Bis einer weint

Der Boden ist kalt. Es dauert einen Moment, bis dir dieses Detail auffällt, ebenso wie die winzig kleinen Steinchen, die sich in deine Wange drücken.

Dein Gesicht liegt mit der rechten Seite auf dem Boden. Ein Teil deines Körpergewichts ruht auf dieser Seite, ebenso wie auf deinen Knien. Die Handgelenke sind mit Seilen nach unten gezogen, Richtung Füße. Dein Körper ist gekrümmt, gestaucht, und langsam, ja, langsam wird es anstrengend.

Sie sitzt hinter dir, mit bestem Blick auf deine geöffnete Rückseite. Die Beine gespreizt, Arsch und Fotze entblößt. Du hörst ihren Atem, manchmal ein Kichern, nur wenig Worte. Eine Beinlänge entfernt ist alles, wonach du dich sehnst, nur eine Beinlänge. Aber sie wartet geduldig auf das Signal, dass nur du ihr geben kannst. Bis dahin gibt es nur eine Schuhspitze, die dich manchmal streift. „Na komm, du schaffst das. Gib dir ein bisschen Mühe!“

Und so liegst du da und bettelst sie an. Du bittest sie um ihren Schwanz, um das Zustoßen, um den Schmerz, den sie damit tief in dir erzeugen wird. Du erklärst ihr, warum gerade du notgeiles Stück es so dringend brauchst, dass du nicht anders kannst als Opfer deiner Lust. Du wimmerst um ihre Aufmerksamkeit, gierst nach jeder kleinsten Berührung. Du versuchst es mit einem Deal, einige Schläge mit dem Rohrstock würden das Spiel sicher beschleunigen. Und tatsächlich, mit einem Kichern steigt sie drauf ein.

Du hörst ihre Schritte auf dem Boden. Ihre leise Stimme. „Meine kleine Schlampe möchte also noch mehr leiden…“ und du bejahst, nickst eifrig und drückst den Rücken noch ein wenig mehr durch. Der Stock beißt in deinen Hintern und die Rückseite deiner Oberschenkel. Du quittierst jeden Schlag mit einem scharfen Einatmen, sie lässt dir die Zeit nach jedem Schlag. Fünf. Sechs. Sieben. Acht. Neun. Zehn. Der Griff nach den heißen Stellen. Ihre Finger hinterlassen ein noch heißeres Brennen. Aber unter dem Schmerz spürst du, wie es funktioniert. Die Nässe sammelt sich merklich und da ist er endlich, der eine Tropfen. Er fließt zwischen deinen Schamlippen zusammen und tropft auf den Boden. Das Startsignal.

Du hörst das Pumpgeräusch der Flasche Gleitgel, und spürst kurz darauf den kalten Metallplug, der sich ohne Zögern in deinen Arsch schiebt. Dann lässt sie das Kissen zwischen deine Beine fallen, kniet sich darauf und schiebt den Dildo des StrapOns langsam, beinahe zärtlich in deine Vagina. Ein kurzes Streicheln, voller Liebe und Wärme. Ein letztes Mal die Frage, die Absicherung: „Bis einer weint?“ Dein Nicken und deine klaren Worte mit fester Stimme besiegeln dieses Spiel. „Bis einer weint.“

Sie holt tief Luft, krallt die Finger in deine Hüfte, zieht dich näher zu ihr. Und beginnt endlich zu stoßen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.