Retrospektive I: Privat I

Lang ist’s her, dass ich diesen Text verfasst habe. Damals war ich 15 oder 16 und das erste Mal verliebt =) Entstanden ist dieser Texte noch vor dem ersten Kuss, der ersten Berührung. Jungfäuliche Romantik 😉

 

Und ja, die Dokumente hießen damals erstmal nur “Privat” =D


 

Privat I

Als deine Zunge meine berührte ging ein elektrisierendes Zucken durch meinen Körper. Ich lag, halb bedeckt von einer weichen Wolldecke, auf deinem Bett, du neben mir, und während unsere Zungen sich vereinigten wünschte ich mir, dieser Moment würde ewig währen. Der Druck und die Wärme deiner vollen und weichen Brüste auf den meinen machte mich seelig.

Ich streichelte sie sanft, fuhr ihre Konturen nach, wodurch deinen Brustwarzen hart wurden.
Dein “Ich liebe dich” in meinem Ohr, dein wunderschöner Körper auf meinem, konnte es etwas schöneres, besseres geben? Du hattest mich überreden müssen, doch nun genoss ich mein erstes Mal in vollen Zügen.

Deine sanften, so wohltuenden Finger gingen dazu über meine Brüste zu berühren, zu liebkosen. Deine Zunge spielte mit meinen kleinen Brustwarzen, die sich dir entgegenstreckten wie Blumen der Sonne.

Ich zog deinen Kopf vorsichtig zu meinem und wir gaben uns einen verspielt
leidenschaftlichen Kuss. Deine Hand suchte sich geschickt ihren Weg, über meinen Bauch
hinweg, den Venushügel hinauf, zwischen meine Beine. Deine Augen, diese liebenswerten
Ozeane, blickten mich fragend an.

“Und es ist wirklich ok für dich?”

Das glückliche Lächeln auf meinem Gesicht reichte als Antwort und deine Finger vergruben sich sanft in diese kleine weiche Spalte wie deine Zunge sich in meinen Bauchnabel. Ich streichelte, kraulte deinen Kopf während deine Finger , die ihren Weg gut zu kennen schienen, sich vorantasteten. Dein Mund ließ von meinem Bauchnabel ab und die Finger verließen das warme Gebiet und zogen eine feuchte, im Sonnenlicht glitzernde Spur über meinen Körper.

Meine Brüste zitterten vor Erregung als du dich mit einem Kuss und dem dir eigenen
beruhigenden Blick nach unten begabst. Du musstest meine Beine leicht auseinander drücken, deine schönen, langen Finger spreizten meine rosa angeschwollenen Lippen und meine Klitoris reckte sich empor. Das Kribbeln, das nun auf die Berührung folgte, war
unbeschreiblich. Deine Zunge tippte meine glänzende Perle nur kurz an, doch genügte das um meinen überreizten Körper aus der Fassung zu bringen. Jeder Quadratzentimeter Haut brannte wie Feuer, gleichzeitig liefen Schauer von Gänsehaut über meinen Körper. Dir gefiel es, meine heftige Reaktion zu beobachten und du machtest weiter.

Meine Hände streichelten erst meine Brüste, aber als ich plötzlich deine Finger tief in mir
spürte und ich mich dem Höhepunkt näherte, krallten sie sich in das weiche Bettlaken.
Dieses einzigartige Gefühl ließ mich alle Muskeln anspannen, aufstöhnen. Mein Puls jagte meinen Gedanken hinterher, die Höhenflüge machten.
Mit einem Mal schienen meine Gedanken stehenzubleiben, und doch raste alles in mir. Jede Faser meines Körpers spielte verrückt. Mein Blut pochte, vereinte sich mit dem Rhythmus deiner Zunge, deiner Finger, die mir dies alles antaten.
In dem Moment, als ich den Gipfel erreichte, als mein Körper vor Lust zu schweben schien, stöhnte ich ein letztes mal auf und genoss dieses einzigartige Gefühl vollkommenen Glücks.
In mir breitete sich ein Strahlenkranz aus, der Korona der Sonne gleich, nur viel heißer. Ich hörte mein Blut rauschen, meine Muskeln zucken und spürte dich so tief in mir.

Mein Atem beruhigte sich, der Körper hörte auf zu beben. Dein Lächeln sagte mir, dass auch du zufrieden warst.

