Ein Abend Seins

„Sie nimmt die 25, die 37 und einen grünen Tee.“

Nicht alles an diesem Tag kommt überraschend für mich. Diese Bestellung hattest du bei mir vorher abgefragt. Auch wenn ich nicht wusste warum, war ich gerne bereit, auf dein Spiel einzusteigen. Ich sitze neben dir im Sushilokal, deinem Freund gegenüber. Ihr unterhaltet euch angeregt über dies und das, ich bin in Gedanken. Bis zu dem Moment, in dem du mir eine Hand in den Nacken legst. Wie ein Stromstoß reißt mich diese Berührung aus meinem Gedankenraum, ich blinzle und gucke dich an.

„Ich hatte gefragt, ob es dir gut geht. Du darfst antworten.“ Ich lächle, nicke. „Ja, es geht mir gut. Danke dir!“ Du lächelst zurück, beugst dich zu mir und flüstert mir leise ins Ohr. „Spürst du, wie unser Saft noch immer aus dir raus läuft? Wir werden ihn nach dem Essen schön wieder auffüllen.“ Wieder ein Stromstoß, nur tiefer. Die Erregung blitzt noch immer durch meinen Körper, ich muss für einen Moment, die Augen schließen um mich wieder zu fangen. Das Sushi vor mir sieht hervorragend aus.

Zwei Tage zuvor. Wir hatten Ort und Zeit für unser Date schon geklärt, es ging nur noch um Details. Spielzeugwünsche, Ideen, wollen wir irgendwas bestimmtes ausprobieren. „Ich würde gerne etwas ausprobieren. Möchtest du für diesen Abend einmal Sklavin sein? Alles was mir vorschwebt haben wir schon mal besprochen, wenn irgendwas an dem Abend nicht ok ist darfst du aber natürlich jederzeit abbrechen.“ Ok, das war neu. Bisher spielten D/s-Dynamiken bei uns keine Rolle. „Was heißt für dich „Sklavin“? Also was erwartest du von mir?“ – „Du tust was ich dir sage, du schweigst, außer ich stelle dir eine Frage. Stöhnen ist natürlich ok.“ Ich konnte das Grinsen auf deinem Gesicht aus dem Messenger an dieser Stelle herauslesen. „Du musst mich nicht Herr und Meister nennen, aber ich möchte ein paar Stunden über dich verfügen. Ich denke, es wird dir gefallen. Und du darfst dir gerne ein Safeword ausdenken. Und, ganz wichtig, vorher auf die Karte gucken und mir sagen, was du essen möchtest. “ – „Ok. Rosenkohl. Also als Safeword. Und die Bestellung kommt gleich… “

Mit der Zimmernummer und dem Code per Mail trudelte ich vor dir im Hotel ein. Wenn ich schon Sklavin für diesen Abend war, wollte ich ein wenig Zeit im Zimmer alleine haben. Duschen, rasieren, Analdusche durchführen, Zähne putzen, im Headspace und dem Raum ankommen. Wir waren um 18 Uhr verabredet. Du hattest es zwar nicht von mir verlangt, aber ich erwartete dich aufrecht und nackt auf der Bettkante sitzend, die Beine gespreizt, die Hände mit den Handflächen nach oben auf den Oberschenkeln, den Blick auf den Hotelteppich gerichtet. Meine Version der zugänglichen und knieenden Sklavin. Tick, tack. Tick, tack. Tick, tack. Ah, ein Geräusch an der Tür! Du gibst die Nummer ein. Ich höre, wie sich die Tür mit einem Summen entriegelt, du die Klinke drückst und die Tür öffnest. „Oh! Hallo! Das gefällt mir gut.“ Du stehst vor mir, deine Hände gleiten über meine Brüste. „Du darfst mich begrüßen. Geht es dir gut?“ Ich hebe den Kopf und schaue dir in die Augen, ein Grinsen auf meinem Gesicht. „Es geht mir sehr gut. Und ich bin sehr gespannt auf heute Abend!“ – „Perfekt. Dann bleib so, ich bin in einer Sekunde wieder da.“ Ein Lächeln von dir, ich senke wieder den Blick. Dann gehst du nochmal zur Tür. Öffnest sie. Und bittest jemanden herein.

Ich sehe seine Schuhe, schlichte schwarze Sneaker. Rieche sein Deo, männlich herb, eines, das mir gefällt und ich auch selber verwenden würde. Höre deine Stimme. „Das ist Tara. Tara, das ist Markus. Du darfst ihn begrüßen.“ Ich hebe den Kopf. Markus ist größer als du, kräftig gebaut, mit einem sympathischen Lächeln. Die roten Wangen verraten dennoch seine Nervosität, sein Blick ist noch ein wenig unsicher. „Hallo, Markus. Schön, dass du da bist!“ Ich lächle ihn ermutigend an. „Hallo, Tara. Schön, dass ich da sein darf!“ Sein Lächeln entspannt sich ein wenig.

