Shibari, Hypnose und ein Tacker

Ich habe das Gefühl, ich schulde euch ein paar Beiträge, und doch merke ich, gerade was manche Momente in den Seilen angeht, ich werde nicht alles teilen. Manches behalte ich einfach nur für mich.

Shibari

Mittlerweile waren da 2 Treffen des Shibari-Clubs und ein Stammtisch, bei dem gefesselt wurde. Da sind noch immer diese Momente, in denen ich mit kindlicher Freude feststelle, dass ich mich wirklich nicht bewegen kann, ich so gut verschnürt bin, dass nichts geht. Dieses an Grenzen stoßen ist und bleibt faszinierend. Genauso wie die emotionale Tiefe, in die man dabei gleiten kann. Es gab jetzt aber auch Situationen, die einfach lustig waren, bei denen die Zuschauer dieser Szene sich köstlich über unser Spiel amüsierten und wir sehr viel lachten 🙂 Sowohl das Fesseln mit Twin als auch mit Andy wird immer intensiver. Es fällt mir immer leichter, mich dabei zu entspannen und zuzulassen. Und es gibt immer wieder diese Sekunden im Alltag, in denen ich an einen bestimmten Moment, ein bestimmtes Gefühl denke und sehr breit grinsen muss. So muss das 😀

Hypnose

Das Thema des letzten Stammtischs war Hypnose im BDSM-Kontext, inklusive Referent. Ich bin da sehr… Zwiegespalten. Der Vortrag war interessant, der Vortragende absolut nicht mein Fall. Er war viel zu begeistert und zu “Wow!“ für mich von einer Sache, die unheimlich viele Möglichkeiten bietet, aber eben auch Gefahren bietet. Die Tatsache, dass der einzige Hinweis auf diese Gefahren und “Hypnose ist einfach ein mächtiges Werkzeug“ nicht von ihm, sondern einem Zuhörer stammte, war dann der Punkt, an dem für mich der Spaß vorbei war. Klar, man kann damit tolle Sachen machen und es gibt zwei Punkte, die mich sehr interessieren (Entspannung und Orgasmuskontrolle), aber gleichzeitig macht es mir sehr große Angst. Zwei Gründe: erstens habe ich meiner eigenen Wahrnehmung jahrelang nur bedingt vertraut, habe vieles hinterfragt und war verunsichert. Da ist es einfach schwierig, sich vorzustellen, dass jemand daran einfach rumspielt. Und zweitens: man macht unter Hypnose nur Dinge, die das Unterbewusstsein zulässt, die man also will auf einer bestimmten Ebene. Ich habe einen gewissen Hang zur Selbstzerstörung. Das klingt jetzt doof, aber selbst wenn ich dem Menschen, der mich hypnotisiert, vertraue, bei meinem Unterbewusstsein bin ich mir nicht sicher. Das Gefühl, sich sehr bewusst gegen bestimmte Wünsche und Bilder im Hinterkopf stemmen zu müssen, ist einfach noch zu präsent. Da habe ich einfach sehr viel Respekt vor. Dennoch… Ich werde in der Ecke mal ein oder zwei Fragen stellen. Vielleicht hört ihr nochmal davon.

Der Tacker

Ich habe beim Stammtisch die Anwesenheit eines Mannes, der den medizinischen Tacker beherrscht, schamlos ausgenutzt.

Das Tackern ziept etwas, aber der Schmerz hielt sich sehr in Grenzen. Spannend war das über die Klammern streicheln, das ziept und brennt schon bei kleinen Berührungen. Ich werde mir wohl doch diese Spielzeuge zulegen müssen, schon für die Korsett-Schnürung über die Brust 😀

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