In Gedanken an Dich

Nach einer wahren Begebenheit.

Meine Finger gleiten über meinen Körper, streichen über den Punkt, an dem sich die Schamlippen öffnen. Als würde ich zaghaft anklopfen, bevor ich tiefer hinein tauche. Vorsichtig ziehen Zeige- und Ringfinger die schützenden Lippen auseinander, so dass der Mittelfinger das kühle Gleitgel rund um die Klitoris verteilen kann. Ich reagiere sofort, ein leiser Blitzschlag fährt mir in den Unterleib. Ich tue das so selten, aber jetzt will ich es! Der Mittelfinger tanzt um meine Klitoris, streift sie, stupst sie, jagt mir Schauer über den Rücken. Ich spreize die Beine weiter, brauche mehr Raum für diesen Grad an Erregung, ein Seufzen entfährt mir. Ich winde mich, atme tiefer, schneller, während mein Finger kleine, winzige Kreise malt. Hitze sammelt sich in mir, ein leichter Schweißfilm zieht auf meine Haut. Ich hetze mich, jage meine Erregung immer weiter nach oben. Sehe unterschiedliche Kopfkinofetzen, Ausschnitte eines Gang Bangs, Public Disgrace Momente, Männer, die ihr Sperma auf meinem Arsch verteilen, nachdem sie mich gefickt haben. Und ich denke an Dich, Deinen Schwanz in meinem Mund, in meiner Fotze, an das Gefühl, Dich in mir zu spüren. Der Atem beruhigt sich schlagartig, ich spüre das Glühen, weiß und grell in meinem Körper, genieße diesen Augenblick Ruhe vor dem Sturm. Und dann entfessle ich ihn. Den Rücken durchgedrückt ziehe ich die Hand weg, kralle mich in die Matratze, stöhne, zucke. Die Welle rollt durch mich durch, nimmt mir die Luft und lässt mich fliegen. Schweben. Gleiten.

Ich lege mich auf die Seite, rolle mich zusammen. Noch immer verglüht ein Rest Hitze, noch immer zuckt die Erregung durch meine Klitoris, durch mich. Herzschlag und Atmung brauchen auch noch einen Moment, um sich zu beruhigen. Schließlich ziehe ich die Decke über meinen Körper und lasse die Erschöpfung mich davontragen.

Das Lied, bei dem sich am Freitag die Tanzfläche leerte

Elende Musikbanausen.

Es gab da mal vor vielen Jahren einen Abend auf der elterlichen Couch, alleine zuhause mit dem Freund, das Album „With Teeth“ von Nine Inch Nails im CD-Spieler. Und ich stellte fest, dass ich auch anders kann, fordern, verlangen, wollen, mir holen, was ich will, oben sitzen. Das war schon ziemlich geil, für alle beteiligten ;D

Ich schlage mal einen sehr weiten Bogen von der damaligen Couch zum letzten Montag. Hotelzimmer, A, wir erinnern uns =) Wir hatten unsere Porno-Ordner ausgetauscht und guckten in zwei, drei Sachen rein. Er hatte schon früher erwähnt, dass er Lust hätte, sich gemeinsam einen Porno anzusehen. Mein Problem an der Sache ist das Denken. In dem Moment, in dem ein Porno dumm oder unrealistisch wird, fängt mein Hirn an zu meckern (Ok, und der Mund macht meist mit). Niemand lässt den Typen einfach ins Haus, ne, klar, ich hab meine Gürtelsammlung auch immer zuuuufällig auf dem Sofa liegen und warum muss der Kerl mit dem großen Schwanz immer ein Schwarzer sein? Vielleicht bevorzuge ich auch deswegen die kurzen, meist eher pragmatischen Rein-Raus-Clips auf Twitter 😉

Aber Tatsache ist, beim Porno brauche ich Ton. Ich brauche (realistisches) Stöhnen der Frau (asiatisches Hochfrequenzfiepen geht garnicht), mindestens ein lautes Atmen beim Mann, dieses schmatzende, nasse Geräusch zweier Körper, die sich gegen- und miteinander bewegen. Oder, gerade im BDSM-Bereich, das Knallen der Schlagwerkeuge auf der Haut.

