Einmal im Jahr – #CircleOfFalbalus – #SecretNight

Endlich, eine neue Secret Night! Nach der Secret Night im Juli, die einfach perfekt war <3 hatte ich mich sehr auf diese gefreut, trotz der Nervosität, durch Hirnventrikels Abwesenheit als Sub Nummer Eins den Abend zu verbringen. Ich mag mein Dasein als Nummer zwei, mag das Anreichen und Helfen, das Zuschauen, das Abwarten und dann das Belohnt werden. Ich gebe zu, ich habe das an diesem Abend ein wenig vermisst.

Aber es war dennoch ein schöner Abend, wenn auch leider für mich eher kurz. Ich hatte tagsüber schon mit körperlichen Problemen zu kämpfen, und bekam die zwar mit Medikamenten in den Griff, aber abends am Kreuz holten sie mich wieder ein. Ich musste unser Spiel unterbrechen. Hitze, Übelkeit, Unsicher auf den Beinen, mein Kreislauf gab ein Stück weit nach und ich musste mich einige Minuten lang fangen. Wir spielten zwar danach noch ein wenig, aber viel ging einfach nicht. Die Schmerzen waren viel heftiger als sonst, dass innere Vibrato war zwar durchaus erregend, aber gleichzeitig mit der Angst verbunden, gleich den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Also habe ich mich auf die Couch gesetzt und ihm bei Bespielen unseren Gasts zugesehen, habe mich sehr angenehm mit anderen Gästen unterhalten, wurde wunderbar massiert <3 und bin relativ früh ins Bett verschwunden, weil ich einfach so erschöpft war.

Ich bin nicht enttäuscht von mir, sowas passiert. Einmal im Jahr, so scheint es. Wir hatten bei unserem ersten Abend zu dritt auch so ein Erlebnis. Und diese Momente sind ehrlichgesagt auch wichtig, zeigen sie mir doch, wie tief unser Vertrauen geht. Ich, als Emotionsdetektor 9000, hatte keinen Moment das Gefühl, dass ich mich jetzt schlecht fühlen müsste, oder mich entschuldigen müsste. Bei jedem anderen hätte ich das vermutlich gehabt, schließlich hat ja auch er sich auf diesen Abend gefreut. Was das angeht war ich total entspannt und habe mir keinerlei Sorgen gemacht. Das finde ich bemerkenswert =)

Aber ich vermisse dieses Hoch, den Rausch des Spiels. Da konnte kein Adrenalin fließen, keine Lust. Und so bleibe ich irgendwie… ein wenig blass zurück. Und traurig.

 

Ein Augenblick

Hey du! Ja, du! Ich meine dich, mit den Augen aus Feuer und den Lippen aus Rosenblättern. Ich würde dich so gerne berühren, möchte spüren, ob diese Lippen so samtig sind wie sie aussehen. Und ich wette, du schmeckst nach Honig. Süß und dunkel. Wenn du deine Augen so aufschlägst, den Kopf gesenkt, den Blick nach oben, die Augen so groß und rund… Ein Blick, eine Bewegung, wie Honig, der sinnlich von einem Löffel tropft. Ich würde ihn dir so gerne von der Haut lecken. Von deinen Lippen, deinem Hals, deinen oh so weichen Brüsten. Ich wäre zärtlich zu ihnen, würde ganz sanft knabbern und deine Brustwarzen mit meiner Zunge aufwecken. Ich möchte deinem Atem lauschen, wenn ich an ihnen sauge, dabei mit meinen Händen zugreife in diese Rundungen! Dieses leichte Zittern, das möchte ich herauskitzeln. Und dann wandere ich tiefer, am Nabel vorbei, tiefer hinab in dein Delta. Lass mich dort versinken, bitte. Ich möchte dich schmecken, dich spüren, möchte dich erobern mit meinen Fingern in dir, meinen Lippen auf dir, möchte flüsternd beten, bis du dich windest, dich aufbäumst, bis du stöhnst und deine Hände sich in meinen Haaren vergraben vor Lust und Gier. Ich möchte dich fliegen sehen. Ich möchte wissen, wie du dabei schmeckst. Vielleicht noch immer süß und dunkel.

