Lasst mich fliegen – BDSM und Beziehungen [eine Momentaufnahme]

Ich wurde durch ein, zwei Kommentare auf Twitter zu diesem Beitrag motiviert, habe aber sehr kritisch darüber nachgedacht, ob ich euch an diesen Gefühlen teilhaben lassen soll. Denn hier geht es nicht nur um eine Ansicht, die sich vielleicht in einiger Zeit wieder ändert, es geht auch um Gründe für meinen Austritt aus dem Zirkel. Dabei möchte ich einfach niemandem zu nahe treten, weder meinem ehemaligen Herrn, noch den Damen im Zirkel.

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Mein Herr und ich … Wir

http://training-of-o.de/blog/2018/02/05/tara-falbalus-wir/

Um Himmels Willen, wieso sehe ich das erst jetzt? Es tut mir sehr leid. Heute ist die Nacht vor der Heimfahrt, ich bin aufgewühlt und leider viel zu wach, morgen geht es zu den Eltern, Dienstag dann zur Operation ins Krankenhaus. Ich habe in diesem Semester sehr viel Stress gehabt und mich zwischendurch verloren, aber unsere Secret Night der O hat mir sehr deutlich gezeigt, dass ich das will, DAS, uns, diesen Weg.

Dabei bin ich einfach unglaublich dankbar dafür, dass ich einen Herrn habe, der für mich den richtigen Weg findet und mir die notwendigen Freiräume lässt. Ich habe unseren Termin diese Woche absagen müssen, ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen, Magenschmerzen und Tränen in den Augen und Ihre Antwort? Kein Vorwurf, kein Zweifel, nein, Liebe. Da sind die Momente, die mich in stressigen Zeiten erden, die mich atmen lassen, wenn ich keinen Freiraum sehe. Dieses Da-Sein, dieses „Ich lasse dich nicht gehen, ich bleibe bei dir“.

Vielen Dank, mein Herr. Tausendfacher Dank <3

#CircleOfFalbalus – Eine #SecretNight der O

Die erste #SecretNight des Jahres 2018 war die erste Veranstaltung in der Verantwortung meines Herrn. Er hat sich für den vergangenen und die weiteren Abende im Jumbo Center verschiedene Themen ausgewählt, das Motto dieser ersten Nacht war „Ein Abend der O“. Dieser Abend richtete sich speziell an Anfänger auf diesem Gebiet, es waren aber auch einige Paare anwesend, die in diesem Bereich wohl bereits Erfahrungen gesammelt hatten.

Nach dem Essen und einer kurzen Erläuterung durch den Hausherrn, sammelten sich die O’s im großen Spielzimmer. In diesem Zimmer stand mittig das Andreaskreuz, links ein Bock, rechts ein Käfig. Beleuchtet wurde das ganze von 2 großen Kerzenleuchtern. Vor diesen Gerätschaften standen Couches in einem Halbkreis und boten Sitzmöglichkeiten für die Zuschauer.

Der Herr erklärte den O’s die einzelnen Runden und die Bedeutungen der einzelnen Leuchtbänder, diese erläuterten die Regeln ihren jeweiligen Herrn.

Runde eins: die Damen laufen durch ein durch die Herren gebildetes Spalier und präsentieren sich, je nach Farbe des Bandes durften die Frauen nur begutachtet werden oder mehr oder weniger intensiv berührt

Runde zwei: erste Schlagwerkzeuge dürfen eingesetzt werden, je nach Farbe des Armbands an unterschiedlichen Körperstellen

Runde drei: Intensiverer Einsatz von Schlagwerkzeugen, die Farbe bestimmt die Anzahl der Schläge und die zur Verfügung stehenden Körperstellen.

(Ich hoffe, ich beschreibe die Runden hier korrekt. Ich war involviert und nervös, die einzelnen Runden verschwimmen in meinem Kopf zu einer großen.)

Danach folgte ein Spiel, eine Art Reise nach Jerusalem. Die Damen laufen im Kreis, die Herren stehen um sie herum. In jeder Runde verlässt ein Herr die Runde und so bleibt beim darauf folgenden Stopsignal eine Dame ohne Partner zurück. Diese Dame darf nach Wahl des zugehörigen Herrn bestraft werden.