“Und? Bist du glücklich?”

Deine Hand kraulte sanft meinen Bauch, der noch leicht zitterte. Meine Muskeln entspannten sich langsam, doch dieses heiße Gefühl, dieses Prickeln blieb.

“Es war fantastisch! Ich liebe dich über alles!”

Nach dem wundervollen Kuss der nun folgte kuschelte ich mich in deine Arme, spürte deinen warmen Körper an meinem und schlief ein.

 

 

Hallelujah

Nachdem ich gestern nacht nach längerer Zeit mal wieder Domian gehört habe, hatte ich einfach das Bedürfnis, dies hier mal zu notieren.

In der Sendung gab es zwei Anruferinnen, die mich ins Grübeln gebracht haben. Nummer eins war 58, Single, hatte noch nie Sex. Es gab Versuche, aber die scheiterten am extrem religiösen Partner oder am nervösen Gigolo. Es gab sogar mal einen Liebhaber (Oral und irgendwas mit Damenwäsche, aber nie Penetration), der sie aber irgendwann hat fallen lassen, sie wäre ja jetzt zu alt. Und so verbleibt sie in dem Gefühl, dass sie das zwar gerne gehabt hätte, aber jetzt mit 58 will sie ja eh keiner mehr.

Nummer zwei ist seit vielen Jahren verheiratet und konnte auf den Tag genau sagen, wann sie mit ihrem Mann das erste und letzte Mal geschlafen hat, nämlich als die heute 18jährige Tochter gezeugt wurde. Vor der Beziehung hatte sie Spaß am Sex und auch durchaus guten Sex, aber ihr Mann hat da wohl körperliche Probleme und daher…naja. Gibbet nichts. Und Fremdgehen möchte sie nicht.

Das hat mich sehr traurig gestimmt, zumal man für beide Frauen (vermutlich) ohne größere Probleme Lösungen finden würde, die ihre Lebensqualitäten nach oben schrauben würden. Mir kann doch keiner erzählen, dass es für eine Dame von 58 Jahren keinen “Markt” gibt. Die erste Regel im Internet lautet: Es gibt IMMER einen Markt. Und bei der keuschen Ehefrau hatte ich kurz überlegt anzurufen, und mal das Wort Cuckold in den Raum zu werfen. Könnte man ja zumindest mal versuchen. Klar, Sex und Lust sind nicht die einzig wichtigen Themen, aber warum sollte man nicht in diesen Punkten nach Zufriedenheit streben?

Aber neben der Traurigkeit empfinde ich vor allem Dankbarkeit.

Dafür, dass ich so sein darf, wie ich bin. Dass ich Menschen gefunden habe, die das mittragen, mich akzeptieren, mir helfen, mich auf meinem Weg unterstützen, und zwar freiwillig. Ich darf anders sein, darf manche gesellschaftliche Regeln und Grenzen einfach über Bord schmeißen zugunsten eigener Ideen und Modelle, und open minded durchs Leben gehen. Und so mein persönliches Glück erleben.

Ich spare mir jetzt den längeren Absatz über Trump und was so ziemlich allen Menschen dort drohen könnte, von den Stupid White Men mal abgesehen. Darüber wurde diese Woche schon viel geschrieben, ich muss das nicht alles nochmal durchkauen. Nur so viel: auch dafür bin ich dankbar, dass ich hier lebe und nicht in den USA, der Türkei, in Russland, China…

Was ich stattdessen sagen will: bewegt euren Hintern zu den Menschen, die euch euer Glück ermöglichen.

Die euch schlagen, küssen, euch zusehen lassen, wenn sie sich von einem anderen verwöhnen lassen, die euch beben, zittern, keuchen, stöhnen, kommen lassen, die euch knebeln, in Latex oder Seile einwickeln, euch durchficken, bis ihr Sternchen seht. You name it =) Und natürlich auch alles andersrum.

Und sagt Danke! Denn sie sind keine Selbstverständlichkeit.

