Die Sklavenzentrale

Dieser Moment, wenn die einzige Info in deinem SZ-Profil die ist, dass du vergeben und nicht auf der Suche bist, und sich jemand meldet mit “Ich finde dein Profil für mich sehr interessant. Hast du schon jemanden gefunden?“

Passend zu meinem Tweet heute gibt es einen aktuellen Beitrag im Blog der Ophelia 🙂

Lichtloses Kopfkino

Wir alle haben Phantasien und Wünsche und viele von uns bemühen sich darum, diese Ideen nicht nur als Kopfkino verstauben zu lassen. Besuche im Pornokino, im Swingerclub, von BDSM-Parties sind motiviert durch diese Bilder, gefüttert durch Filme, Texte, Gespräche. Aber es gibt auch Phantasien, die vielen zu weit gehen.

Für manche ist es schon die Idee von Natursekt, für andere Spiele mit Blut und Klingen, aber der schwierigste Phantasie-Dauerbrenner ist wohl die Sache mit der Vergewaltigung.

Es reicht eine kurze, sehr kurze Suche über Google und man versteht, dass es viele, sehr viele Frauen gibt, die sich genau so etwas erträumen. Und dass sich viele Fragen stellen dazu: warum finde ich den Gedanken erregend? Darf ich das? Bin ich nicht normal? Bin ich krank?

Ich finde diese Selbstzweifel sehr traurig, Würden wir über solche Kopfkinofilme offener reden, müsste man sich nicht in anonyme Foren begeben, um sich dort am Ende noch diese vermeintliche Krankheit einzugestehen. Natürlich ist das eine sehr heikle Sache. Warum sollte man sich so eine Erfahrung wünschen? Andere Frauen erleben so etwas und bleiben oft verletzt und vielleicht ein Stück weit zerbrochen zurück. Sowas darf man sich eigentlich garnicht wünschen. Eigentlich. Aber Wünsche und Erregung unterwerfen sich keiner Moral, die Gedanken sind frei, nicht zensiert.

Und dennoch… wenn ich versuche, so eine Phantasie zu formulieren, scheitere ich. Eine echte Szene, Gewalt, Blut, Schmerz, das Niederreißen der Grenzen eines anderen. Da blockiert etwas. Da mangelt es an Worten und es wird still, zumindest wenn ich tiefer in diese Phantasie einsteige und nicht nur an der Oberfläche schabe. Denn unter dieser Oberfläche liegt die Angst, eine Beklemmung, eine seelische Atemnot. Die eigene Angst vor so einer Erfahrung, vor echtem Stalking, echtem Verletzen meines persönlichen Raums, einer echten Vergewaltigung, ist so viel größer ist als die eigene Erregung bei diesem Gedanken. Und das ganze in abgeschwächter Form formulieren? Also eine… abgesprochene Vergewaltigung erzählen? SSC und RACK, mit Gummi und “Huuu, wenn ich jetzt um diese Ecke gehe, passiert es, da wartet er!”? Nein, irgendwie… ist es das nicht. Das wäre nur ein Spiel.

Ich habe diese Bilder. Ich finde aber nicht die Worte, um diese Bilder erotisch zu beschreiben. Ich zweifle aber nicht an meiner Gesundheit, nicht an meinem Geist, ich kann in meinem Kopf diese Phantasie genießen und auch leben, aber ich kann sie nicht realistisch nach außen tragen. Und Fantasy ist nicht mein Ding, daher: die Angst wäre da und sie wäre mächtig und überwältigend.

Also lasse ich es einfach. Zumindest für diesen Moment. Es gibt eben doch Grenzen und Tabus, nicht im eigenen Kopfkino, aber in der Art und Weise, dieses anderen zu vermitteln. Das einzig Gute: es sind meine Grenzen, ich setze sie. Nicht die anderen.

 

Etwas konfus, das Ganze. Sorry.

Schlaf wird überbewertet

Ich liege nachts wach und finde keine Ruhe. Es gibt viele Gründe, vor allem die Uni, aber auch welche, die ich hier mal loswerden wollte. Vielleicht klappt das dann heute abend besser =)

  • Mein Herr =) Auch wenn ich so viele Freiheiten habe, dreht es sich gedanklich viel um ihn. Und was noch kommen mag. Wir sehen uns nächste Woche zu einem Abendessen, ich denke mal, das letzte mal dieses Jahr. Aber in wenig mehr als einem Monat steht schon die nächste Secret Night an. Es geht gerade alles so schnell.
  • Ich habe heute ein Date. Und momentan könnte ich noch zwei andere haben. Erst geht wochenlang nichts, dann stapeln die sich. Ernsthaft, sprechen die sich ab? Alles, was ich von dem heute abend weiß, ist Name und Beruf. Ich habe noch nicht mal nach einem Bild gefragt, ist mir hinterher aufgefallen. Aber warum auch? Er war freundlich, ich mag das Profil und frei nach Seitenspringen, “Ein Kaffee geht immer”. Ich werde berichten =)
  • Am Samstag fahre ich nach Köln, TO.mTO aus Berlin ist zu Gast und ich vermute ganz stark, dass der Termin im Showroom mit einer Korsett-Bestellung endet. Das ist ok, ich habe einige Monate Zeit, das Geld anzusparen, aber eine mittlere, dreistellige Summe ist nicht wenig. Auch wenn mir vollkommen klar ist, dass ein maßgeschneidertes Korsett diesen Preis durchaus wert ist. Gut, dass ich mit den Tattoos soweit durch bin, die hab ich bald abbezahlt ^^”
  • Am Sonntag kommt A vorbei <3 Ich freue mich da schon sehr drauf. Das ist irgendwie… Urlaub. Wir verstehen uns gut, ich bin gespannt, was wir so ausprobieren, und wir werden einfach Spaß haben. Vielleicht berichte ich auch da =P
  • Und dann ist da noch der Mann mit den Seilen, kennengelernt auf der GEP. Ich hatte ihn gefragt, ob ich das mit dem Bondage mit ihm mal ausprobieren könnte und bin jetzt demnächst zu einer Bondage Lounge eingeladen. Aber mich macht das nervös, eben weil diese Erfahrung noch fehlt, ich kann mich da nicht einschätzen. Momentan kämpfe ich mit einigen Gelenken, habe Schmerzen, bin unbeweglicher. Mal sehen. Und da fehlt einfach noch eine Basis. Entspannen geht bei mir einfach nur, wenn man sich ein wenig kennt. Das ist noch nicht gegeben. Mal sehen, wie wir das angehen.
  • Achso, fast vergessen. Dann ist da noch die Frau, mit der ich gerade flirte und irgendwie. Nyu. :3 Ich guck mal ^^ Der Wunsch ist durchaus da und ich mag sie 🙂