Wie bereits erwähnt, ich war nervös. Daher habe ich in erster Linie einzelne Szenen und Momente im Kopf, keinen wirklichen Ablauf.

  • Das erste Spalier. Vor mir Hirnventrikel, an ihr wird der Ablauf erläutert. Sie präsentiert sich den Herren, die Arme hinter ihrem Kopf, der Körper zugänglich. Ich sehe die ersten Männer zugreifen und Gedanken zum Thema Viehmarkt blitzen auf. Das Bedürfnis, dieses grüne Armband vom Handgelenk zu nehmen und mit einem „Ich will das nicht!“ diese Szene zu verlassen. Und dann bin ich dran. Ich atme tief durch und trete nach vorne. Hände auf mir, Hände, die erstmal mein Kleid hochschieben müssen (Notiz: das nächste mal vielleicht gleich nackt, ich wollte mich nur ohne Befehl des Herrn nicht einfach ausziehen). Aber da sind diese Hände. Die Augen geschlossen, spüre ich das Wandern und Erkunden und die eigene Lust daran. Das war nicht mehr Viehmarkt, das war Hingabe, Vertrauen, Lust.
  • Die ersten Schläge anderer Herren auf meiner Haut. Ich war nach der letzten Secret Night, nach dem Kreislaufproblem am Kreuz, verunsichert, dazu natürlich der Wunsch, sich richtig zu präsentieren, trotz Schmerz. Ich stehe vor einem fremden Herrn, seine Peitsche trifft meine Brüste, nach diesem kurzen Spiel bedankt er sich leise bei mir. Ich lasse die Arme sinken, will einen Platz weiterrücken, aber der Platz ist noch nicht frei. Also hebe ich aus Reflex die Arme wieder. Er lacht kurz. „Möchtest du mehr?“ – „Der Platz neben mir ist noch nicht frei, ich überlasse Ihnen, ob Sie das nutzen.“ – „Fester oder weniger fest?“ – „Ein wenig fester.“ Und nach einigen weiteren Schlägen gibt er mir einen Klapps, als ich die Reihe weiter aufrücken kann.
  • Sobald ich meine Position eingenommen habe, schließe ich die Augen. Das ist bei mir einfach ein Reflex, der mir ermöglicht, das dann Folgende tatsächlich zu genießen, egal, ob es nun ein Schlag oder ein Streicheln ist. Ich kann den Kopf abschalten und einfach fühlen. In dieser ganzen Reihe von Herren, diesem Spiel aus Präsentation, Genießen, Weitergehen, schaffe ich es, ziemlich gut abzuschalten. Das habe ich so nicht erwartet. Allerdings ist eine Auswirkung davon, dass ich ein wenig die Übersicht verliere und einen den Herren übersehe. Dafür möchte ich mich nochmals entschuldigen!

Nach den Spielrunden wurde eine Pause eingelegt, allerdings verlief sich danach die Meute und der Zirkel spielte intern

Dala und ich standen gemeinsam am Kreuz, eine davor, eine dahinter. Unser Herr umrundete uns und konnte sich so abwechselnd der einen, dann der anderen widmen. Ich genoss diesen Moment, sehr sogar, und das nicht nur, weil jeder Schlag bei Dala mir einen leicht kühlenden Luftzug zukommen ließ =D Dala ist nicht nur ein neues Mitglied unseres Zirkels, sie ist auch für mich in sehr kurzer Zeit zu einer guten Freundin geworden. Ich bin sehr froh, dass Du bei uns bist!

Danach stand Hirnventrikel am Kreuz und wir konnten ihrem Spiel zusehen und zuhören. Ich genieße diesen Anblick jedesmal, die Harmonie zwischen den so eingespielten Partnern. Ein wunderschöner Anblick!

Insgesamt war für mich das Thema des Abends die Harmonie zwischen den Paaren, die zeigte sich höchst unterschiedlich. Da waren Herren, die ihre O’s voller Stolz präsentierten, Damen, die mit erhobenem Blick das Spalier  betraten und jedem Herrn direkt in die Augen sahen. Und es gab eine Vorstellung mit den Worten „Das ist die ungezogene Fotze S.“. Natürlich ist auch da Stolz, keine Frage, aber in anderer Nuance. Später legte er S. über den Bock und schlug dermaßen fest zu, dass es mir als Zuschauerin Gänsehaut über den Körper jagte. Nicht aus Lust, ich fand es beeindruckend, würde das aber für mich so nicht wollen. Sie brach auch nach einigen Schlägen in den Genitalbereich ab. Aber es war dennoch spannend zu beobachten.