:*

Hausaufgabe: Das Blasen

Den Blowjob gibt es für mich in 2 Varianten, die freiwillige Variante und die unfreiwillige.
Unfreiwillige heißt: Fick meinen Mund! Und bitte so, dass ich es drei Tage später noch spüre und bei jedem Räuspern, Hüsteln, jedem Schlucken an Dich denken und Lächeln muss. Ich möchte, dass Du führst, zustößt, Tempo und Tiefe bestimmst. Meinen Kopf festhälst und Dich tief in meinen Hals drückst, mir die Luft nimmst.
Freiwillig bedeutet dagegen, dass Du mich spielen lässt. Mein Ziel ist Dein Orgasmus, dabei solltest Du also auf Deine Kosten kommen, auch wenn ich führe =P Hinweise werden aber gerne entgegen genommen, weil: es soll ja Dir gefallen. Und wenn irgendwas gut ist oder nicht gut ist, bitte ich um schnelle Rückmeldung. Ich habe keinen Plan, ich überlege nicht, ok, jetzt tue ich das, dann das und dann knabbere ich hier ein wenig… ich mache einfach drauf los. Und wenn man dann sagt „Das am Anfang war voll geil!“ ist es schlichtweg zu spät. Hab ich letztens erlebt, das war nicht schön =/ Ich möchte, dass der Empfänger dabei zufrieden, atemlos, begeistert ist, ergo: ich möchte gut sein in dem was ich tue.

Generell gilt: ich liebe es! Es erregt mich wahnsinnig, es kickt mich einfach. Das Ziel ist der Orgasmus, gerne im Mund, am liebsten im Mund.Euch Männern dabei zuzuhören ist wundervoll, zuschauen übrigens auch <3 Das Atmen, das schärfer und schneller wird, das Seufzen, das Stöhnen <3

Und dann ist da noch diese Phantasie. An der Bettkante den Kopf nach unten hängen lassen, den Mund weit geöffnet, die Hand auf den Hals gelegt und es da wirklich spüren, an den Fingern. Hach. Irgendwann, mit viel Übung <3

Eine Anleitung*

Tara. 29 Jahre alt. Verheiratet, alleine lebend, offene Beziehung. Alle Freiheiten, meine Entscheidung. Mein Mann: mein Herz, mein Berater, mein Mitwisser.

Curvy. BBW. What ever. Nennen wir es Dick. Bei 1,65 m sind es >130 kg. Knie sind kaputt, knien, hocken, auf Dir sitzen und Dich reiten: nein. Komplexe sind vorhanden. Ich habe durchaus eine große Klappe, aber ich werde ängstlich wenn es unter die Kleidung geht. Es ist eine Hürde. Wenn ich sie nehme, hat sich dieses Problem recht schnell gegeben.

Die große Klappe. Ich bin nicht dumm und schon gar nicht auf den Mund gefallen. Aber ich mag Knebel. Und Ohrfeigen. Und Kämpfe, die ich verliere. Das Blitzen in den Augen, der Triumph des Gegenübers. Du wirst Deinen Weg finden, damit umzugehen.

Ich bin Emotion. Ich reagiere über und unter, mein Kopf muss ab und zu zurechtgerückt werden, ich muss aufgefangen werden, nicht nur in der Session. Daher: klare Worte, keine Missverständnisse. Sag, was Du willst und was Du erwartest. Und spiel nicht mit mir. Körperliche und seelische Schmerzen gehen bei mir Hand in Hand. Du erzeugst bei mir Schuldgefühle, lässt einen Konflikt ungeklärt, lässt mich zappeln = ich habe  Schmerzen und schlechte Laune, blockiere mir dadurch meinen Alltag und ein Stück weit mein Leben. Und dafür bin ich mir zu schade. Das heißt auch: Du musst gefestigt sein in Dir, in Deinem Leben, in Deiner Partnerschaft.

Neugier, Analyse, Wissen wollen. Ich frage, möchte verstehen, möchte lernen, begreifen, was Du tust, warum Du das tust, was Dich daran kickt. Diese Meta-Ebene ist mir sehr wichtig. Kommunikation ist die Basis.

Kommunikation braucht aber auch Zeit. Mich mit mir bisher nahezu Unbekannten zum Spielen treffen? Wird nicht passieren. Ich kann Deine Schlampe werden, aber ich bin erstmal Diva. Rede mit mir. Vermeide Dinge wie “Hallo Bückstück, wir kennen uns nicht, ich würde dich gerne mal ficken!”. Penisfotos: Kein Interesse. Ich bin kein Fickstück, keine Stute, keine Bitch. Ich bin ein Mensch mit einem Namen, Tara lautet er für Dich. Niveau ist keine Handcreme und wie bereits getwittert: Style – separates the men from the Boys. Das gilt auch für Deine Wortwahl.