#CircleOfFalbalus – So viel tiefer

Oh, ich war nervös. In meinem Terminkalender stand diesmal “O-Date”, nicht einfach nur “Date”. Bedeutet das was oder nicht? Ich meine, wir haben uns ja auch länger nicht gesehen, ist das nun einfach eine Änderung im Wording wie das nunmal manchmal vorkommt, oder doch mehr? Aber sowas fragt man ja nicht. Also ist man eben einfach nervös. Die Hinweise “festes Schuhwerk” und “wir bleiben heute unter uns” waren auch nur bedingt hilfreich. Aber ich muss zugeben, ich mag diese Nervosität ein wenig. Da ist noch immer Spannung, vielleicht sogar ein wenig Angst, definitiv keine Routine. Und so ein Date ist eben kein “Ich fahr da eben einfach hin”-Termin.

Ich kam an, Begrüßung, Hallo, kurz was trinken, nochmal ins Bad und dann: “Jacke wieder an, wir gehen woandershin.“ Ok, das feste Schuhwerk war ja durchaus ein Hinweis darauf. Also runter zum Auto, hibbelig sitzen und aus dem Fenster gucken.

Es ging in den Wald. Wir hielten auf einem fast leeren Parkplatz. Das Wetter war etwas verregnet, daher waren nur wenige Menschen unterwegs. Wir liefen ein paar hundert Meter in den Wald hinein bis zu einer Hütte. Hütte ist fast zu viel gesagt: eine Wand offen, die anderen drei teilweise offen, aber es gab ein Dach. Und unter diesem öffnete er meine Jacke und entblößte meine Brüste, setzte die Klammern an. Zusätzlich legte er mir einen Knebel an, das kam bisher selten vor.

Ich hatte mir Gedanken gemacht, was solch eine Situation angeht. Kann ich loslassen? Abschalten, wenn die Gefahr besteht, gestört zu werden? Und ja, ich kann. Es dauerte einen Moment, aber dann konzentrierte ich mich nur noch auf ihn, seine Worte, seine Hände auf mir. Ich registrierte, dass einmal Menschen an uns vorübergingen, aber er hielt sich in diesem Moment einfach zurück und ich blieb in meiner Spur. Er hatte ein wenig Spielzeug dabei, ich meine mich an eine Peitsche zu erinnern, und ich glaube auch das Nadelrad. Aber das gemeinste waren die Klammern. Als er diese abnahm, war ich für den Knebel doch sehr dankbar.

Nach der Rückkehr in seine Wohnung gab es Anweisungen für mich: Ich sollte mich mit Lederfesseln an Hand- und Fußgelenken ausstatten, und nur damit plus Halterlose, Halsband und Augenbinde vor der Wohnzimmertüre Laut geben, wenn ich so weit sei. Ich brauchte für die Fesseln ein wenig Zeit, sie saßen zu fest, zu locker, zu fest, Herrgott, egal. Augenbinde, los. Ich klopfte an die Tür, er führte mich ins Wohnzimmer hinein und ich nahm vorsichtig auf dem Klavierhocker Platz. Er verband die Fesseln an den Füßen mit einer Kette, was meinen breitbeinigen Sitz etwas einschränkte. Diese Kleinigkeit blieb besonders hängen, das die Ketten mich tatsächlich spürbar einengten. Was folgte waren Schmerzen und ein Zeugnis wahrer Hingabe eines Herrn an seine Sub.

Meine Erfahrungen in meinem ersten BDSM-Leben drehten sich eher um die Buchstaben S&M, weniger um das D/s. Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, um mich in dieses D/s einzufinden, möchte es jetzt nicht mehr missen. Aber es gibt Zeiten, in denen ich sehr große Bedürfnisse verspüre, den Anteil von Schmerz etwas zu erhöhen.

Und nun saß ich da und er erklärte mir, dass er meinetwegen an diesen Spielarten wieder mehr Geschmack fand, er für mich diesen Bereich wieder betreten wird.