Das anfangs verwirrende Element an diesem Abend war mein bester Freund, der mich begleitete. Ich hielt das vor einigen Monaten mal für eine schlaue Idee, in den Tagen davor hätte ich das natürlich am liebsten abgesagt. Aber es zeigte sich, dass ich ihn erstaunlich gut ausblenden kann =D Bis zu diesem Moment, als ich nackt im Raum stand und mein Herrn ihn direkt neben mir platzierte. Nunja. Aber ich muss sagen, ich fand es toll, dass er dabei war. Ich liebe die Gespräche mit ihm darüber, er als Außenstehender der BDSM-Szene bringt für mich da eine neue Sichtweise rein. Und ich liebe seine Neugier. Er möchte übrigens das nächste mal wieder mit =D

 

Schlaf wird überbewertet

Ich liege nachts wach und finde keine Ruhe. Es gibt viele Gründe, vor allem die Uni, aber auch welche, die ich hier mal loswerden wollte. Vielleicht klappt das dann heute abend besser =)

  • Mein Herr =) Auch wenn ich so viele Freiheiten habe, dreht es sich gedanklich viel um ihn. Und was noch kommen mag. Wir sehen uns nächste Woche zu einem Abendessen, ich denke mal, das letzte mal dieses Jahr. Aber in wenig mehr als einem Monat steht schon die nächste Secret Night an. Es geht gerade alles so schnell.
  • Ich habe heute ein Date. Und momentan könnte ich noch zwei andere haben. Erst geht wochenlang nichts, dann stapeln die sich. Ernsthaft, sprechen die sich ab? Alles, was ich von dem heute abend weiß, ist Name und Beruf. Ich habe noch nicht mal nach einem Bild gefragt, ist mir hinterher aufgefallen. Aber warum auch? Er war freundlich, ich mag das Profil und frei nach Seitenspringen, „Ein Kaffee geht immer“. Ich werde berichten =)
  • Am Samstag fahre ich nach Köln, TO.mTO aus Berlin ist zu Gast und ich vermute ganz stark, dass der Termin im Showroom mit einer Korsett-Bestellung endet. Das ist ok, ich habe einige Monate Zeit, das Geld anzusparen, aber eine mittlere, dreistellige Summe ist nicht wenig. Auch wenn mir vollkommen klar ist, dass ein maßgeschneidertes Korsett diesen Preis durchaus wert ist. Gut, dass ich mit den Tattoos soweit durch bin, die hab ich bald abbezahlt ^^“
  • Am Sonntag kommt A vorbei <3 Ich freue mich da schon sehr drauf. Das ist irgendwie… Urlaub. Wir verstehen uns gut, ich bin gespannt, was wir so ausprobieren, und wir werden einfach Spaß haben. Vielleicht berichte ich auch da =P
  • Und dann ist da noch der Mann mit den Seilen, kennengelernt auf der GEP. Ich hatte ihn gefragt, ob ich das mit dem Bondage mit ihm mal ausprobieren könnte und bin jetzt demnächst zu einer Bondage Lounge eingeladen. Aber mich macht das nervös, eben weil diese Erfahrung noch fehlt, ich kann mich da nicht einschätzen. Momentan kämpfe ich mit einigen Gelenken, habe Schmerzen, bin unbeweglicher. Mal sehen. Und da fehlt einfach noch eine Basis. Entspannen geht bei mir einfach nur, wenn man sich ein wenig kennt. Das ist noch nicht gegeben. Mal sehen, wie wir das angehen.
  • Achso, fast vergessen. Dann ist da noch die Frau, mit der ich gerade flirte und irgendwie. Nyu. :3 Ich guck mal ^^ Der Wunsch ist durchaus da und ich mag sie 🙂

Und nun… frühstücken und Vorlesung. Man liest sich =)

Aus dem Off – #notjustsad

Momentan kämpfe ich. Das ist auf Twitter leicht an der Stille zu merken, zumindest der Pr0n-Account liegt gerade etwas auf Eis.