Das klingt jetzt vermutlich kompliziert. Aber ich denke, der Aufwand lohnt sich. Wenn es klickt und ich für Dich brenne, kriegst Du eine wortgewandte, intelligente (Spiel-)Partnerin, du kriegst Zuneigung, Dankbarkeit, Begeisterung, Du kriegst leuchtende Augen. Ich werde an Deinen Lippen hängen, werde sein, was ich für Dich sein darf, Deine Befriedigung ist mein Ziel. Wenn Du mich zufrieden anlächelst, steht meine Welt still.

Und wenn nicht können, wir uns auch einfach gut unterhalten =)

*Geschrieben mit einer gewissen Enttäuschung im Bauch. Verzeiht mir negative Schwingungen.

Der gestrige Abend

Kaum hatte ich mich im Joyclub angemeldet, meldete sich ein D/s-Paar bei mir, auf der Suche nach einer Dritten im Bunde. In meinem Profil steht deutlich, dass ich einen Mann suche, daher war ich überrascht. Dennoch verabredete ich mich, erstmal nur mit ihm, zu einem Kaffee. Wir unterhielten uns und gingen nach einiger Zeit zu ihm nach Hause, wo ich seine Freundin kennenlernen durfte. Es blieb aber erstmal bei einem Gespräch an diesem Abend, wir wollten langsam anfangen.

Gestern Abend war ich zu einem ersten Versuch bei ihnen eingeladen. Allerdings lief der Tag nicht wie geplant und wir landeten angezogen auf der Couch und unterhielten uns. Nach und nach entspannten sich alle, und die beiden nutzen meinen Gang ins Bad, um die Situation von “Unterhaltung“ zu etwas pikanterem zu ändern. Ich kam zurück, als sie gerade noch ihr Kleid anhatte und auf ihm saß, aber auch diese Hülle fiel zu dem Slip und dem BH auf dem Boden. Ich blieb auf meinem Platz, ich wollte zusehen. Körperlich fühlte ich mich einfach nicht wohl genug und die beiden sind einfach sehr beeindruckend. Da blieb ich lieber erstmal auf der Zuschauerposition und wir hatten im Vorfeld erklärt, dass das in Ordnung ist.

Und beeindruckend trifft es am Besten. Ich konnte Menschen hautnah beim Sex zusehen, habe die Lust, die Erregung, die Zuneigung in ihren Gesten, ihren Blicken gesehen. Er hatte sehr genau im Blick, was genau ich beobachte. In einem Moment, er nahm sie gerade von hinten, strich er ihr die Haare aus dem Gesicht, damit ich sie besser sehen konnte. Ich habe die Kraft gespürt, mit der er zustieß oder auch zuschlug, das ganze Sofa bebte. Habe genau gesehen, wie sein Schwanz in ihr verschwand, sie ihn tief in den Mund nahm, er schließlich kam, unter ihr liegend und zufrieden. Überhaupt, dieses Zufriedenheit, dieses Strahlen! Es war wunderschön! Und ich saß daneben, angezogen, knuddelte ein Kissen zu Tode und versuchte nicht zu offensichtlich erregt an meiner Unterlippe zu nagen.

Was mich, von meinem körperlichen Unwohlsein abgesehen, davon abhielt direkt ins Geschehen zu springen… Das leidige Thema Orgasmus. Sie kommt oft, auf Befehl, ein Teil ihres Spiels ist es, sie kurz davor zu bringen und es dann nicht zu beenden. Aber bei mir funktioniert das nicht, zumindest bisher nicht. Ich komme nicht. Aber sie kennen diese Bedenken und wollen es trotzdem versuchen. Die Tatsache, dass er sich dadurch herausgefordert fühlt, lässt meine innere Göttin jubilieren, um diesen Ausdruck mal zu klauen 😉

Es war ein extrem abgefahrener Abend. Und ich bereue ein wenig, nicht mitgemacht zu haben, aber trotz meiner bisher sehr passiven Position bin ich zu weiteren Abenden eingeladen. Ich freue mich sehr darauf, ich will mehr ❤

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