„So habe ich mir den Abend nicht vorgestellt“

Am Mittwoch war ich zum zweiten mal beim örtlichen BDSM-Stammtisch. Das besondere an diesem Stammtisch ist die Kombination aus Talk und Play, erst wird über ein Thema geredet und danach stehen einem die Spielmöglichkeiten in der Location zur Verfügung. Diese ist ein BDSM-Apartment, ein kleines Haus, dass über 4 Etagen verschiedene Räume und Settings zum Spielen bietet.

Das Thema des Abends waren Fesselspiele. Dazu gab es einen Vortrag von einem Mitglied eines Shibari-Clubs, der uns durch verschiedene Möglichkeiten der Fixierung führte. Seile, Ketten, Folie, aber auch Polizeigriff und Kabelbinder kamen zur Sprache. Und auch ein weißer Tyvek-Overall, den ich gerade neben mir auf der Couch liegen habe. In diesen wurde ich mit Kreppband eingepackt, dazu zog er mir eine Kapuze über den Kopf und so saß ich dann da, ein paar Minuten zumindest. Sehr simpel, sehr effektiv. Ich bin mir im Nachhinein nicht sicher, ob ich nur wegen der Muskelspannung in dieser Position gezittert habe, oder ob da auch Erregung im Spiel war. Ich reagiere auf solche Momente sehr intensiv, genieße beim Fesseln schon das Zusehen so sehr. Dennoch hatte ich nicht erwartet, am dem Abend in solch einem Anzug zwischen ungefähr 20 Fremden zu sitzen 😀

Fesseln ist Ruhe. Harmonie. Einklang. Selbst wenn es dabei um Schmerzen geht wie bei der Fesslung auf der letzten GEP, ist das Gesamtbild für mich immer sehr friedlich.

Ich suche Kontakte in diese Richtung, werde ein Treffen des Shibari-Clubs besuchen. Es war lange schwierig, ich habe in meinem Kopf ganz klar ein Problem mit meinem dicken Körper, eingeschnürt in Seile. Dabei ist einfach viel Körperkontakt im Spiel und da kommt noch immer die Idee durch, dass man mich nicht berühren möchte. Ich arbeite da noch dran 🙂

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