, dass wir erstmal Mensch waren, auf der Couch rumhingen und über alles mögliche geredet haben.

Da war wirklich die so oft beschworene Augenhöhe. Die kannte ich so garnicht. Ich war immer Kind im Vergleich zu meinem Gegenüber.

Wir haben zwar ein Ziel vor Augen, aber es ist weit weg, für mich kaum fassbar. Aber es wurde deutlich, dass es um die Reise dorthin geht und ich jederzeit diesen Weg verlassen kann. Das gibt Sicherheit.

Ich hatte es noch nie mit einem so erfahrenen und feinfühligen Menschen zu tun. Und die Liebe zu seiner Königin ist atemberaubend. Dennoch hat man nicht das Gefühl, sich da hineinzudrängen (eines meiner Probleme, bei dem anderen Pärchen, man will einfach nicht stören). Ich freue mich einfach extrem darüber, zufriedene, glückliche Menschen zu kennen.

Ich bin sehr gespannt auf sie 🙂 Aber ich habe Angst, sie zu enttäuschen, abgelehnt zu werden. Die Nervosität vor diesem zweiten Treffen ist größer.

Ungeduld. Ich will loslegen! Mein inneres Kind fragt alle zehn Sekunden, ob wir schon da sind. Und ich drücke ihm ein Buch in die Hand und ermahne es.

Atari? Ist da wirklich irgendwo ein Atari?

Ich ziehe mich in eine Art Blase zurück. Bereite mich vor. Das ist immer der Moment, in dem ich mich um mich kümmere, wozu ich sonst nicht neige. Fingernägel werden nicht mehr abgenagt, Wunden dürfen heilen, ich achte auf genügend Schlaf, regelmäßiges, halbwegs gesundes Essen. Ich überlege, dafür ein Tagebuch abzulegen. Ich habe eben meinen ersten Termin überhaupt für eine professionelle Haarentfernung vereinbart. Wir haben über nichts in dieser Richtung gesprochen, es ist einfach meine Art, dieses Kapitel anzugehen, mir diese Ordnung zu verschreiben und zu gönnen. Das ist nicht für ihn, das ist für mich ❤ Aber er profitiert natürlich von einer selbstsicheren, sortieren Tara, die sich wohl fühlt.