Erste Male – Der Klinikworkshop

Vor dem eigentlichen Bericht eine Content-Warnung: Es geht um Nadeln und um Blut, um Einstechen, Durchstechen, Unterspritzen. Neben dem Beitragsfoto gibt es ein farbiges Bild mit einer Nadel in einer Brustwarze. Wer sowas nicht sehen möchte: nicht lesen.

Auf diesen Workshop hatte ich mich ganz besonders gefreut. Der Klinik-Bereich lockte mich vom Beginn meiner BDSM-Zeit, ich habe schon sehr früh mit Nadeln, Skalpellen und Dilatoren gespielt, nur wirklich gelernt hatte ich das noch nie.

So fuhr ich gestern abend voller Vorfreude und auch etwas nervös nach Wuppertal zu Absolut Amber. Vor der Haustür sammelte sich schon ein Grüppchen. Wir wollten nicht zu früh klingeln, nachher waren oben noch Sessions im Gange und wir klingeln dazwischen… also warteten wir, lernten uns schon ein wenig kennen, verglichen Erfahrungen. Aber schließlich war es fünf vor, und wir betraten den Hausflur. Wir mussten ganz nach oben und es gab einen kleinen Aufzug, also stieg das erste Grüppchen ein und ward erstmal länger nicht gesehen. Tatsächlich verabschiedete sich die Elektronik des Aufzugs bei dieser Fahrt und am Ende mussten die uniformierten Männer anrücken, um die Insassen zu befreien und verspätet in den Workshop zu entlassen. Der Rest nahm dann also die Treppe.

Oben angekommen guckte ich mich im ein wenig um, wir waren in einem großen Raum voller Spielmöbel, sehr schön und passend eingerichtet. Und nach einem kurzem Kennenlernen und Abchecken der Lift-Situation ging es auch los mit Infos zu Handschuhen und Desinfektion.

Ein Freund der Herrin hatte sich für diesen Abend zur Verfügung gestellt und wir durften an ihm Hand anlegen. Amber begann mit dem Nadeln der Brustwarze. Auf die zweite Liege legte sich ein Teilnehmer und ließ sich auch stechen. Wir verglichen die Brustwarzen, bei dem Freund steckten da schon häufiger Nadeln drin, sie waren größer und fester als bei dem Teilnehmer. Für die festere Brustwarze nahm Amber eine dickere Nadel, für die kleine und weiche Brustwarze nahm sie eine dünnere.

Holy. Fuck. Was für ein Einstieg. Ich hatte vor vielen Jahren einmal selber versucht meine Brustwarze zu durchstechen und hatte aufgegeben, Kopf und Schmerz waren einfach zu viel. Daher habe ich mich danach auf das so viel weichere Gewebe rund um den Vorhof verlegt. Das jetzt war… heftig. Aber… machbar… ok. Ich habe sehr genau zugeguckt, auch als andere Damen die ersten Nadeln durchschoben. Ich selber habe mich zurück gehalten in dieser Runde, schlicht aus Angst, dass mir dabei der Magen in die Knie sackt und ich umkippe. Der Gedanke, mit der Nadel durch dieses feste Gewebe zu stechen… nein. Nicht so, so spontan.

In der nächsten Runde ging es um Nadeln am Hodensack. Yes, da war ich dabei =D Feinere, kürzere Nadeln, genug Küchenkrepp für das Blut, ordentlich desinfizieren, nur in die, nennen wir es mal überschüssige Haut, never ever in den Schwellkörper. Pieks.

Das Unterspritzen des Hodensacks mit Kochsalzlösung. Hallo ^^ Dickere Nadel, Luft aus der Spritze lassen, Finger weg vom Schwellkörper, in den Hodensack, Flüssigkeit einspritzen, das Ergebnis bewundern. Das machte Spaß!

Ich hatte mir noch nie Gedanken darüber gemacht, was man alles unterspritzen kann. Amber zeigte es uns an der Brustwarze, das sah sehr spannend aus und das Ergebnis faszinierte. Ich würde wirklich gerne wissen, wie sich das anfühlt und mal sehen… wird sich ergeben.

Bei den Dilatoren, die danach folgten, hielt ich mich zurück. Nicht, weil ich mich nicht getraut habe, ich kannte es nur schon und die Damen waren dermaßen begeistert bei der Sache. Ich genoss lieber den Anblick =D Auf der Liege vor mir arbeitete sich eine Besucherin am Bekannten der Herrin durch das ganze Sortiment und war recht schnell beim Dicksten Modell. Es fand sich wieder ein Workshop-Teilnehmer auf der Liege daneben, und an ihm arbeiteten mehrere Damen. Eine hielt und wichste den Penis, eine andere hielt den Dilator und drückte einen Vibrator dagegen. Das Ergebis ließ nicht sehr lange auf sich warten =D Dieses neugierige Gewusel um mich war einfach perfekt.

Der Workshop endete mit einer kurzen Wiederholung der Nadeln in der Brustwarze für die verspäteten Teilnehmer und einer weiteren Unterspritzung. Manche Teilnehmer, die sich vorher nicht kannten, ergänzten sich da einfach sehr gut als Aktive und Passive =)

Wir ließen den Abend in einem Bistro um die Ecke ausklingen und verabschiedeten uns nach und nach gen Heimat.

Als ich nach zwölf bei mir reinschneite beschäftigte mich noch immer das Thema mit der Nadel in der Brustwarze. Ich aß erstmal was, mein Kreislauf war nicht mehr der fitteste und dann sammelte ich das Material zusammen. Ich brauchte mehrere Versuche, es kostete mich wirklich unverschämt viel Überwindung, die Nadel durch das Gewebe zu schieben. Schneller zustechen tut weniger weh, aber ich wollte sichergehen, dass ich mir die Nadel nicht selber in den Finger dahinter jage. Also war ich eher langsam und musste den Schmerz so länger aushalten. Aber dann war es geschafft. Finally <3

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Es tut tatsächlich garnicht so sehr weh, es ist viel eher der Kopf, der einen ermahnt, dass man gerade eine Grenze überschreitet. Aber es geht. Und es fühlt sich gut an, auch wenn es weiterhin eine Herausforderung bleibt. Dennoch habe ich es getan, zum ersten Mal. Und vor allem: Fremde Haut, eine Nadel in und durch fremde Haut. Endlich.

Endlich.

<3

 

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