Und nun… frühstücken und Vorlesung. Man liest sich =)

Lust in Schwarz – die Gothic Erotik Party

Gestern war es endlich so weit. Zum ersten Mal hatte ich von der GEP vor mehr als einem Jahr gehört und es hörte sich gut an. Musik der Szene, das ganze im Bedo-Studio in Dortmund, das einen sehr guten Ruf genießt. Und so packte mich gestern der beste Freund ins Auto und wir fuhren dahin.

Es gab ein kleines Buffet, Getränke zu angenehmen Preisen, vor allem: sehr viel zu gucken. Die Ausstattung ist einfach genial, man hat dort alle Möglichkeiten, was das Spielen angeht. Und dann sind da noch die anderen Besucher… Auf dieser Party galt absolutes Handy- und Kameraverbot, aber glaubt mir, es hätte so viel zu fotografieren gegeben. So vieles, was man sich gerne später nochmal in Ruhe angesehen hätte.

Es gab da zwei längere Szenen, die diesen Abend bestimmt haben. Ich habe keine Chance, die Schönheit und Erotik dieser Momente auch nur annähernd zu erfassen, ganz ehrlich, das war grandios! Es tut mir sehr leid, aber manches muss man einfach erleben.

Akt I: Bondage zu dritt

Da verteilte und enttüddelte ein gutgekleideter Herr seine Seile im Raum. Mein bester Freund, Textiler durch und durch, stellte ihm Fragen dazu und schwupps waren wir im Gespräch. Und dann saßen wir einfach da und sahen zu, wie er eine wunderschön tätowierte Frau fesselte, während eine weitere Dame diese bespielte. Das war so wunderbar harmonisch <3 Sie genoss es sichtlich, gefesselt zu werden, die Augen geschlossen, den Mund leicht geöffnet, die Atmung schneller. Er Fesselte konzentriert und knüpfte Knoten. Die Domme berührte die Freundin immer wieder, mal zärtlich, mal härter, man sah, dass diese beiden schon gut aufeinander eingespielt waren. Ich weiß nicht, wie lang das ganze dauerte, aber wir saßen da ganz verzaubert und sahen uns das an. Bondage kann nicht nur für den ausführenden meditativ sein, auch für den Zuschauer. Diese drei strahlten eine ergreifende Ruhe aus, dazu Vergnügen aneinander und Lust. Irgendwann zogen sie sich in ein Separee zurück und wir an die Bar.

Akt II: Zwei Männer, zwei Frauen

Wir saßen in einer weniger belebten Ecke im unteren Spielbereich, wir zogen ein wenig Zwischenbilanz, als sich eine Vierergruppe in unserem Sichtfeld einfand. Nach einem oralen Tête-à-Tête zwischen den Mädels, schnappte sich einer der Jungs seine Partnerin und befestigte sie an einer an der Decke pendelnden Stange. Er bespielte sie und nahm sie schließlich von hinten. Aber irgendwas passte nicht, die Körpersprache stimmte nicht, sie wirkte nicht abweisend, sie war einverstanden mit dem was da passierte, aber es fehlte etwas. Und dann kam die Freundin ins Spiel. Während er hinter ihr zu stieß, küssten sich die beiden Mädels wieder. Und es war alles anders. Da war plötzlich Lust, die beiden flossen in- und aneinander. Er zog sich recht schnell zurück, sie übernahm die Gerte und die angekettete Freundin. Das was vorher nicht passte, irgendwie kantig wirkte, schmiegte sich aneinander, die beiden mochten sich offensichtlich sehr gerne, Nummer zwei kannte den Körper ihrer Freundin sehr gut und wusste genau, wo sie sie berühren musste. Und die beiden Jungs standen daneben und beobachteten, wie die beiden Frauen eine Aura der Lust umgab. Dieser Kontrast war wirklich faszinierend. Ich sah sie später auf der Tanzfläche wieder, er stand hinter ihr, drückte sie an sich, ihre Hände hinter ihrem Rücken in seinem Schritt, aber es waren die Küsse ihrer Freundin, die sie erst wirklich berührten.

Ich kann mit normalen Parties nichts anfangen. Laute Musik ist geil, aber ich tanze ungern und weiß dann nie, was ich bei einer Party eigentlich machen soll. Aber das jetzt war einfach perfekt. Eine Mischung aus Gothic und BDSM, aus Lust und Spaß, alle Altersklassen vertreten, alles zu sehen von Petplay bis Uniform, von Lack und Latex zu schlicht nackt, dazu Musik, interessante Gespräche, neue Bekanntschaften. Ich war einfach glücklich. Und möchte da wieder hin <3