Ein Abend im großen Kreis

„Ausziehen, Augenbinde dran, hinsetzen, ich bin gleich wieder da!“

Er drückte mir einen Kuss auf die Stirn, lächelte mich einen Moment an und verließ dann den Raum. Ein doch recht großes Hotelzimmer mit Doppelbett, hell, freundlich, es schien edler ausgestattet zu sein als die üblichen Zimmer in den üblichen Hotels. Das Bett stand zentral im Raum, von allen vier Seiten begehbar. Ich entkleidete mich und stapelte meine Kleidungsstücke in dem schmalen Schrank neben dem Bett. Den Temperaturregler drehte ich ein wenig nach oben, ich wollte nicht frieren nur mit Strümpfen, Halsband und Augenbinde bekleidet. Dann setzte ich mich auf das Bett, legte die Augenbinde an, die Hände auf die gespreizten Oberschenkel und wartete.

Es dauerte nur Augenblicke, bis ich die Tür aufgehen hörte. „Sitzt die Binde? Fühlst du dich wohl?“ – „Ja, mein Herr.“ – „Gut, dann wollen wir beginnen.“

Es folgten Schritte. Rascheln. Atmen. Gerüche. Es dauerte, bis es wieder still wurde. Dann sprach der Herr. „Außer uns befinden sich sechs Herren in diesem Raum und sie werden sich alle mit dir Vergnügen, dich auch küssen und berühren. Für jede Körperöffnung sind zwei Herren vorgesehen. Dir ist es nun gestattet, diese Herren deinen Körperöffnungen zuzuteilen. Dafür darfst du sie alle mit dem Mund und den Händen ertasten und versuchen.“

Stille. Ich war vermutlich die Sprachloseste von uns allen. Dann räusperte ich mich, und antwortete „Ich habe verstanden, mein Herr.“ – „Gut. Ich werde hier sein, die ganze Zeit. Du kennst dein Safeword. Na dann, meine Herren, die Regeln wurden erklärt. Sie dürfen anfangen!“