Aber so als Hintergrund, beim Sex? Doch, geht, wenn man meinen Kopf mal davon gelöst hat. Und Sex bietet da ja genug Gelegenheiten =) Ich fand aber auch das gemeinsame Gucken sehr spannend. Mochte die Änderung in der Körpersprache. Das anders Hinsetzen. Das Den-Schritt-Zurechtrücken. Diese wachsende Erregung neben mir. Mein Auf-Der-Unterlippe-Herumkauen, nicht des Pornos wegen, sondern seiner Reaktionen, die ich aus dem Augenwinkel verfolgte. Es erregt mich einfach, wenn mein Gegenüber Erregung erkennen lässt. Das war schon bei unserem ersten Treffen so, als er meine Hand… hachja.

Hachja.

Besuche im Hotel: Ein Date mit A

Er zog sich aus mir zurück und ich spürte diesen Schwall warmer Flüssigkeit aus mir herauslaufen. Ich mag es, wenn man in mir kommt. Ich möchte da jetzt nicht zuviel hineininterpretieren, aber es ist wesentlich intimer als Sex mit einem Kondom, mich macht es ein Stück weit glücklicher. Danach verschwand er sehr schnell ins Bad und warf mir noch ein Handtuch zu, dass ich mir schnell unter den Hintern schob, um das Hotelbett nicht zu sehr einzusauen. Ich griff mir zwischen die Beine in unsere gemeinsame Nässe, roch an meinen Fingern, bevor ich sie mir in den Mund schob, grinsend.

Der Mensch ist ein Augentier, sagt man. Ich bin es beim Sex definitiv nicht. Meine Augen sind dabei fest geschlossen. Dabei bevorzuge ich prüdes Stück tatsächlich auch noch Dunkelheit, aber das ist verhandelbar 😉 Umso geschlossener die Auge, desto offener sind die anderen Sinne. Ich fühle jede Bewegung intensiver, schmecke jeden Kuss tiefer, habe den schweren Geruch nach Sex und Meer in diesem Zimmer eingeatmet.

Er hatte Ingwer mitgebracht, schon im Sommer stand das auf der “Würd ich ja gerne mal testen“-Agenda. Dieses mal haben wir es getestet. Die Wirkung war… Interessant. Ich denke, ich werde selber ein wenig damit experimentieren, bevor wir es dazu verwenden, wofür es in meiner Phantasie gedacht ist, nämlich als Analplug. Dafür hat er mir bei diesem Besuch die lang gehegte Angst vor Analsex genommen und ich möchte das bitte, bitte, bitte noch sehr oft wiederholen!

Sex mit A ist immer sehr berauschend, was mir fast ein wenig leid tut. Ich will einfach gefickt werden, nicht reden, nicht denken, ich will ihn so tief in mir, dass am nächsten Tag der Unterleib schmerzt und ich mich ziemlich egoistisch fühle. Ich hoffe, wir finden Gelegenheit, mindestens die Massage nachzuholen. Aber ich denke, wir gingen nach zwei Tagen mit mehreren Treffen zufrieden auseinander 🙂 Danke für diesen Besuch :*

Ein Ort ohne Zeit: Ein Date mit A

Es gibt Orte und Situationen, die einen die Zeit vollständig vergessen lassen. Dies geschieht meist in voller Absicht, soll der Gast doch die Möglichkeit finden wahrlich abzuschalten. So geschehen zum Beispiel auf der letzten Secret Night im Juli. Es war sehr plötzlich 4 Uhr nachts, wo es eben doch noch höchstens 23 Uhr war… Und so ist es auch gestern geschehen, bei einem Besuch in einem Swingerclub.

