We like the pain – Die erste FemDom-Party seit 2020

Bald zwei Wochen ist dieser wunderschöne Abend nun her und ich habe die Zeit auch gebraucht, um Worte für diese Bilder und Gefühle zu finden. Es war einfach eine exzellente Party, an die wir noch lange denken werden.

Dieses Event begann im Kreis von Bekannten, die sich am nächsten Tag als Freunde von uns verabschiedeten.

Unser ursprünglicher Plan sah Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und eine Hotelübernachtung vor. Als ein uns von den Picknick-im-Bedo-Events bekanntes Paar (FemDom, MaleSub) sich auch zu dieser Party anmeldete, luden sie uns ein, sich ihnen für Fahrt und Übernachtung bei ihnen anzuschließen. Das Angebot nahmen wir gerne an.

Wir trafen uns vor dem Event, aßen gemeinsam, guckten ein paar Videos, machten uns bereit für den Abend und schließlich auf zur Location, dem Sadasia in Dortmund. Der Abend dort begann mit der Begrüßung durch die Veranstalterin Lady Kira. Sie hieß jeden Besucher persönlich mit einem Getränk und einem kurzen Gespräch willkommen. Danach drehten wir erstmal eine Runde durch die Räumlichkeiten, gingen die Spielmöglichkeiten durch und bewunderten die neuen Klimaanlagen =D Die ersten Eindrücke wurden bei einem Kaffee verarbeitet. Der Raum füllte sich, ich sah viele neue, aber auch viele bekannte Gesichter. Die Damen waren durchgehend elegant gekleidet, die Subs teilweise nackt, mit Peniskäfig oder in Maid-Uniform, je nach Rolle und Vorliebe.

Die Vorstellungsrunde der MaleSubs war eher kurz, man wollte endlich spielen. Und so wurden in erster Linie die freien Subs vorgestellt. Von den Subs in Herrschaft stellten sich nur die vor, die aus bestimmten Gründen dazu verdonnert worden sind (und man sollte seine Herrin einfach nicht alt nennen 😂) Nach der Runde verteilte sich die Meute und das Spielen begann. Wir stromerten los, guckten uns um. Überall Damen, die ihre Werkzeuge zurechtlegten, ihre Spielzeuge wie gewünscht platzierten. Die freien Subs kamen teilweise auch sofort unter: ich erinnere mich an eine Dame, die sich über das Gesicht ihres Subs kniete und dort einen Moment verweilte. Dann durfte ein freier Subs sie vorsichtig abtupfen und ihren Slip wieder an die richtige Position bringen.

Ich blieb bei einem der Paare hängen. Er stand vor ihr, die Hände nach oben gefesselt, und sie schlug mit unterschiedlichen Instrumenten auf seinen nackten Körper ein. Ich beobachtete seinen Körper, wie nach und nach die Spuren auf ihm zu leuchten begannen. Sein Gesicht, diese Mischung aus Kampf und Lust. Er wand sich, lachte, knurrte, wich aus, stellte sich wieder hin, ich sah jemandem zu, der mir sehr ähnlich war. Die beiden hatten unheimlich Spaß an ihrem Spiel und ich genoss das Privileg, ihnen dabei zuzusehen. Sie sollten mir später an diesem Abend noch einmal begegnen, wir durften Blicke davon erhaschen, wie sie erst sein Gesicht, und dann seinen Schwanz ritt. Ein wirklich wunderschöner Anblick =)

Aber vorher belegten Twin und ich das Bett, auf dem die Dame später ihren Ritt haben sollte. Das Sadasia hat mehrere größere Spielräume, aber eben auch ein eher privates Zimmer mit einem großen Bett mit Fesselmöglichkeiten darüber und einem hängenden Brett daneben. Twin sortierte unsere Seile auf das Bett, während ich mich bis auf die Straps-Strumpfhose zum Fesseln entkleidete. Unsere beiden Begleiter bereiteten sich derweil darauf vor, das Hängebrett neben uns zu nutzen. Und so durfte ich beim verschnürt werden nicht nur meinen Schmerz und meine eigene Lust genießen, sondern durfte dem Stöhnen und Keuchen unseres Begleiters lauschen, der erst von seiner Königin geschlagen und dann gefickt wurde. Das war eine wirklich sehr schöne Geräuschkulisse und ich bin für diesen besonders intimen Moment sehr dankbar. Es war nicht so einfach, in dieser Situation in meinen eigenen Raum wegzudriften, ich höre einfach unheimlich gerne bei Orgasmen zu und das war ein wirklich schöner. Ich habe aber auch die Seile und die Nähe zu Twin an diesem Abend sehr genossen. Wir fesseln momentan selten und sind aus der Übung, hatten an dem Abend aber einfach eine wunderschöne Session voller Zuneigung und Liebe. Und Schmerz natürlich.

Und so ging die Nacht weiter. Es gab Fußmassagen, Twin, die noch einen danach glücklich wegschwebenden freien Sub bespielte und den danach sehr, sehr, sehr farbenfrohen Arsch unseres Begleiters, an dem seine Königin und die Dame des Hauses sich mit Schlaginstrumenten vergnügten. Es war einfach ein perfekter Abend.

Ich habe hier schon über zwei FemDom-Partys von Lady Kira berichtet. Für mich sind das einfach DIE Partys. Kannte ich bisher hauptsächlich von männlichen Doms und weiblichen Subs bevölkerte Events, oder lockere Dance and Play-Partys, sind FemDom-Partys einfach anders. Der Flow auf diesen Veranstaltungen ist permanent da, es gibt immer ein klares Machtgefälle. Man fühlt sich als Frau frei und sicher, weniger gemustert und bewertet. Der gesellschaftliche Druck auf dieser Party ist ein anderer. Gefühlt geht es mehr um Spaß und Spiel, und weniger um Dominanzgehabe, das ist an dieser Stelle schlicht nicht nötig. Dabei fühlte ich mich dieses Mal erst sehr unsicher, war ich als Switcherin doch das erste Mal mit meiner Partnerin dort, das erste Mal weder klar als Dom noch als Sub unterwegs. Ich ließ mich von meiner Partnerin auf Augenhöhe Fesseln, scheuchte aber dennoch die Subs aus dem Weg oder ließ mir die Füße massieren. Das war erstmal seltsam, ich fühlte mich damit aber bald wohler und akzeptiert. Ich konnte mich dort sicher fühlen, weil mich niemand (außer mir) hinterfragte. Warum auch. Ich war eine Frau auf einer Femdom-Party.

Ich möchte jeder interessierten Dame oder angehenden FemDom einen Besuch dieser Art von Party dringend ans Herz legen. Das gilt vermutlich auch für MaleSubs, die eine sichere und respektvolle Atmosphäre suchen, aber da ich die Rolle auf dieser Party nicht kenne und als Frau auch nicht kennen kann, möchte ich keine Empfehlung aussprechen. Ich kann aber auf meine Begleiter auf diesen Partys verweisen, die werden dazu sicher gerne das eine oder andere sagen.

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