Welcome back – Die zweite FemDom-Party

Ich habe es schlicht verpeilt. Corona, mehrere Ortswechsel, viele Gefühle, seltsamer Nicht-Alltag, da war immer wieder „Du musst noch bloggen“, aber… ich habe es verpeilt. Dabei war es so ein wundervoller Abend in einer beinahe noch intakten Welt. Wir haben schon auf dem Hinweg über Corona geredet, auch auf der Party kam dieses Thema auf. Aber im Vergleich zum heutigen Tag, zum heutigen vollkommen leeren Party-Kalender war da noch alles gut und schön. Ein Blick zurück in diese Welt.

Der Hinweg war etwas verquer. Mein Spielzeug saß in Dortmund am Bahnhof und wartete auf mich, ich sammelte noch eine mir entfernt bekannte, aber sehr positiv in Erinnerungen gebliebene junge Dame ein und wir trudelten ein wenig verspätet zur Party ein. Gaderobe, umziehen, volles Haus, drängeln, warten, weiter umziehen. Ankommen. Vor der Gaderobe gibt es in dieser Location eine kleine Sitzecke und tatsächlich ist der Moment, wenn wir umgezogen davor stehen, die Leine am Halsband befestigen, der Moment, in dem mein Ankommen beginnt. Wirklich da bin ich nach der Begrüßung durch die Veranstalterin, beim „Schön, dass ihr da seid!“, beim Anstoßen mit dem ersten Getränk.

Willkommen zurück. Egal, wie unsicher ich mich in den Handlungen in diesen Breitengraden noch fühle, ich liebe das Land, in dem ich mich an diesem Ort bewege. Liebe die Menschen. Die Atmosphäre. Die Lust, die einfach anders klingt, wenn sie von dominanten Frauen ausgeht. Und ich hatte all das vermisst.

Es gab an diesem Abend viele tolle Momente, aber die meisten sind sehr privater Natur bzw ich bin nicht bereit, diese schönen Beobachtungen hier ungefragt einem öffentlichem Publikum im Detail auszumalen. Daher bekommt ihr nicht die genauen Bilder, es tut mir leid, ihr bekommt aber zumindest die Schemen hinter dem Vorhang beschrieben.

Es gab eine wie immer extrem unterhaltsame Vorstellungsrunde der Male-Subs zu Beginn des abends und auch mein Spielzeug stellte sich in dieser Runde vor. Er war nervös, vergaß spontan seinen eigenen Namen zu nennen, aber er stand da, in dieser Mitte, zwischen diesen ganzen Menschen, verkündete, dass er zu mir gehört und das er neu in dieser Runde ist. Es war sein Wunsch, ich erwarte solch eine Geste nicht und schon garnicht auf der ersten Party dieser Art überhaupt. Aber ich habe mich sehr darüber gefreut und habe seine Nervosität im Blick, in der Atmung durchaus ein wenig genossen.

In dieser Runde gab es diesmal Bsonderheiten. Es gab die Geburt eines Superhelden, des Bratmans. Und es gab ein Geschenk für eine Dame, die sich im Laufe des Abends revanchieren sollte. Außerdem war diesmal auch ein Hund zugegen, geführt von zwei ungemein eleganten Damen.

Nach der Runde verteilt sich die Menge durch die Räume. Wir verteilten uns mit, sahen uns um, sahen die freien Malesubs in der Nähe der Bar knien, bis sich jemand ihrer erbarmte (was nicht sehr lange dauerte, eine Dame arbeitete sich durch das Angebot, es war ein Fest) und fanden einen freien Bock.

