Seil, Tränen und Tentakel

Oh, ich sehe die Augen blitzen. Tentakel! Hrhr.

Nope, Kinder, das hier wird sexuell unspannend.

Borderline ist das Thema. Eigentlich: ein Blitzableiter für die Emotionsladungen.

Ich hatte es bei Twitter schon geschrieben, mein Herz brennt. Und langsam wird es anstrengend, körperlich wie seelisch, daher tippe ich mir den Kram mal von der Seele.

Es ist Montag, ich sitze im Betrieb und sollte arbeiten oder zumindest lernen. Stattdessen habe ich das dringende Bedürfnis, den Kopf auf den Tisch zu schlagen, auf irgendwas rumzukauen, an Wunden herumzuknibbeln (Twin, ich bin brav, versprochen.) oder einfach zu weinen. Anspannung in jeder Faser. Und der Versuch, all diese Gefühle in eine Kiste zu stopfen und diese abzuschließen, scheitert an dem wilden Rumgepöppel der Tentakeln, die sich erfolgreich um mich schlingen um mich in diesen Gefühlssumpf zu ziehen. Nein, wir fühlen jetzt, weil fühlen macht ja Spaß *Augenrollen hier einfügen*

Also sortieren wir die Gefühle oder besser: die emotionale Beziehung zu den wichtigen Menschen.

In Twin bin ich gerade sehr verknallt (I’m sorry.) Ich denke, es hat etwas damit zu tun, dass sie demnächst für einige Zeit weggeht und meine Gefühlswelt leider nicht nach dem Motto funktioniert „Komm, wir genießen noch die Zeit, die wir haben“. Nein, ich vermisse sie, jetzt schon, ganz furchtbar. Und ich habe wirklich Angst vor dieser Zeit ohne sie, auch wenn ich dieses Geständnis beinahe erbärmlich finde für eine 32jährige Frau, die auch alleine zurechtkommen sollte. Aber wir sind füreinander stabiliserende Faktoren durch unsere intensive Freundschaft. Und das öffnet jedesmal, wenn mir diese Sache bewusst wird, ein Loch im Boden und ich falle. Und mein rationaler Teil möchte meinen Emotionen klar machen, dass wir nicht einfach einsam auf der Couch weinend entschlafen werden, aber der emotionale Teil hört noch nicht zu. Schütteln und ohrfeigen hilft nicht, hab ich getestet. Dauert einfach noch ein bisschen. (Alles wird gut. Nimm die Plüsch-Oktopodin und die Taschentücher. Alles. Wird. Gut.)

Andy. Nach dem Gespräch am Mittwoch ein wenig Angst, nach der Email erstmal wirklich Angst und Spannung, die ich kaum zu fassen bekam. Als Twin und ich dann am Freitag abend eigentlich technisch üben wollten wurde aus dem rein technischen zum Glück mehr und am Ende lag ich leise weinend auf meinem Bett. Und endlich löste sich die Spannung, ich brauchte einfach nur diesen Bruch in der Fassade. Heute sind da Wärme, Sehnsucht und Dankbarkeit. Ich hätte einfach gerne wieder das nasse Handtuch im Mund und die Öhrchen auf dem Kopf <3

Und jetzt entlasse ich euch in euren Montag. Mein Kopf fühlt sich um einiges leichter, das Herz angenehm warm. Danke für`s Zuhören <3

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