Wieder Rascheln, Reißverschlüsse surrten, Kleidung landete irgendwo, und plötzlich leckte jemand sanft über meine Lippen. „Öffne deinen Mund für mich!“ flüsterte es neben meinem Ohr. Ich erstarrte. Atmete. Öffnete meinen Mund. Und schmeckte den ersten Mann des Abends. Meine Hände und Lippen griffen vorsichtig nach ihm, ich leckte über die Eichel, glitt über den Schaft zu den Hoden, hörte seinen Atem. Ich wog und maß und entschied mich schließlich für den Mund. Dann zog sich dieser Mann zurück, und der nächste folgte. Und mit ihm, wie auf Kommando, waren Hände auf mir, auf meinem Rücken, an meinen Brüsten, es fiel mir schwer, mich so auf meine Entscheidung zu konzentrieren. Dieser war größer, ich bekam ihn nicht ganz in den Mund, und so entschied ich mich für die Vagina. Dort dürfte er sich großartig anfühlen! Und so arbeitete ich mich nach und nach durch diese Aufgabe, unterbrochen durch fordernde Küsse, durch Finger, die in meinen Mund glitten, ich war so froh, als diese Zuteilung endlich ein Ende fand. Ich war im Rausch, die Nerven kribbelten, es war unmöglich sich auf einzelne Eindrücke zu konzentrieren. Und so hörte ich den Mann vor mir erstmal nicht, als er mich anwies, mich mit allen vieren auf das Bett zu knien. Erst die Hand an meiner Wange, die mich beinahe zärtlich berührte, riss mich aus diesem inneren Zittern. „Knie dich hin. Ein wenig zurück, und dann auf alle Viere.“ Das Zittern war nicht nur innerlich, aber als sich der erste von hinten in meine Vagina schob war ich nur noch Lust. Und wie gut er sich anfühlte! Diese Wahl war sehr gut getroffen. Ich stöhnte, er drückte meinen Oberkörper auf das Bett, schob sich tiefer in meinen Unterleib und stieß immer weiter. Eine Hand an meinem Kinn zog mein Gesicht ein Stück nach oben, ich öffnete meine Lippen in freudiger Erwartung. Er schob sich vorsichtig in meinen Mund, ich saugte ihn noch schneller auf, umschloss ihn, forderte sein tiefes Stöhnen, mit dem er mich belohnte. Er wurde mutiger und griff zwischen den Stößen des anderen nach meinen Haaren, hielt meinen Kopf und stieß zu. Grandios, ich zerfloss zwischen diesen beiden Schwänzen, diesen Händen auf meinem Arsch, in meinen Haaren, zwischen diesen Männern, die mich nahmen. Nummer eins kam bald, laut stöhnend, und er kam in mir. Ich liebe dieses Gefühl, diese letzten Stöße, gewaltig, tief, einnehmend. Dann spürte ich den Griff nach dem Kondom, und seine Hand strich durch meine Nässe, berührte kurz meine Klitoris und ich bebte, ein Seufzen entfuhr mir trotz des anderen in meinem Mund. Der nächste hinter mir machte an genau dieser Stelle weiter. Er spielte mit meiner Lust, ließ mich zittern und beben und brachte mich mit wenigen Handgriffen an den Rand des Wahnsinns, als seine zweite Hand meine Nässe an meinem Arschloch verteilte. Vorsichtig drang er ein, weitete mich mit seinen Fingern, während die andere Hand mich weiter verwöhnte. Der Mann in meinem Mund genoss hörbar meine Lust und steigerte sein Tempo und kam kurz darauf. Ich schluckte seinen Saft, saugte ihn leer, ließ ihn erst aus meinem Mund, als er weich wurde. Dann legte ich den Kopf auf die Matratze und genoss das Spiel des anderen. Die Finger drangen weiter, zwei Finger, drei Finger, sein Daumen dabei in meiner nassen Fotze, ich presste mich wollüstig gegen ihn, verlangte, forderte mehr. Und dann drang er in mich ein, langsam, mit jedem Stoß tiefer, schneller, bis er mich schließlich fickte. Unsere Atemstöße waren synchron, ich hörte seine Geilheit im Gleichklang mit meiner. Da war kein Mädchen mehr, keine Frau, ich war Kreatur und wollte mehr. Mein Kopf wurde an den Haaren hochgezogen, ich öffnete meinen Mund und erwartete den Stoß. Und er kam, nicht weniger tief als auf der anderen Seite, nicht weniger fest, fickte jemand meinen Mund, meinen Hals. Ich röchelte, würgte, spuckte, schmeckte Magensaft und Brennen im Hals und wollte mehr. Eingeklemmt zwischen den beiden wurde ich gefickt, die Stöße synchron, fühlte ich mich aufgespießt und genoss diese Benutzung. Es dauerte nicht lange bis beide kamen, erst der in meinem Mund, der seinen in meinen Mund und über mein Gesicht verteilte. Dann der Mann hinter mir, tief in mir, stoßend, zuckend überkam es ihn. Er blieb in mir, bis er sich ein wenig beruhigt hatte und zog sich dann vorsichtig zurück. Ich konnte mich nicht mehr auf den Knien halten, mein Po sank auf das Bett, ich rollte mich vorsichtig auf die Seite. Ich war nassgeschwitzt. Jemand tupfte Schweiß und Sperma von meiner Stirn, meinen Wangen. Jemand küsste mich. Küsste meine Brüste. Knabberte an meinen Brustwarzen. Jemand schob sich über mich und drang in mich ein. Wieder eine gute Wahl. Ich zog die Beine an, genoss diese ruhigen Stöße, seine Hand an meiner Klitoris in kreisender Bewegung. Er ließ sich Zeit, ich konnte ihn genau erfühlen, mich ihm entgegendrücken, und schließlich war ich es, die ihn aufforderte. „Schneller bitte, bitte fick mich.“ Er kam meiner Bitte nach und stieß zu, durchbohrte mich. Die Hand an meiner Klitoris war wohl nicht seine, aber die passte sich dem Rhythmus an und ich wand mich bald unter diesem Mann. Die Muskeln im Unterleib schmerzten vor Anstrengung, aber ich umfing ihn damit so gut ich konnte, spürte tief in mir seine Härte und Lust. Wir wurden lauter, heftiger, glitten höher und höher in unserer Erregung und schließlich kam erst er, kurz darauf ich. Ich drückte den Rücken durch, entglitt ihm, entkam der Hand und schloss meine Beine. Die Nachwehen rollten durch meine Muskeln und ich stöhnte leise, zitterte, zuckte bei der Hand, die mir durchs Haar strich. „Gleich… noch nicht…“ konnte ich nur flüstern. Die Hand zog sich für ein paar Momente zurück. Nach und nach berührten mich weitere Hände. Ich zuckte erst noch, dann beruhigte ich mich unter ihrem Streicheln. Ein leiser Kuss öffnete meinen Mund, die Zunge spielte mit meiner und sofort flammte das Zucken wieder auf. Ich griff nach dem Küssenden, zog seinen Kopf an mich, küsste ihn stöhnend, tief, ließ diese Lust aufflackern. Und atmete danach einen Moment durch. Ich drückte mich nach oben, zurück auf alle Viere, reckte meinen Hintern nach oben. Einer fehlte noch und ging in Position, drang ohne langes Zögern in mich ein. Ich presste mich gegen ihn, stieß ihm entgegen um ihn tiefer zu spüren. Nach und nach griffen Hände nach meinen Brüsten, kniffen mich erst sanft, auf mein Stöhnen hin dann fester, in die Brustwarzen. Die Stöße wurden fester, sein Atem lauter, seine Hände kratzen über meinen Rücken, krallten sich in meine Seiten, als er mich fest an sich zog. Die letzten Stöße, tief hinein, dann kam er, laut stöhnend. Ein Streicheln über die Kratzer, er zog sich zurück.