Gut. Die ganze Sache mit meinem Spielzeug begann ja damit, dass ich an jemandem meine Schlaginstrumente austesten wollte, um an dieser Stelle meine Hemmungen zu verlieren. Außerdem hatte er mich in dieser Hinsicht ordentlich angepiekt und sehr, sehr klar seine Wünsche dahingehend geäußert. Gut. Ich musste also. Let’s go. Ich sammelte mein Werkzeug zusammen, platzierte ihn auf dem Bock und hatte Spaß. Ja, natürlich mit Sorge und vermutlich zu viel „Geht es dir gut“, aber ich hatte wirklich Spaß. Rhythmisches Klopfen hat einfach was befreiendes und ich habe mittlerweile auch passendes Werkzeug für mich. Ich bin aktiv nicht wirklich der Peitschen- oder Flogger-Typ, ich bleibe lieber bei stabileren Werkzeugen wie festen Lederriemen oder Holz. Und ich gebe mein Werkzeug auch gerne aus der Hand, falls jemand neugierig auf die Rollpiekser schaut =D

Wir atmeten durch. Tranken einen Schluck, bevor es zur Offenen Spankingrunde ging. Wir setzten uns mit als erste in den Raum und warteten auf die Meute. Wurden aber so auch erstmal Zeugen des Rückgeschenks der Dame an ihren Sub. Er durfte in Anwesenheit von Zeugen seinen Schwur wiederholen, zur Feier ihres Jubiläums. Ich bin ja momentan kein Fan des klassischen D/s und vergnüge mich gerade einfach sehr mit meinem switchenden Spielzeug, aber das war ein Gänsehautmoment. Das ging tief und ließ mich sehr bewegt und dankbar für dieses Erlebnis zurück.

Die Spankingrunde, die dann folgte, hatte auch ihre einmaligen Momente. Küchenwerkzeug, immer besseres Zählen und die Lektion, Schläge niemals mit einem „Ach, das geht ja“ zu kommentieren. Das Echo war hart und heftig, es kam nicht nur aus der Damenriege, auch ein Sub beteiligte sich bei der Korrektur dieses Fauxpas. Und auch eine weibliche Sub durfte an diesem Abend zuschlagen, und ja, sie konnte das wirklich exzellent.

Es war für mich insgesamt sehr schön, an diesem Abend auch mehrere weibliche Subs zu sehen, entweder fehlte mir beim letzten Mal der Blick dafür oder es waren einfach weniger anwesend. Aber das gibt mir den Mut, dort doch mal eine Dreierdynamik zu eröffenen, mit Twin, mir und meinem Spielzeug. There will be fun.

Und auch ich schlug diesmal zu. Saß mit dem Holzpaddel in der ersten Reihe und war vermutlich viel zu nett zu den Hintern, auf die ich klopfte. Aber es war wieder ein Schritt mehr. (Mein Dank gilt der Veranstalterin, die meine Hemmungen da kennt und mich ermunterte <3)

Wir blieben nicht bis zum Ende der Spankingrunde. Mein Spielzeug wollte nicht auf den öffentlichen Bock, sondern lieber noch eine Runde mit mir spielen. Sehr gerne =) In den Spielräumen war es mittlerweile ruhiger und wir fanden einen passenden Bock. Ich fühlte mich befreiter, ungehemmter und so lernte mein Spielzeug direkt das Vergnügen kennen, dass die Zunge einer Kantschu einem aus Versehen getroffenen Hoden bescheren kann. Hoppla. Zweimal. Doppelhoppla. Nunja. Entschuldigung. Aber wir hatten dennoch Spaß und beim nächsten mal binde ich mir eben Dinge aus dem Weg =D

Der Heimweg gestaltete sich einfacher, wir wurden mitgenommen und am heimischen Bahnhof vor dem eigenem Auto ausgesetzt. Danke dafür =) Auf den letzten Metern wurden wir dann noch von einem neugierigen Polizeiauto begleitet, dass sich wohl fragte, warum in einer Studentenstadt in einem Studentenviertel an einem Sonntag morgen um 5 ein Auto mit ortsfremden Kennzeichen herumfährt… Aber so kamen wir zumindest sicher nach Hause =D

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