Eine Facette

Vielleicht möchte ich das. Möchte an den Haaren durch einen Raum gezogen und auf den Boden gestoßen werden. Möchte Ohrfeigen, bis mein Gesicht glüht und die Augen Tränen und immer weiter hinaus. Daumen, die in die heißen Wangen pressen, bis ich den Mund öffne, damit er mir hineinspucken kann. Mit Spucketropfen, die neben den Lippen Richtung Hals laufen.

Vielleicht möchte ich das. Schmerzen ertragen, bis der Körper nachgibt. Sich krümmt. Und er nicht mehr erträgt, aber noch mehr ertragen muss. Ausgeliefert, durch den Schmerz gebunden, gefesselt durch den eigenen Geist. Ich gehe hier nicht weg, ich will mehr. Ich will leiden.

Vielleicht möchte ich das. Nicht Lust, sondern Gewalt. Zu heißes Wachs. Zu heftige Schläge. Vielleicht möchte ich Nadeln und Klingen. Möchte bluten und vernarben. Nicht nur Spuren, sondern Konsequenzen tragen.

Vielleicht möchte ich nicht spielen. Vielleicht möchte ich die Grenzen sehen und einfach mitnehmen, durch Türen in dunkle, fremde Räume treten. Abends durch die leere Gasse gehen, gegen den eigenen Herzschlag. Möchte das Risiko und die Angst.

Vielleicht möchte ich mich Unbekannten anvertrauen, mich selbst wehrlos verschenken und fühlen, wie sie mich ausloten und testen. Sich Wege suchen in meinen Geist und dort Dinge zerbrechen, die nur darauf warten.

Vielleicht möchte ich das. Gegen jede Vernunft. Möchte Fliegen im Fallen und Leben im Aufprall. Möchte Schmerz und Demütigung, nicht bis der Körper tränt, sondern die Seele greint, nicht mehr still für sich, sondern laut und klar.

Vielleicht möchte ich das.

Vielleicht.

Das Lied, bei dem sich am Freitag die Tanzfläche leerte

Elende Musikbanausen.

Es gab da mal vor vielen Jahren einen Abend auf der elterlichen Couch, alleine zuhause mit dem Freund, das Album “With Teeth” von Nine Inch Nails im CD-Spieler. Und ich stellte fest, dass ich auch anders kann, fordern, verlangen, wollen, mir holen, was ich will, oben sitzen. Das war schon ziemlich geil, für alle beteiligten ;D

Ich schlage mal einen sehr weiten Bogen von der damaligen Couch zum letzten Montag. Hotelzimmer, A, wir erinnern uns =) Wir hatten unsere Porno-Ordner ausgetauscht und guckten in zwei, drei Sachen rein. Er hatte schon früher erwähnt, dass er Lust hätte, sich gemeinsam einen Porno anzusehen. Mein Problem an der Sache ist das Denken. In dem Moment, in dem ein Porno dumm oder unrealistisch wird, fängt mein Hirn an zu meckern (Ok, und der Mund macht meist mit). Niemand lässt den Typen einfach ins Haus, ne, klar, ich hab meine Gürtelsammlung auch immer zuuuufällig auf dem Sofa liegen und warum muss der Kerl mit dem großen Schwanz immer ein Schwarzer sein? Vielleicht bevorzuge ich auch deswegen die kurzen, meist eher pragmatischen Rein-Raus-Clips auf Twitter 😉

Aber Tatsache ist, beim Porno brauche ich Ton. Ich brauche (realistisches) Stöhnen der Frau (asiatisches Hochfrequenzfiepen geht garnicht), mindestens ein lautes Atmen beim Mann, dieses schmatzende, nasse Geräusch zweier Körper, die sich gegen- und miteinander bewegen. Oder, gerade im BDSM-Bereich, das Knallen der Schlagwerkeuge auf der Haut.

Aber so als Hintergrund, beim Sex? Doch, geht, wenn man meinen Kopf mal davon gelöst hat. Und Sex bietet da ja genug Gelegenheiten =) Ich fand aber auch das gemeinsame Gucken sehr spannend. Mochte die Änderung in der Körpersprache. Das anders Hinsetzen. Das Den-Schritt-Zurechtrücken. Diese wachsende Erregung neben mir. Mein Auf-Der-Unterlippe-Herumkauen, nicht des Pornos wegen, sondern seiner Reaktionen, die ich aus dem Augenwinkel verfolgte. Es erregt mich einfach, wenn mein Gegenüber Erregung erkennen lässt. Das war schon bei unserem ersten Treffen so, als er meine Hand… hachja.

Hachja.

Besuche im Hotel: Ein Date mit A

Er zog sich aus mir zurück und ich spürte diesen Schwall warmer Flüssigkeit aus mir herauslaufen. Ich mag es, wenn man in mir kommt. Ich möchte da jetzt nicht zuviel hineininterpretieren, aber es ist wesentlich intimer als Sex mit einem Kondom, mich macht es ein Stück weit glücklicher. Danach verschwand er sehr schnell ins Bad und warf mir noch ein Handtuch zu, dass ich mir schnell unter den Hintern schob, um das Hotelbett nicht zu sehr einzusauen. Ich griff mir zwischen die Beine in unsere gemeinsame Nässe, roch an meinen Fingern, bevor ich sie mir in den Mund schob, grinsend.

Der Mensch ist ein Augentier, sagt man. Ich bin es beim Sex definitiv nicht. Meine Augen sind dabei fest geschlossen. Dabei bevorzuge ich prüdes Stück tatsächlich auch noch Dunkelheit, aber das ist verhandelbar 😉 Umso geschlossener die Auge, desto offener sind die anderen Sinne. Ich fühle jede Bewegung intensiver, schmecke jeden Kuss tiefer, habe den schweren Geruch nach Sex und Meer in diesem Zimmer eingeatmet.

Er hatte Ingwer mitgebracht, schon im Sommer stand das auf der “Würd ich ja gerne mal testen“-Agenda. Dieses mal haben wir es getestet. Die Wirkung war… Interessant. Ich denke, ich werde selber ein wenig damit experimentieren, bevor wir es dazu verwenden, wofür es in meiner Phantasie gedacht ist, nämlich als Analplug. Dafür hat er mir bei diesem Besuch die lang gehegte Angst vor Analsex genommen und ich möchte das bitte, bitte, bitte noch sehr oft wiederholen!

Sex mit A ist immer sehr berauschend, was mir fast ein wenig leid tut. Ich will einfach gefickt werden, nicht reden, nicht denken, ich will ihn so tief in mir, dass am nächsten Tag der Unterleib schmerzt und ich mich ziemlich egoistisch fühle. Ich hoffe, wir finden Gelegenheit, mindestens die Massage nachzuholen. Aber ich denke, wir gingen nach zwei Tagen mit mehreren Treffen zufrieden auseinander 🙂 Danke für diesen Besuch :*

Die Sklavenzentrale

Dieser Moment, wenn die einzige Info in deinem SZ-Profil die ist, dass du vergeben und nicht auf der Suche bist, und sich jemand meldet mit “Ich finde dein Profil für mich sehr interessant. Hast du schon jemanden gefunden?“

Passend zu meinem Tweet heute gibt es einen aktuellen Beitrag im Blog der Ophelia 🙂