Ich erinnere mich prinzipiell kaum an genaue Worte, ich erinnere mich an Gefühle. Und ich war einfach baff. Ich hatte das durchaus geahnt, aber trotzdem… Ich habe nicht so explizit damit gerechnet, dass mein Herr mir so entgegen kommt. Ich freue mich wahnsinnig darüber! Ich freue mich darauf, uns in diesem Bereich zu entdecken und Grenzen auszuloten, ich freue mich auf Lust und Tränen und dieses Gefühl von reinem Glück nach dem Schmerz. Ich bin ungern sprachlich so abgehoben, aber dieses Brechen, Heilen und Wieder Aufstehen ist ein wirklich wunderbares, intimes, verbindendes Gefühl.

Dieses Erklären fand übrigens zwischen wohl dosierten Schmerzphasen statt. Das Nadelrad, Flogger, seine Hände, heißes Wachs, Wäscheklammern, ich erinnere mich nicht mehr an alle Details. Aber ich erinnere mich an das Ergebnis, noch nie haben mir meine Brüste bei bloßer Berührung so weh getan wie nach dieser Behandlung. Jede Berührung war Feuer auf der Haut. Und ich fand es grandios <3

Vielen Dank für diese Erfahrung und vielen Dank, für diesen gemeinsamen Weg, mein Herr! <3

Feuerwerk

Eine Hand an meinen Hals drückt er mich gegen die Wand. Ich atme schwer, lasse noch die Welle an Schmerzen abklingen. Die Klammern beißen in meine Brustwarzen, die Brüste sind rot und heiß von seinen Schlägen. Die Augen geschlossen warte ich, halte reflexartig die Luft an und warte. Die Ohrfeige trifft mich überraschend. Man versucht zwar, auf alles vorbereitet zu sein, aber es gelingt einem doch nie. Drei, viermal schlägt er mir ins Gesicht.

“Öffne Deine Augen, sieh mich an!“

Es dauert einen Moment, ich muss ein wenig blinzeln, ehe es mir gelingt.

“Das hier ist es? Das?“

Er drückt die Klammer an der linken Brustwarze fester zusammen, ich stöhne auf. Ich nicke.

“Ja, Herr. Das ist es.“

„Dreh Dich um, stütz Dich an der Wand ab. Ich zähle bis zehn.“

Fünf auf jede Seite. Die ersten sind kein Problem, bei den letzten vier dauert es jeweils einen Moment, bis ich mich wieder fange. Die Klammern schaukeln dabei an meinen Nippeln, stoßen gegen die Wand. Hintern und Brüste schmerzen im Takt.

Ich drehe mich wieder um, die Beine gespreizt, Hände über dem Kopf, seine Hand zwischen meinen Beinen. Er ist beinahe zärtlich, ertastet meine Nässe, spielt mit meiner Klitoris, dringt vorsichtig ein. Seine andere Hand spielt mit den Klammern, Lust und Schmerz aufeinander abgestimmt.

Mein Kopf ist leer. Ich spüre die Finger an den Brüsten, die Finger an meiner Klitoris, bin nur noch Lust und Schmerz und atme, möchte an dieser Stelle verweilen und nicht aufhören. Aber er treibt mich an, weiter, er spielt mit mir. Meine Beine zittern, ich atme stoßartig. Er drückt mir den Vibrator zwischen die Beine, “Halt ihn fest“, ich greife zu. Und spüre Hände an beiden Brüsten. “Ich zähle bis zehn.“ Er zählt die Sekunden, lange Sekunden, spielt an den Klammern, drückt sie nochmal fester zu, bevor er sie zeitgleich öffnet. Ich explodiere vor Schmerz, komme, stöhne, sinke auf die Knie und auf die Seite. Der Orgasmus rollt durch meinen Körper, ich bin nass und laut und vollkommen gefangen in diesem Gefühl, nehme seine Hand an meiner kaum war, auch wenn er mich festhält.

Es dauert einige Momente, bis ich wieder ruhiger atmen und klarer denken kann. Ich kniet neben mir, als ich nach seiner Hand greife, sie öffne und die Handfläche küsse. “Ich danke Ihnen, mein Herr!“