Im Wandel

Momentan tut sich sehr viel bei mir. Schon vor der Trennung von meinem Spielpartner begann das Grübeln und auch die Erkenntnis: ich bin da falsch. Ich bin für ihn falsch und ich tue ihm nicht gut. Daher trennten wir uns letzte Woche einvernehmlich und ohne Streit.

Es tut mir sehr leid, dass ich ihn in den letzten Wochen verletzt habe, dass ich so abwesend war. Auf der einen Seite ist da Twin, wir loten unsere Gefühle aus, unsere Ideen einer Beziehung, wir suchen unseren Weg. Das ist nicht einfach und kostet viel Zeit, viel Emotion. Da bleibt wenig Raum für andere intensive Beziehungen. Ich mag mich nicht dafür entschuldigen, dass es mir da gut geht, aber es tut mir leid, das ich dafür an anderer Stelle versagt habe.

Auf der anderen Seite… Ich fühlte mich unwohl und fand nicht die richtigen Worte, hoffte darauf, dass sich meine Gefühle wieder ändern, ich mich wieder entspannte. Hatte vermutlich auch Angst vor der Erkenntnis, dass unsere Idee von einer Beziehung nicht die für mich passende war. Und so musste er diesen Schritt gehen, der meine Aufgabe gewesen wäre. Leider ist das ein Muster in meiner Zeit als FemDom, ich muss mutiger werden, selbstständiger. Sicherer. Ich werde hier nicht detailliert breittreten, was meine Probleme waren, aber ich ziehe daraus meine Lehren, rede und diskutiere mit dem engsten Kreis. Ich liebte und verehrte diesen Schlüssel, ich fühlte mich damit so wohl, aber der Schlüssel und andere Aspekte unserer Beziehung standen für mich in einem solchen Gegensatz, dass ich in Zukunft entweder eine wirklich enge Beziehung knüpfen werde oder eine sehr lockere, ohne Schlüssel oder nur mit Teilzeit-Aufbewahrung. Ich werde mich auch nicht mehr auf so eine Entfernung einlassen, habe gelernt, dass mir Hausaufgaben und Spielen über Fotos und Videos zu wenig geben und ich das nicht möchte.

Was ich möchte, jetzt und in nächster Zeit… Spielen. Ich suche eine lockere Spielbeziehung, eine Freundschaft, ich möchte nicht permanent Sir sein. Bachelorarbeit, Beziehung, der Verlust in der Familie, ich bin ausreichend beschäftigt. Ich suche Ruhe, nicht die Aufmerksamkeit, sortiere momentan aus und genieße die immer kleinere Zahl von Followern. Ebenso sortiere ich aus, was ich täglich lese. Teile meiner Timeline taten mir in letzter Zeit nicht gut, also lese ich diese nur noch selten oder garnicht mehr. Das große Interesse am rein schriftlichen Austausch fehlt gerade insgesamt. Vielleicht liegt das auch daran, daß ich mittlerweile sehr genau weiß, was ich machen möchte. Ich bin als FemDom nicht in der Findungsphase, eher in der Workshop-Phase. Nadeln. Blut. CBT. Fesseln. Spanking. Aspekte der Demütigung. Forced Bi. Atemkontrolle. Ich bin Sadistin. Die Macht des D/s lockt mich kurz, aber hält momentan nicht länger als über die persönliche Begegnung hinaus. Spielen geschieht erst nach einiger Vor- und Vertrauensarbeit. Meine Herzthemen sind keine Themen für den Einstieg, aber es sind die Themen, die mich locken und die auf meiner Fortbildungsliste stehen oder standen und schon „abgearbeitet“ sind. Aber da bringt mir das darüber reden nicht so viel, ich muss das Handwerk lernen und das werde ich.

Es werden Babysteps bleiben, ich bin nicht weniger vorsichtig geworden und brauche Hilfe, brauche Spielpartner die mit mir experimentieren, auf Augenhöhe und mit Lust. Aber wisst ihr was? Ich fühle mich wohl und lasse mir Zeit mit meinem Weg.

2 Gedanken zu „Im Wandel“

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