Ich war mit A verabredet, wir trafen uns gegen 19:30 an einer U-Bahn-Station und fuhren mit seinem Auto zum Club. Ich war nervös, schrecklich nervös, schon den ganzen Tag. Für diesen Tag war nicht einfach der übliche Pärchen-Swingerclub-Abend angesagt, es ging um eine HÜ-Party. Herrenüberschuss. Gangbang. Bukkakke. Solche Begriffe tollten in meinem Kopf herum. Und so kreisten die Gedanken: Was, wenn ich zu schüchtern bin und wir am Ende nur dasitzen und zuschauen, weil ich meinen Hintern nicht hochkriege und mich auch niemand anspricht? Die Zahl der Anmeldungen im Joyclub hatte ich sehr genau im Auge und am letzten Tag stieg diese spontan von 34 auf zuletzt irgendwo bei 60. Um Himmels Willen. Auf dem Weg zu unserem Treffpunkt hatte ich mir ein Mantra überlegt und sagte mir so immer wieder die Eckdaten des ersten Pornokinobesuchs vor. Die Anzahl der Männer. Und das das damals auch funktioniert hat. Ich gut genug war, dass sie kamen und ihren Spaß mit mir hatten. Und langsam beruhigte ich mich, zusätzlich half ein kurzes Gespräch mit meinem Herrn, der mir auch nochmal Mut machte.

Wir betraten das Gebäude und stiegen die Treppen zum Eingang hinauf. Wir wurden freundlich begrüßt, bekamen einen Spind zugewiesen und die Schlüsselnummer mit einem Schwarzlicht-Marker auf den Arm notiert. Der Schlüssel wurde an der Bar verwahrt und nur mit den Nachweis auf dem Arm wurde er einem ausgehändigt. Ein sehr cooles System, besser als diese Schwimmbadbänder im letzten Club.

Wir zogen uns um und wurden kurz eingewiesen, und nach einem ersten Getränk an der Bar erkundeten wir die Räume. Hinter der Bar gab es eine gemütliche Sitzecke. In die eine Richtung ging es zum Buffet (Sauber, lecker, was in NRW der Mettigel ist, ist hier wohl das Sauerkraut. Wer’s mag.) In die andere Richtung ging es zu den Spielräumen.

Es gab ein Raum mit einer in Stufen angeordneten Liegefläche, nur leider lag der noch sehr nah an der Bar und die dort dudelnde, laute Musik war zu präsent.

In einer Nische zwischen den Räumen stand eine Massageliege, daneben gab es einen kleinen sichtgeschützten Raum, der einzige dieser Art. Alle anderen Flächen waren offen und mehr oder weniger gut einsehbar.

Es gab 2 Räume mit Stockbetten, einmal aus Holz (das war riesig und stabil, in der unteren Etage stieß man sich allerdings leicht den Kopf) und in einem Raum mit Flachbildschirm+Pornofilm stand ein Bett aus Metall (auch das groß und stabil). Dahinter lagen die sanitären Anlagen und die Sauna, alles super ausgestattet und sauber. Man fühlte sich in diesem Club sehr schnell wohl. Nach dem Rundgang setzen wir uns auf eines der Sofas und kamen erstmal an. Und dann begann das Spiel.

Die andere Hand

Ich war ungeduldig und wollte anfangen, um diese Hürde zu nehmen. Wir landeten im unteren Bereich des Holzbettes, fläzten da erst ein wenig rum, begannen dann aber uns zu berühren. Wir küssten uns, streichelten uns, ich rutschte mit dem Mund tiefer in seinen Schoß. Und nach kurzer Zeit gesellten sich Leute dazu, man wurde kurz gefragt, ob das ok sei, und schwupps war man zu viert. Oder so. (An ungefähr diesem Punkt verlor ich die Übersicht, aber die braucht in solchen Momenten auch niemand.) Neben mir lag eine blonde Dame, wir waren beide mit je einem Mann beschäftigt. Wir Mädels griffen über unsere Köpfe, auf der Suche nach Halt am Bettuch oder einem Pfosten, und dabei fanden sich unsere Hände. Das war ein seltsamer, aber sehr schöner Moment, wir hielten uns fest, spürten die Erregung und die Lust der anderen direkt neben uns. Und das ganze mit Lachen und Spaß und sehr viel bayerisch 😀 Dabei musste ich auch einen netten Mann abwehren, der eine Frau zum Fisten suchte. Das war mir mit einem Unbekannten dann doch zu gefährlich.