Du beginnst Deine Spielzeugtasche auszupacken. Ich sehe aus dem Augenwinkel eine Auswahl Plugs, Gleitgel, einen Vibrator. „Dreh dich um, aufs Bett. Kopf runter. Zeig dich!“ Ich krabble auf allen Vieren weiter aufs Bett, lege meinen Kopf auf die Matratze und spreize die Beine. Unangenehm. Demütigend. Offen und nackt. Perfekt für mich. Nässe sammelt sich zwischen meinen Beinen. Ich warte still, aber ungeduldig auf die erste Berührung. Ihr entkleidet euch, dabei gehst du mit ihm nochmal die Spielregeln durch. Offensichtlich habt ihr alles vorher sehr genau durchgesprochen, er kennt mein Safeword, einige meiner Vorlieben, er wird mich ohne ein eindeutiges Nicken nach Blickkontakt mit dir nicht berühren und schon garnicht in mich eindringen. Dann pflatsch, ein dicker Tropfen kaltes Gleitgel tropft auf meinen Arsch. Finger verteilen das Gel auf meinem Anus, massieren mich ein wenig. Dann schiebt sich vorsichtig ein Plug in meinen Hintern. Ich stöhne, drücke gegen das mich dehnende Spielzeug, versuche mich zu entspannen. Die Finger wandern tiefer, hinein in die Hitze. „Du bist schön nass, genau wie ich es liebe. So, Kopf hoch, lutsch mir den Schwanz!“ Ich hebe den Kopf, du setzt dich vor mir auf das Bett, den Rücken gegen das Kopfteil gelehnt. Deine Hände greifen in meinen Nacken und ziehen meinen Mund über deinen Schwanz. Hmmmm… Ich liebe es, wie du jedesmal scharf einatmest, wenn ich dich in den Mund nehme. Du drückst dich tiefer in meinen Mund, meine Zunge massiert dich, ich spüre, wie du in meinem Mund härter wirst. Du ziehst mich noch tiefer, fickst meinen Rachen, bis ich mehrmals würge. Spucke läuft mir über die Lippen, übers Kinn. Ah, endlich, mehr Finger auf meinem Arsch! Markus steht hinter mir, seine Finger erkunden langsam meine Rückseite. Probieren meine Nässe, gleiten in mich hinein, weiter nach oben, ziehen sanft am Plug und lassen ihn wieder in mich gleiten. Ein Lustschauer zieht über meinen Körper, ich schließe meine Augen, nehme dich wieder tief in den Mund und drücke dabei meinen Rücken durch, präsentiere mich deinem Freund. Er fickt mich erst zaghaft, dann mutiger mit seinen Fingern, streift dabei immer wieder meine Klitoris. Im selben Rhythmus stößt du nun vor mir kniend in den Mund. Könnte ich selig lächeln in diesem Moment, ich würde es tun. Aber mir bleiben ein leises Würgen, ein lauteres Stöhnen und das Glücksgefühl, mich endlich wieder mit zwei Männern zu vergnügen. Markus lässt seinen Schwanz ein, zweimal zwischen meine Schamlippen gleiten, bevor er in mich stößt. Er ist erst vorsichtig, stößt dann tiefer, ich muss dich aus meinen Mund gleiten lassen um laut aufzustöhnen. Du hast ihm wohl verraten, wie sehr ich das liebe. Tiefer, tiefer, ich spüre jeden Stoß wie ein Erdbeben. Er ist nervös, es dauert nur ein paar Minuten bis er in mir kommt, mit zwei, drei Stößen. Dann zieht er sich aus mir zurück. Mit einem „Arsch schön oben lassen!“ rutscht du vom Bett und gehst um mich rum. Der kalte Glasdildo gleitet in meine nasse Fotze, wenige Sekunden später schaltet sich mit einem Brummen der Vibrator ein. Du drückst ihn gegen meine Klitoris. Fuck, das halte ich nicht lange durch. Tropfen rinnen über die Rückseite meiner Oberschenkel, der Dildo fickt mich mit einem lauten Schmatzen. Ich drücke mich gegen den Vibrator, meine Beine zittern vor Erregung, ich stöhne in die Matratze, und zucke schließlich von dir weg, komme laut und nass mit einem Schwall Flüssigkeit, der an meinen Beinen hinunterläuft. Du gibst mir nur kurze Zeit zum Atmen, dann stößt du zu. Ich bin so nass und am ganzen Körper über-erregt, dass ich dich erst kaum in mir spüre. Als du mich aufspießt, in mir anstößt, spüre ich dich umso intensiver. Du fickst mich durch, nicht sanft, nicht zaghaft, du befriedigst dich minutenlang an mir. Ich halte atemlos aus, halte gegen, bin dein Spielzeug, deine Fotze, bin genau das, was du in diesem Moment möchtest. Unter lautem Stöhnen kommst du tief in mir. Auf meinem Gesicht ein zufriedenes, wenn auch erschöpftes Lächeln.

Ihr beide springt unter die Dusche, mir bleibt dieses Vergnügen erstmal versagt. Nach dem Essen, nach der zweiten Runde, sagtet ihr. Markus hat nach meinem Arsch gefragt, daher bleibt auch der Plug erstmal drin. Es freut mich, dass er mutiger wird. Aber nun erstmal Essen mit einem immer nasser werdenden Slip und dem Geruch dieser beiden Männer in der Nase. Das wird noch ein spannender Abend mit euch.

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