Layers of Sex

Mit den unterschiedlichen Rollen kommen unterschiedliche Ansichten dieses Themas, als Sub ticke ich sexuell anders als als Sir. In letzter Zeit hatte ich wenig Lust, der letzte Sex ist ähm… Einige Monate her und mir fehlte nichts. Aber langsam. Erwacht da etwas.

Als Sub diene ich. Wenn mein dominanter Partner mit mir schlafen möchte, wird er /sie das tun. Wenn er /sie möchte, dass jemand anderes mit mir schläft, wird das passieren. In dieser Rolle habe ich keine Ansprüche und keine Wünsche, außer: ich möchte zufriedenstellen. Den Herrn, die Dame, den Platzhalter, egal, ich möchte, dass alle zufrieden aus der Szene gehen.

Als Maso ist Sex kein Thema. Ich möchte, dass man mir weh tut, Sex gehört nicht in dieses Setting. Ich mucke auf, wenn es zu viel, aber auch wenn es zu wenig Schmerz ist. Ich mucke auf, wenn jemand gegen meinen Willen handelt. Ich unterwerfe mich nicht, ich leide auf Augenhöhe.

Es gibt eine Mischung dieser beiden Rollen, es gibt Momente, in denen diese beiden Farben ineinanderfließen. Ich kann auf Augenhöhe mit einer Fesselung anfangen und als Sub aus der Fesselung befreit werden. Aber grundsätzlich würde ich diese beiden Aspekte mittlerweile getrennt betrachten.

Als Sir… Ja. Für den Hasen wäre ich unberührbar gewesen, mehr als Küssen, Füße massieren und Facesitting (angezogen) war mit meinem Körper nicht geplant. Warum? Weiß ich nicht. Bauchgefühl. Bei meinem neuen Spielzeug bin ich unsicher. Das Machtgefälle ist da im Fluss. Als Sir bleibe ich angezogen und betrachte Penisse und Hoden weiterhin eher als Spielfläche für Dilatoren, Nadeln und Seile. Und andere Körperöffnungen würde ich noch immer gerne eher bedienen lassen und mich dabei mit Popcorn auf die Zuschauerplätze zurückziehen. Vielleicht darf man mir mal zuschauen, wenn ich mit jemand anderem schlafe. Aber Sex mit meinem Sub? Nope. Passt irgendwie für mich (noch?) nicht. Als Sir lockt mich Sex einfach nicht, es gibt so viele andere schöne Dinge, die man tun kann.

Aber ich weiß, dass aus Sir auch Katze werden kann, wenn man die richtigen Punkte drückt und ich mag das. Die Erweiterung des „Amokhasen“, der mich teasen konnte, nur diesmal ohne Grenzen, ohne die Notwendigkeit meines Einverständnisses und meines „Go“. Switcher halt, die farbwechselnden Stimmungsringe in der BDSM-Szene. Ich sehe da Möglichkeiten und Flow, viele, schöne Spielplätze und diese Aussichten machen mich sehr hüpfhüpfhüpf =D

Und so dieser normale Sex? So… Vanilla? Ich weiß nicht, ist es Vanilla, wenn man in 99% der Fälle genommen, überwältigt, gefesselt, mit Machtgefälle gefickt werden will? Keine Ahnung. Aber ganz unabhängig von der Rolle, in der ich mich dann gerade befinde, ist das die Version von Sex, bei der ich mich entspannen und genießen kann, bei der der Kopf endlich mal runterfährt. Aus dieser Situation heraus kann ich auch aktiv werden, sanft, eher liebesbedürftig. Aber Sex, der Akt an sich, beginnt für mich am Besten mit einer Wand im Rücken, mit anderen Händen, die meine festhalten und einem Kuss, der mir den Atem nimmt.

(Wobei mir meine Geschichte zeigt, dass auch das hier nur eine Momentaufnahme sein kann, zumindest im Bereich der Sadistin wird sich sicher noch ein bisschen was entwickeln.)

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