Ich glitt auf die Matratze, legte mich auf die Seite und wartete darauf, dass sich mein Atem beruhigte. Während das Rascheln und Surren der Kleidung wieder einsetzte, wurde eine Decke über mich und ein Arm um mich gelegt. Ich kuschelte mich ein, hörte dem Treiben um mich herum zu.

„Ich wünsche euch noch einen guten Abend.“ Die Tür wurde geöffnet und es wurde still.

„Soll ich dir mal die Augenbinde abnehmen? Aber vorsicht, es ist hell.“ Ich hörte sein Lächeln in der Stimme und zog mir erstmal die Decke übers Gesicht, bis sich meine Augen an das Licht gewöhnt hatten. „Geht es dir gut?“ – „Ja, mein Herr.“ – „Was hälst du von Duschen und dann Essen im Bett? Ich kann uns kurz was besorgen.“ – „Das klingt fantastisch! Vielen Dank.“ Er lächelte, zufrieden und stolz. Und so stand ich kurz darauf unter der Dusche und wusch mir die Erregung, die Klebrigkeit vom Körper, nur mein Grinsen wollte nicht weichen.

 

Ein Augenblick

Hey du! Ja, du! Ich meine dich, mit den Augen aus Feuer und den Lippen aus Rosenblättern. Ich würde dich so gerne berühren, möchte spüren, ob diese Lippen so samtig sind wie sie aussehen. Und ich wette, du schmeckst nach Honig. Süß und dunkel. Wenn du deine Augen so aufschlägst, den Kopf gesenkt, den Blick nach oben, die Augen so groß und rund… Ein Blick, eine Bewegung, wie Honig, der sinnlich von einem Löffel tropft. Ich würde ihn dir so gerne von der Haut lecken. Von deinen Lippen, deinem Hals, deinen oh so weichen Brüsten. Ich wäre zärtlich zu ihnen, würde ganz sanft knabbern und deine Brustwarzen mit meiner Zunge aufwecken. Ich möchte deinem Atem lauschen, wenn ich an ihnen sauge, dabei mit meinen Händen zugreife in diese Rundungen! Dieses leichte Zittern, das möchte ich herauskitzeln. Und dann wandere ich tiefer, am Nabel vorbei, tiefer hinab in dein Delta. Lass mich dort versinken, bitte. Ich möchte dich schmecken, dich spüren, möchte dich erobern mit meinen Fingern in dir, meinen Lippen auf dir, möchte flüsternd beten, bis du dich windest, dich aufbäumst, bis du stöhnst und deine Hände sich in meinen Haaren vergraben vor Lust und Gier. Ich möchte dich fliegen sehen. Ich möchte wissen, wie du dabei schmeckst. Vielleicht noch immer süß und dunkel.