Mir geht es gerade… schlecht. Ich bin versucht, es als #mimimi zu bezeichnen, weil ich mir denke, dass andere es so bezeichnen würden. Es gibt keinen konkreten Grund. Klar, Stress, Schlafmangel, sich selbst nicht wichtig sein. Daraus resultierend ergeben sich dann Ungleichmäßigkeiten im Medikamentenspiegel, man wird leicht schludrig, wenn man sich nicht pflegt. Ebenso wie vermehrte Wunden, die auch nur langsam abheilen. Aber Fakt ist, ich sitze hier und habe einen Kloß im Hals und rechne im Laufe dieses Beitrags auch mit Tränen, es ist einfach so. Es ist gerade schwierig. Und nachdem ich heute in einem Gottesdienst saß, in dem es um das Thema Depression und Selbstmord ging, wollte ich mich ganz persönlich dazu äußern. Wie zeigt sich das bei mir? Was kann man tun? Und vielleicht findet sich da jemand anderes da wieder. Zu wissen, dass man nicht alleine ist, ist auch schon viel Wert, vor allem, wenn man sich krud und falsch und niemals angekommen fühlt.

Als allererstes:

Dies ist kein Mimimi und das weiß ich. Ich spiele es gerne runter und das ist dumm, so dumm. Wenn ich mich damit befasse, dass es mir schlecht geht, geht es mir erstmal schlechter, daher tue ich das nicht so gerne. Aber dies hier ist ernst. Dieser emotionale Dreck frisst sich durch das Leben und raubt einem Kraft, Schlaf, Lachen, Liebe, Gefühle. Man wird innerlich dunkel und taub und wenn man den Weg daraus nicht findet, stirbt man im schlimmsten Fall daran. Man stirbt an seinen eigenen Gefühlen, an dem Mangel an Gefühlen. Also nehmt das ernst. Wenn jemand betroffen ist, behandelt ihn nicht von vornerein wie ein rohes Ei, aber lasst euch nicht für dumm verkaufen. Hinter einem Lachen und einem „Mir gehts gut“ kann der beschissenste Abgrund lauern. Vergesst das bitte nicht. Glaubt nicht der Fassade. Guckt dahinter.

Wie es sich äußert. Springen wir zur Secret Night zurück. Ich war aufgedreht, hatte mich total darauf gefreut, gerade weil wir ja BDSM-technisch in einer spannenden Phase sind. Und dann ging das schief. Das traf mich aber erst am Tag danach und so richtig in der Woche danach. Dazu kam der alltägliche Stress (der momentan einfach sehr heftig ist), Müdigkeit, ein bisschen Erkältung und irgendwie… plötzlich stand ich weinend in einer Ecke auf dem Campus und konnte nicht annähernd formulieren, was gerade Sache ist. Ich wollte einfach nur weinen. Das ist für mich dann immer dieser dezente Wink mit dem Zaunpfahl, dass gerade etwas schief läuft, ich bin grundlos, sehr plötzlich sehr traurig. In diesen Momenten suche ich bewusst keine Schulter zum Ausweinen, weil es dadurch erstmal nur noch schlimmer wird. Und wenn man den Rest des Tages noch halbwegs professionell aussehen muss, ist das einfach nicht drin. Also, zusammenreißen, weiterrudern.

Als nächstes merkte ich, dass ich vielleicht ein winziges bisschen reizbar war… also… so von Null auf Haltdocheinfachdeinenmundundgehsterben in wenigen Sekunden. Das tut mir im Umgang mit Freunden immer sehr, sehr leid, weil mir zwar kurz darauf bewusst wird, wie dumm ich da gerade reagiert habe, der Schaden dann aber erstmal da ist. Und ich mich dann schuldig fühle, schlecht, ich mich entschuldige und in so einer Spirale aus „Ich kann irgendwie garnichts dafür“ und „Du bist trotzdem für den Mist, den du verzapft verantwortlich“ immer enger verschlinge.

Generell flipper ich einfach sehr schnell zwischen meinen Gefühlen hin und her und das ist ungemein anstrengend.