Nach diesem gemeinsamen Moment verschwanden unsere Mitspieler unter die Dusche und mein Begleiter erfüllte mir den Wunsch, den vorher begonnenen Blowjob zu Ende zu bringen. Schon seit dem ersten Date, diesem Moment, in dem er meine Hand in seinen Schritt gezogen hatte, wollte ich ihn schmecken, und konnte es endlich <3

Dann verschwanden auch wir unter die Dusche und gingen das Buffet plündern.

“Und woher kommt ihr?“

Beim nächsten Rundgang landeten wir wieder in dem Zimmer mit dem Holzbett, nur gingen wir diesmal auf die obere Etage. Es war einiges los oben und unten, ein Stück neben uns vergnügten sich 2 Paare (Glaub ich… Ich sag ja, keine Übersicht.) und tauschten sich währenddessen darüber aus, welche Nationalitäten sich da gerade tummelten. So wurden wir in das Gespräch reingezogen und A, mutiger als ich, gesellte sich zu dieser Truppe und ich krabbelte natürlich hinterher.

Ich auf allen Vieren vor ihm, stieß A zu. Himmlisch <3 Sex mit ihm macht ungeheuer Spaß! Klar, es kommt auch auf die Technik an (die er beherrscht), aber dieses ausgefüllt sein ist unglaublich geil 🙂

Einer aus dieser Gruppe näherte sich langsam, griff erst nach meiner Hand, hielt mich ein paar Momente, und kniete sich dann so hin, dass ich ihn in den Mund nehmen konnte. OMG. Yes! Die innere Göttin jubilierte und strich dieses Thema von der Bucket List 😀 Und ich genoss einfach, auch als die beiden Herren die Position wechselten.

Der obere Bereich des Bettes leerte sich und wir lauschten noch den Orgasmen der Damen im unteren Bereich des Bettes, bevor wir uns Richtung Bar zurückzogen, um etwas zu trinken.

Das Gesicht des Mitspielers sah ich erst später in der Sitzecke, als er uns kurz ansprach. Vor lauter Genießen hatte ich den Blick nicht ein einziges mal gehoben.

Das Finale

Der Club leerte sich langsam und wir überlegten auch bereits zu gehen, zogen uns aber noch ein letztes mal auf die Matten zurück. Der Raum mit dem Metallbett. Den Porno ignorierte ich und widmete mich meinem Begleiter. Wir waren beide sehr erregt und ich krallte mich an den Bettrahmen über meinem Kopf als er begann mich zu ficken. Habe ich schon das Wort “ausgefüllt“ erwähnt? Hach <3 Nach kurzer Zeit näherte sich vorsichtig ein Zuschauer. Ich griff nach ihm, er nestelte an seiner Hose und kurz darauf hing sein Schwanz über meinem Gesicht. Ich nahm ihn in den Mund, soweit mir das möglich war. Zum einen war die Position nicht optimal, zum anderen machte die Größe seines besten Stückes das nicht viel einfacher. Die Herren tauschten Plätze, ich rutsche ein wenig nach vorne an die Bettkante und wir kamen zum Finale.

Dieser Moment, wenn das Denken aufgibt, weil die Sinne zu viel Input erleben. Ich war berauscht <3 Diese ganze Erregung und Lust, Stöhnen, Keuchen, Atmen, das schneller Zustoßen, tiefer, fester, schließlich das Kommen. Der Abend endete mit einem zufriedenen Unbekannten und nochmal A’s Geschmack in meinem Mund.

Als wir den Club verließen war die Musik schon abgedreht, es wurde aufgeräumt. Wir stießen in der Umkleide nochmal auf die Dame aus der ersten Szene, unterhielten uns kurz, machten uns dann auf den Heimweg. Es war ein wunderschöner Abend <3

Danke dafür 🙂