Endlich. – Ein Date mit T

Und dann war da noch das Date mit T.

T ist eine Twitter-Bekanntschaft, wir lesen und schreiben uns schon eine ganze Zeit. Im April/Mai 2018 ging es um ein Treffen, aber es zögerte sich immer wieder raus. Dabei muss ich ihm hoch anrechnen, dass er mich nicht einfach aufgegeben hat. Manchmal ist es kompliziert, es kam immer wieder etwas dazwischen, bevorzugt meine Psyche. Aber am Ende sollte es dann doch klappen.

Dass er schon damals Wünsche weckte, zeigt ein alter Blogeintrag, der in Gedanken an ihn entstanden ist. Und dieser Blogeintrag schwirrte uns beiden im Kopf herum, als es nun zum tatsächlichen kennenlernen kam. Als wir bei Getränk und Pizza auf meiner Couch saßen, stellten wir fest, wir hatten beide überlegt, in wie weit der andere dieses Kopfkino nun umsetzen würde. Wir waren dann aber beide doch so vernünftig, es erstmal mit einem Hallo und einer Umarmung zu versuchen.

Wir saßen auf der Couch und haben geredet, sehr lange, über alles mögliche, von Marvel bis Politik, alles dabei. Auch über sehr persönliches und ich habe aus diesem Gespräch im Nachhinein noch einiges für mich gezogen, habe Dinge in mir richtig sortieren können, die ich bisher anders betrachtet hatte. Er ist clever und reflektiert, weiß sehr genau wer er ist und was er möchte, hat sich damit ausführlich auseinandergesetzt. Da ist keine Unsicherheit, sondern Ruhe und ein Blick, der unter die Haut geht. Es gibt wenig, was mir eine solche Sicherheit vermitteln kann <3 Und das, wo ich doch bei Dates so nervös bin.

Nein, wir haben nicht nur geredet =D Ich fand es aber schön, dass wir uns dem Thema Sex nicht im Eiltempo genähert haben (denn ganz ehrlich, das Gespräch war einfach viel zu gut =D) Es war einfach ein entspannter und gechillter Abend, der irgendwann um erste Berührungen erweitert wurde, und mit sehr gutem Sex endete.

Körperliche Überlegenheit kombiniert mit sanften Fingern ist eine sehr abgefahrene Mischung. Ich habe mich ohne Fesseln, Seile oder ähnliches vermutlich noch nie so machtlos gefühlt, ich war einfach so viel schwächer. Jede Gegenwehr wäre verpufft. Perfekt. Nicht denken, einfach genießen. Und das galt bei den sanften Episoden ganz genau so. Kein Druck, kein “Ich krieg dich schon zum Orgasmus”, nein, im Gegenteil. “Lass dich einfach fallen, schalte den Kopf ab.”

Es mag seltsam wirken, aber Sex ist für mich noch immer ein Lernprozess, auch mit 32 Jahren, auch mit Erfahrungen aus Swingerclubs und Pornokinos. Dabei muss man verstehen, dass es ein großer Unterschied ist, ob es dabei um dieses geile, verschwitzte Rein-Raus geht oder um die eher leisen Töne, um das Zucken und Vibrieren der Muskeln, das Kribbeln, das langsam ansteigt um einen schließlich zu überwältigen. Ich mag beides, brauche manchmal das eine oder das andere (manchmal auch erst das eine und dann das andere), keines ist weniger wert. Aber es ist für mich leichter, die animalischen Triebe einfach durchs Blut rauschen zu lassen, in diesem Getose schaltet der Kopf automatisch in den “Nicht denken”-Modus. Gedankenloses Rumvögeln auf irgendeiner Matte, lautes Stöhnen, Schwitzen, Klatschen? Kein Thema.

In leiser Umgebung ist es um einiges schwieriger mich in einen entspannten Modus zu bekommen, in dem mein Kopf nicht alle drei Sekunden irgendwas hinterfragt. Ich muss los- und zulassen, muss aufhören zu grübeln, dass ich nicht gut genug bin, dass ich irgendwas leisten muss, dass der andere das ja nur für mich tut und eigentlich keinen Spaß daran hat, muss mich ganz simpel: entspannen.

Das ist uns an diesem Abend gelungen.

Vielen Dank für’s lange Warten und

Vielen Dank für diese Nacht <3

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