Jetzt habe ich noch den Vorteil, dass sich in solchen Phasen ein kleiner Teil von mir abspaltet und rational bleibt, zumindest halbwegs. Dieser Teil kann nichts verhindern, aber er ist in der Lage, Dinge richtig einzuordnen. Warum habe ich das gerade getan? Ich fühle mich doch gerade garnicht so, also woher kommt das? Diese Fragen kann man sich nur beantworten, wenn man das System „Gefühl“ verlassen kann und das ganze von außen einsortieren kann. Ich habe keine Ahnung, woher ich das habe, vielleicht hatte ich einfach einen verdammt guten Therapeuten (Ewige Liebe an Mr C, auch wenn er das nie lesen wird.), aber ich weiß noch, wie es ohne diesen Teil war, nur Emotion, nur Dunkel, nur Einsamkeit. Und vielleicht reagiere ich deswegen so verdammt empfindlich auf diese ganzen Themen, weil ich das Gefühl noch kenne.

In Sachen Beziehung zu meinem Herrn ist ich diese Verunsicherung in den Gefühlen nochmal etwas anders und es tut mir in solchen Phasen immer wieder aufs Neue weh, dass ich meinen Herrn damit belästigen muss. Ich denke immer wieder daran, auch diesmal, dieses Verhältnis einfach zu beenden, dann kann er sich jemanden suchen, der einfacher gestrickt ist und ich… ich weiß nicht. Irgendein Vorteil würde ich finden bzw. mir weißmachen können.

Wir haben zum Beispiel demnächst ein Date. Und wenn ich mir jetzt überlege, was ich mir erhoffe, schwanke ich zwischen Benutzung durch einen Haufen anonymer Männer und Sofa+Star Trek. Ganz einfach also, mit einer zufriedenen Sub aus dem Wochenende zu kommen, aka „Wie man`s macht, kann es phänomenal falsch sein“.

Anderes Beispiel. Wir haben eine ganze Liste an Kopfkinofilmen, die wir gerne noch erleben würden und in meinen normalen Zeiten habe ich kein Problem mit unserem Tempo und meiner Geduld. Aber in diesen Zeiten, wenn ich sowieso mit allem unglücklich und unzufrieden bin, rutsche ich erst in ungeduldig und fließend weiter in frustriert. Und dann kommen die Fragen, die Zweifel, die Ängste, der Fluchtinstinkt. Auch des schlechten Gewissens wegen, diese doch eigentlich so einfache, glückliche Beziehung vollkommen zu verkomplizieren. Geh, dann ist alles einfacher. Wenn nicht für dich, dann doch für ihn.

Aber wie nun damit umgehen?

Für mich ist das relativ einfach, zumindest in der Theorie. Ich muss aushalten. Mir immer wieder klarmachen, dass das Gefühl oder auch Nicht-Gefühl vorüber geht. Dazu genug schlafen, genug essen, Dinge tun, die mir gut tun. In meinem Tempo. Und vor allem: Keine wichtigen Entscheidungen treffen in diesen Tiefs, denn der Blick für Prioritäten und gute Gefühle ist einfach vollkommen verstellt. Nichts tun, was man hinterher nicht nur bereuen, sondern auch betrauern müsste.

Für Freunde und Partner ist das schwieriger und auch anstrengend. Empathisch sein und reagieren, wenn es sein muss. Wenn es geht, nachsichtig sein mit den Emotionsspitzen. Die Hand halten, wenn neben dir jemand in einer Kirche einen ganzen Gottesdienst durchweint. Mit in den Swingerclub gehen und gemeinsam gucken, lachen, reden, die fröhlichen Momente absolut auskosten. Zwischendurch kurz Meldung machen und sagen „Hey, ich bin da. Du bist nicht allein.“ Sich bewusst sein, dass es spontan anders verlaufen kann als gedacht, dass die Belastbarkeit vielleicht da ist, vielleicht nicht. Und das wichtigste: Taschentücher dabei haben. Ist nie falsch.

Ich habe das Glück, mit Freunden, Partnern, geliebten Menschen umgeben zu sein, die mich mit einem Gefühl von Geborgenheit umschließen. Das ist einfach nur wundervoll <3 Ich danke euch =*


So.

Verzeiht, dass es nicht vor Erotik kribbelt, ich hoffe, das ändert sich bald wieder.

Bis dahin:

Penis.